Auf der Suche nach einer Arbeit, die dem Abschluss angemessen ist.

 

 

Ausländische Absolventen einer deutschen Hochschule haben nahezu uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt und sind gegenüber anderen Nicht-EU-Bürgern besser gestellt. Für Ausländer, die ihr Studium in Deutschland erfolgreich abgeschlossen haben, kann die Aufenthaltserlaubnis nach § 16 Abs. 4 AufenthG für bis zu 18 Monate zur Suche nach einem diesem Abschluss angemessenen Arbeitsplatz verlängert werden. Wenn sie in diesem Zeitraum einen geeigneten Arbeitsplatz finden, kann die bisherige Aufenthaltserlaubnis in eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Beschäftigung (§ 18 AufenthG) umgeschrieben werden.

Für die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitsplatzsuche muss die Sicherung des Lebensunterhalts nachgewiesen werden, was für die meisten ausländischen Hochschulabsolventen bedeutet, dass sie während der Suchphase einer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen

Während der Suchphase ist eine Erwerbstätigkeit ohne Einschränkung erlaubt (§ 16 Abs. 4 S. 2 AufenthG). Mit der Aufnahme einer Beschäftigung, die lediglich der Sicherung des Lebensunterhalts während des Zeitraums der Suche eines der Qualifikation angemessenen Arbeitsplatzes dient, erfolgt noch kein Wechsel des Aufenthaltszwecks.

 

Langfristige Perspektiven in Deutschland

 

 

 

Der neue § 18b AufenthG bestimmt, dass ausländische Absolventen deutscher Hochschulen unter folgenden Voraussetzungen sogar eine Niederlassungserlaubnis, also ein zeitlich unbefristetes Aufenthaltsrecht erwerben können: Neben den üblichen Anforderungen für eine Niederlassungserlaubnis (Deutschkenntnisse, Lebensunterhaltssicherung etc.) ist erforderlich, dass der Ausländer seit zwei Jahren einen Aufenthaltstitel nach den §§ 18, 18a, 19a oder § 21 AufenthG besitzt, einen seinem Abschluss angemessenen Arbeitsplatz innehat und mindestens 24 Monate Pflichtbeiträge oder freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet hat.

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  Diese Seite wurde zuletzt am  11.06.2018  aktualisiert