Einreise

 

 

Im Allgemeinen benötigen Ausländer für die Einreise nach Deutschland ein Visum.

 

Wenn Sie in Deutschland studieren möchten, benötigen Sie KEIN Visum zur Einreise (Sie müssen nur ein gültiges Ausweisdokument vorlegen, wenn Sie

  1. EU-Bürger (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland und Zypern) oder

  2. Angehörige(r) des EWR (Island, Liechtenstein und Norwegen) oder

  3. Familienangehörige aus Drittstaaten (Ehegatten und minderjährige, ledige Kinder) von EU-Bürgern und EWR-Angehörigen, sofern sie einen gültigen Aufenthaltstitel eines anderen EU- oder EWR-Mitgliedsstaates besitzen oder

  4. Staatsangehörige(r) der Schweiz oder

  5. Staatsangehörige(r) Australiens, Israels, Japans, Kanadas, der Republik Korea, Neuseelands und der USA sind. Für einen Aufenthalt über drei Monate hinaus können Staatsangehörige dieser Länder eine erforderliche Aufenthaltserlaubnis in Deutschland beantragen.

  6. Sofern keine Erwerbstätigkeit ausgeübt werden soll: Staatsangehörige von Andorra, Brasilien, El Salvador, Honduras, Monaco und San Marino. Das bedeutet, dass für Studierende dieser Länder kein Einreisevisum erforderlich ist, wenn vor und nach dem Studium keine Erwerbstätigkeit ausgeübt werden soll. Studienbegleitende und zustimmungsfreie Tätigkeiten bleiben von dieser Regelung unberührt, da das Studium der Hauptzweck des Aufenthalts ist.

Wenn Sie aus einem anderen als den hier genannten Ländern kommen, müssen Sie ein Visum zur Einreise beantragen!

Bitte beantragen Sie kein Schengen-Visum, da dieses Visum NICHT verlängert oder in eine Aufenthaltsgenehmigung zu Studienzwecken umgewandelt warden kann. Dies bedeutet, Sie MÜSSTEN dann Deutschland vor Ablauf des Visums verlassen.

Bitte beantragen Sie ein nationales Visum zu Studienzwecken (Typ D).

Studierende müssen für den Erhalt eines nationalen Visums zur Studienvorbereitung oder zum Studium folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Zulassung an einer anerkannten Lehranstalt zum Erwerb einer beruflichen Qualifikation als Hauptzweck

    Der Nachweis der Studienzulassung ist durch die Vorlage des Zulassungsbescheids der Hochschule erbracht. Dabei ist eine bedingte Zulassung ausreichend (§ 16 Abs. 1 AufenthG). Der Zulassungsnachweis kann ersetzt werden (vgl. Ziff. 16.1.1.1.1 bis 16.1.1.1.3 der Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zum AufenthG) durch:

    • eine Studienplatzvormerkung der Bildungseinrichtung,

    • eine Bewerberbestätigung oder

    • eine Bescheinigung der Hochschule oder des Studienkollegs, aus der sich ergibt, dass für die Entscheidung über den Zulassungsantrag die persönliche Anwesenheit des Ausländers am Hochschulort erforderlich ist. Die Bescheinigung muss bestätigen, dass der Zulassungsantrag des Bewerbers geprüft worden ist und eine begründete Aussicht auf eine Zulassung besteht,

  • Ausreichender Krankenversicherungsschutz

    (Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz muss folgende Leistungen umfassen:

    • ärztliche und zahnärztliche Behandlung

    • Versorgung mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln

    • Krankenhausbehandlung 

    • medizinische Leistungen zur Rehabilitation

    • Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt

Wer in einer gesetzlichen Krankenversicherung krankenversichert ist, verfügt in jedem Fall über ausreichenden Krankenversicherungsschutz (§ 2 Abs. 3 S. 3 AufenthG).

  • Finanzierungsnachweis 

    (Der Finanzierungsnachweis soll belegen, dass zunächst für die Dauer eines Jahres ausreichende Existenzmittel vorhanden sind, um während des Aufenthalts keine Sozialleistungen des Aufnahmestaats in Anspruch nehmen zu müssen. Studierende und auch Studienbewerber aus einem Drittstaat müssen Mittel in Höhe des BAföG-Förderungshöchstsatzes (§ 2 Abs. 3 Satz 5 AufenthG) nachweisen (derzeit monatlich 659 EUR, also 7.908 EUR pro Jahr).

    Für jedes Kalenderjahr wird der gültige Betrag vom Bundesministerium des Innern im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Finanzierungsnachweis kann erbracht werden (vgl. Ziff. 16.0.8.1/16.0.8.2 der Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zum AufenthG) durch:

    • Darlegung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Eltern oder

    • eine Verpflichtungserklärung gegenüber der Ausländerbehörde oder der Auslandsvertretung, für die Kosten des Lebensunterhaltes des ausländischen Studierenden aufzukommen oder 

    • Einzahlung einer Sicherheitsleistung auf ein Sperrkonto in Deutschland oder 

    • Hinterlegung einer jährlich zu erneuernden Bankbürgschaft bei einem Geldinstitut im Bundesgebiet oder

    • Stipendien aus deutschen öffentlichen Mitteln oder Stipendien einer in Deutschland anerkannten Förderorganisation oder Stipendien aus öffentlichen Mitteln des Herkunftslandes, wenn das Auswärtige Amt, der Deutsche Akademische Austauschdienst oder eine sonstige deutsche stipendiengebende Organisation die Vermittlung an die deutsche Hochschule übernommen hat.

Nicht immer wird jede der oben aufgezählten Möglichkeiten des Finanzierungsnachweises akzeptiert. Oftmals bestehen die Behörden auf der Einrichtung eines Sperrkontos und Einzahlung der entsprechenden Sicherheitsleitung.

  • Nachweis von Kenntnissen in der Ausbildungssprache; dieser ist nicht erforderlich, wenn die Sprachkenntnisse bei der Zulassungsentscheidung bereits berücksichtigt worden sind oder durch studienvorbereitende Maßnahmen erworben werden sollen (§ 16 Abs. 1 AufenthG),

  • für minderjährige Studierende: Erlaubnis der sorgeberechtigten Person(en) und

  • evtl. Nachweis über bisher erbrachte Studienleistungen

Aufenthalt

 

 

EU-Bürger und EWR-Bürger benötigen keine Aufenthaltsgenehmiung. Sie müssen sich nur im Einwohnermeldeamt anmelden. Wenn Sie länger als 3 Monate bleiben möchten, müssen Sie folgende Unterlagen vorlegen:

  • ausreichend finanzielle Mittel
  • ausreichende Krankenversicherung

"Privilegierte Ausländer", die ohne Visum einreisen dürfen, müssen bei der Zuwanderungsabteilung eine Aufenthaltserlaubnis beantragen, wenn sie länger als 3 Monate bleiben möchten. Bitte beantragen Sie eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken.

Für eine Aufenthaltserlaubnis zum Studium muss – wie auch beim Visum – die Zulassung einer Hochschule, ausreichender Krankenversicherungsschutz und die Finanzierung des Studiums nachgewiesen werden

Wenn Sie länger als 6 Monate außerhalb Deutschlands sein werden, erlischt Ihre Aufenthaltserlaubnis, wenn nicht zuvor von der Ausländerbehörde eine Bescheinigung über eine verlängerte Frist zur Wiedereinreise ausgestellt wurde!

Sie müssen Ihr Visum regelmäßig rechtzeitig vor Ablauf verlängern.

Auslandsaufenthalt während des Studiums

 

 

 

Wenn Sie während Ihres Studiums in Deutschland einen Aufenthalt im Ausland planen (Studium oder Praktikum), informieren Sie sich bitte rechtzeitig über die jeweiligen Visa-Bestimmungen des Landes, in das sie gehen möchten.

 

Die Umsetzung der EU-Studentenrichtlinie ermöglicht es drittstaatsangehörigen Ausländern, die einen Aufenthaltstitel zum Zweck des Studiums von einem EU-Mitgliedstaat besitzen, eine Aufenthaltserlaubnis zum gleichen Zweck in den anderen EU-Staaten zu erhalten. Bedingung dafür ist, dass der Ausländer im Rahmen seines Studienprogramms in Europa verpflichtet ist, einen Teil seines Studiums in einem anderen europäischen Land zu absolvieren, oder dass er sein in einem Mitgliedstaat bereits begonnenes Studium in Deutschland fortsetzen oder ergänzen möchte. Dafür muss er an einem Austauschprogramm der EU (Erasmus+) teilnehmen.

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  Diese Seite wurde zuletzt am  11.06.2018  aktualisiert