Ich war schon als Kind ein Fan von elektronischer Musik. Später wollte ich gerne lernen, selbst Synthesizer zu bauen.“

Kiel, 09.07.2012

„Ich war schon als Kind ein Fan von elektronischer Musik. Später wollte ich gerne lernen, selbst Synthesizer zu bauen“, sagt Prof. Dr. Robert Manzke. Und so studierte er Elektrotechnik an der Fachhochschule (FH) Kiel. Elf Jahre später ist er als Professor an den Fachbereich Informatik und Elektrotechnik zurückgekehrt – seit 1. Juli 2012 unterrichtet er „Informationstechnologie mit den Schwerpunkten Ubiquitous Computing und Mobile Computing“.

JT (Jana Tresp): Wie würden Sie Laien Ihr Arbeitsgebiet erklären?  

RM (Robert Manzke): In Deutschland gibt es mehr als 20 Millionen Smartphone-Benutzerinnen und -Benutzer. Diese modernen Mobiltelefone sind tragbare Computer und zählen daher zu den Geräten des ‚Mobile Computing‘. Hinter diesem Begriff versteckt sich jedoch noch sehr viel mehr. Drahtlose Sensortechnik befindet sich überall, sei es in Rauchmeldesystemen von Gebäuden oder in implantierten Blutdruckmesssystemen.

JT: Warum haben Sie sich entschieden, Elektrotechnik zu studieren?  

RM: Ich war schon als Kind ein Fan von elektronischer Musik. Später wollte ich gerne lernen, selbst Synthesizer zu bauen. Als ich anfing zu studieren, wurde es gerade möglich, analoge Audiosysteme durch digitale zu ersetzen. In den folgenden Jahren wurden die digitalen Signalprozessoren (DSP), die sich zum Abmischen von Musik in Mischpulten befinden, immer besser und günstiger. Und heute können sich im Prinzip alle auf ihrem Computer ein professionelles Tonstudio installieren. Diese Entwicklung finde ich faszinierend.

Robert Manzke
Hat lange Zeit im Ausland gearbeitet und ist jetzt zurück in Kiel: Prof. Dr. Robert Manzke (Foto: Katja Jantz)

JT: Wo lag der Schwerpunkt Ihrer bisherigen Tätigkeiten?  

RM: Hauptsächlich habe ich mich mit medizintechnischen Problemen auseinandergesetzt – von Hardware bis Software, von Algorithmen bis zu klinischen Studien und Magnetresonanztomografie. Im Rahmen meiner Ausbildung und Arbeit war ich viel im Ausland unterwegs, in Mexiko, Großbritannien und den USA. Gerade bin ich aus Nordamerika nach Kiel zurückgekehrt und freue mich auf neue Herausforderungen.

JT: Warum haben Sie sich entschieden, nun an der FH Kiel zu lehren?  

RM: Kiel ist für mich ein Stück Heimat. Auch wenn ich schon lange nicht mehr im Norden lebe, habe ich mich hier immer sehr wohl gefühlt. Vor etwas mehr als zehn Jahren habe ich selbst an der Hochschule Elektrotechnik studiert. Mit ihrem Schwerpunkt Technologietransfer bietet sie interessante Möglichkeiten, mit Unternehmen in Kontakt zu treten und neue Ideen zu realisieren. Außerdem ist das Auslandsprogramm der FH exzellent – ich hoffe, daran aktiv mitwirken zu können.

JT: Was möchten Sie an Ihre Studierenden weitergeben?  

RM: Die Freude daran, sich Wissen anzueignen – denn mir selbst bringt dieser Prozess viel Spaß. Und solides Fachwissen. Ich möchte sie für die Materie begeistern.

JT: Was erwarten Sie von Ihrem ersten Semester als Professor an der FH Kiel?

RM: Ich hoffe auf viel konstruktives Feedback von den Studierenden, um meine Lehre zu perfektionieren, und Spaß an den neuen Herausforderungen.

JT: Was verbinden Sie mit Kiel?  

RM: Vor vielen Jahren habe ich hier im Kino „Back to the future“ gesehen. Mein erster Science Fiction-Film, der mich damals sehr beeindruckte.

Kurzbiografie  

seit Juli 2012 Professor für „Informationstechnologie mit den Schwerpunkten Ubiquitous Computing und Mobile Computing“ am Fachbereich Informatik und Elektrotechnik der Fachhochschule Kiel  

2005 - 2012 Senior Scientist und International Project Coordinator bei Philips Research, USA und Deutschland  

2001 - 2004 Industriekooperative Promotion am King´s College London, Großbritannien

1999 - 2000 Auslandsaufenthalt an der Universidad de las Americas, Mexiko

1996 - 2001 Studium der Elektrotechnik und digitalen Signalverarbeitung an der Fachhochschule Kiel




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  Diese Seite wurde zuletzt am  03.04.2018  aktualisiert