Vorgeschichte

Die "STRASSENBOJE" trotzte an ihrem alten Standort UKSH fast 40 Jahre lang dem Wetter.
(Fotos: Jan Petersen)

Wie von alleine erhoben sich seit 1976 sechs geometrische Formen aus dem Boden des Geländes des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH). Die aus drei- bis achteckigen Seitenflächen bestehenden Formen aus Edelstahl symbolisieren durch die aufeinander aufbauenden, folgenden Formen eine aufsteigende Boje aus Kiels Untergrund. Entwickelt wurden die geometrischen Körper von dem bildenen Künstler K-L Schmaltz.

Durch geplante Umbaumaßnahmen am Uniklinikum Kiel waren die sechs raumgreifenden Bojen gezwungen, von ihrem jahrelangen Standort zu weichen. Der neue Bauplan für das Klinikumsgelände sah einen Forschungsneubau der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel vor, um neue, zentralisierte Forschungs- und Lehrflächen der Medizin zu schaffen. Genau in diesem Baufeld lagen die Bojen und mussten daher ihren Platz an der Hauptfußgängerachse verlassen.

Dass die "STRASSENBOJE" auf dem Klinikumsgelände der Universität Kiel installiert werden soll, wurde bereits 1973 entschieden. In diesem Jahr gewann K-L Schmaltz mit dem Entwurf der Installation den ersten Preis in einem bundesoffenen Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Geländes des UKSH. Die "STRASSENBOJE" war nur ein Element des Wettbewerbsentwurfes von K-L Schmaltz. Sein Konzept bestand aus drei Objekten: der "STRASSENBOJE", dem "MAKROKERN 375" und dem "QUELLHÜGEL". Das Konzept wurde jedoch nicht im geplanten Umfang realisiert. Während der "MAKROKERN 375" auf dem Klinikumsgelände aufgestellt wurde, gilt der bereits hergestellte große, begehbare Brunnen bis heute als verschollen.

Auch die "STRASSENBOJE" wurde an ihrem alten Standort nie ganz fertiggestellt. Ein Detail - die vom Künstler vorgesehene Lichtinstalltion in der letzten, bereits aufgestiegenen Boje, wurde nicht realisiert. Im Inneren der Boje versteckt sich eine kleinere Boje, die der Betrachter nur durch kleine lichtdurchlässige Bullaugen entdecken kann. Ohne die Lichtinstallation blieb die Boje im Inneren der Großen für den Betrachter jedoch verborgen.

Die geplante Anordnung der drei Objekte "STRASSENBOJE", "MAKROKERN 375" und "QUELLHÜGEL". (Quelle: Auszug aus der Niederschrift über die Sitzung des Preisgerichts am 28.8.1973)

Der aus Sechs- und Dreiecken bestehende "MAKROKERN 375" aus Edelstahl, musste ebenfalls das Gelände des UKSH verlassen und wurde Ende Mai 2015 an seinen neuen Standort, vor dem Eingang des Berufsschulzentrums am Westring, versetzt.

Für die "STRASSENBOJE" hingegen ging es nun näher ans Wasser, an das Ostufer Kiels auf den Campus der Fachhochschule. Dort fügen sich die sechs Elemente dank ihrer wissenschaftlichen und modernen Wirkung gut in das Hochschulleben ein.




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  Diese Seite wurde zuletzt am  18.09.2017  aktualisiert