„Rotweinpropeller“ von Richard Wester, Tietze Schmuck, Markus Herschbach und Jochen Missfeld

Vom 8. März bis zum 4. April 2012 fand die multimediale Gemeinschaftsausstellung von Richard Wester, Markus Herschbach, Tietze Schmuck und Jochen Missfeldt statt. Sie bildete den zweiten Teil von Westers Multimedia-Trilogie „Perpetuum Mobile Aeronautico“.

Das Projekt basierte auf der Idee von Komponist und Musiker Richard Wester und näherte sich dem Traum vom Fliegen auf vielfältige Weise. Wester spielte Saxophon, Tietze Schmuck präsentierte eine Auswahl ihrer Holzskulpturen, Markus Herschbach steuerte Metallskulpturen, Zeichnungen und Videos bei und der Autor Jochen Missfeldt las aus seinem eigens für das Projekt geschriebenen Buch „Strömungen“.

Am Anfang des Projekts standen bereits die großen, schlanken Holzfiguren der Holzbildhauerin Schmuck. Während diese zwar auf großen Füßen fest geerdet sind, recken sich ihre langen Körper gen Himmel. Auch eine Skulptur von Herschbach, ein libellenartiges Wesen aus Marmor und Stahl, war schon vorhanden.

Im Laufe eines Jahres gesellten sich zu den Figuren die Kompositionen von Richard Wester und das Buch „Strömungen“ von Missfeldt dazu. In der Geschichte gehe es unter anderem um Heimat, ums Wegfliegen und Zurückkommen, erzählte der Autor. Auch Schmucks Figuren tauchen als Charaktere in dem Buch auf, das mit kunstvoller Porzellanfigur auf dem Einband und Illustrationen von Herschbach ebenfalls ein eigenes Kunstwerk darstellte.

Im flackernden Licht von Herschbachs poetischer Videoprojektionen und vermischt mit Westers Musik und dem rauem Wispern Missfeldts bei seiner Lesung waren außerdem glucksende und blubbernde Geräusche im Bunker zu hören. Diese stammten von einem von Herschbachs Objekten zum Thema Fliegen – dem „Rotweinpropeller“, durch dessen transparente Schläuche weinrote Flüssigkeit blubberte.




Zum Seitenanfang

Link zum generieren einer PDF-Datei

  Diese Seite wurde zuletzt am  29.01.2018  aktualisiert