Informationen zur neuen Prüfungsverfahrens- und Anerkennungs- und Anrechnungsordnung

Neue Prüfungsverfahrensordnung (PVO) ab Sommersemester 2018

Die neue PVO ist vom Senat der Fachhochschule Kiel am 29.09.2016  beschlossen worden und am 20.12.2016 im Nachrichtenblatt des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung verkündet worden. Die Anerkennungs- und Anrechnungsordnung wurde vom Senat in seiner Sitzung am 26.05.2016 beschlossen und ebenfalls gleichzeitig  mit der neuen PVO verkündet. Die neue PVO ist erstmals ab dem Sommersemester 2018 anzuwenden (Ausnahme s.u.).  

Derzeit werden die Prüfungsordnungen der einzelnen Studiengänge aller Fachbereiche überarbeitet und sollen ebenfalls zum 01.03.2018 in Kraft treten. Alle Studierenden, die am 28.02.2018 für ein Studium an der Fachhochschule Kiel eingeschrieben sind und ihren Abschluss im Wintersemester 2017/18 noch nicht erwerben, werden ihr Studium ab dem 01.03.2018 nach den Regelungen der neuen PVO und den neuen Prüfungsordnungen der Studiengänge  fortsetzen. Die Einzelheiten der Überleitung in die neuen Prüfungsordnungen werden zur Zeit erarbeitet. Nähere Informationen hierzu werden zu Beginn des Wintersemesters 2017/18 gegeben. Es wird empfohlen, möglichst alle Prüfungen zu den vorgesehenen Zeitpunkten abzulegen, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich die zukünftigen Prüfungskonditionen ändern werden.

Ziel der neuen PVO ist es, viele der bisher in den Fachbereichen oder Studiengängen bestehenden unterschiedlichen Regelungen für alle Fachbereiche/Studiengänge zu vereinheitlichen.  Die wichtigsten Informationen sind:   

Interdisziplinäre Leistungspunkte

Ab dem Sommersemester 2018 sind in den Curricula aller Bachelor-Studiengänge mindestens 10 Leistungspunkte für den Erwerb interdisziplinärer und überfachlicher Kompetenzen vorgesehen. (§ 1 Abs. 4 i.V.m. § 4 PVO).

Neue Anerkennungs- und Anrechnungsordnung - gültig seit 21. Dezember 2016

Das Verfahren zur Anerkennung und Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen wird auf der Grundlage des § 9 PVO durch die Anerkennungs- und   Anrechnungsordnung der Fachhochschule Kiel einheitlich und verbindlich geregelt. Besonders hingewiesen wird auf § 6 Abs. 4 der Anerkennungs- und Anrechnungsordnung: Danach kann die Anrechnung oder Anerkennung nicht mehr erfolgen, wenn man in dem Modul, für das die Anerkennung/Anrechnung beantragt werden soll, bereits zur Prüfung zugelassen wurde.

Begründung: Mit der erstmaligen Zulassung zu einer Modulprüfung kommt ein Prüfungsrechtsverhältnis zwischen der oder dem Studierenden und der Fachhochschule Kiel zustande, unabhängig davon, ob die Prüfung tatsächlich angetreten wird. Das Prüfungsrechtsverhältnis für die jeweilige Prüfungsleistung erlischt erst, wenn die Prüfung bestanden wurde, die Prüfung endgültig nicht bestanden wurde oder mit der Exmatrikulation der zu prüfenden Person. Damit muss die gesamte Modulprüfung einschließlich der Wiederholungsmöglichkeiten ausschließlich an der Fachhochschule Kiel durchgeführt werden. Da dies in der Vergangenheit möglicherweise in Einzelfällen anders gehandhabt wurde, wird um besondere Beachtung gebeten!

Ausnahme: Im Falle der fristgerechten Rücknahme der Meldung  zur Prüfung innerhalb des Meldezeitraums erlischt auch eine eventuell vorangegangene Zulassung und damit auch das Prüfungsrechtsverhältnis.

Nicht bestandene Modulprüfungen

Nicht bestandene Modulprüfungen können zweimal wiederholt werden (= 3 Prüfungsversuche), Abschlussarbeiten nur einmal. Es wird um Beachtung gebeten, dass  bereits in Anspruch genommene Wiederholungsprüfungen auf die Anzahl der nach der neuen PVO zustehenden Wiederholungsmöglichkeiten angerechnet werden.

Für jede Wiederholungsprüfung ist aus organisatorischen Gründen eine neue Meldung erforderlich. Das Prüfungsrechtsverhältnis und damit die Zulassung besteht fort (s.o.). Für  Studierende eines Bachelorstudiengangs besteht zusätzlich die Möglichkeit in einem frei wählbaren Modul  eine  Klausur  (=keine anderen Prüfungsformen) zur  Notenverbesserung zu wiederholen, wenn dieses Modul noch zur Abnahme von Prüfungen angeboten wird. (§ 11 PVO)

Sollten nach der derzeit gültigen Prüfungsordnung für den jeweiligen Studiengang mehr Versuche zur Notenverbesserung zustehen als nach der neuen PVO, wird dringend empfohlen, diese vor Übergang in die neue PVO und die neue Prüfungsordnung wahrzunehmen, da sie ansonsten verfallen. Hierfür stehen noch die Prüfungszeiträume zum Ende des Sommersemesters 2017 sowie zu Beginn und Ende des Wintersemesters 2017/18 zur Verfügung.

Nicht-Bestehen einer Modulprüfung ohne inhaltliche Bewertung

Die Regelung über das Nicht-Bestehen einer Modulprüfung ohne inhaltliche Bewertung (bei Nichtantritt, Täuschung oder Ordnungsverstoß) wurde neu gestaltet. (§ 12 PVO)

Insbesondere der ordnungsgemäße Rücktritt von einer Modulprüfung aus triftigem Grund nach Zulassung und abgeschlossener Meldefrist ist wichtig. Hierfür gibt es zukünftig einheitliche Antragsformblätter, die zwingend zu verwenden sind. Bei Rücktritt wegen eigener Erkrankung oder der Erkrankung eines Kindes oder eines zu pflegenden Angehörigen gibt es verbindliche Attestvordrucke, die im Falle des Rücktritts durch die Ärztin oder den Arzt auszufüllen sind. Andere ärztliche Atteste werden nicht mehr anerkannt (z.B. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, sog. „gelber Schein“).

Eine Ausnahme gilt für Modulprüfungen in Form einer Klausur: Hier kann man auch ohne triftigen Grund nicht erscheinen, ohne dass dies zu einer negativen Bewertung führt (§ 12 Abs. 2 Satz 4 PVO). 

Endgültiges Nichtbestehen eines Wahlmoduls

Wenn eine Modulprüfung in einem Wahlmodul endgültig nicht bestanden wurde, kann dies durch das Bestehen eines anderen Wahlmoduls aus dem jeweiligen Modulkatalog kompensiert werden. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Modulprüfung wegen Täuschung, Störung oder nicht ordnungsgemäßem Rücktritt endgültig nicht bestanden wurde. (§ 14 Abs. 2 PVO)

Modulhandbücher

Die konkrete Form und Dauer einer Modulprüfung sowie die Gewichtung bei Teilprüfungen wird sich zukünftig aus den Modulhandbüchern ergeben und nicht mehr aus den Prüfungsordnungen.  Die jeweilige Lehrkraft wird in der ersten Lehrveranstaltung des jeweiligen Semesters auf das aktuelle Modulhandbuch hinweisen, das zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht sein muss. (§ 19 Abs. 3 PVO)

Durchführung von Prüfungen

Um an einer Modulprüfung teilnehmen zu können, muss man sich beim Prüfungsamt zur Prüfung melden. Die Form der Meldung und die Frist werden  von der oder dem Prüfungsausschussvorsitzenden bestimmt und 3 Monate vor Beginn des Meldezeitraums  bekannt gegeben. Die Meldung kann bis zum Ende des Meldezeitraums zurückgezogen werden, sofern die Prüfung noch nicht begonnen wurde. (§ 20 Abs. 1 PVO) - Die Inanspruchnahme von Elternzeit und Mutterschutzfristen für Studierende ist zu gewährleisten und darf sich bei der Einhaltung von Prüfungsfristen nicht nachteilig auswirken. (§ 21 Abs. 5 PVO). - Die Bearbeitungszeiten für die Abschlussarbeiten wurden vereinheitlicht (Bachelorthesis 3 Monate, Masterthesis 5 Monate). (§ 27 Abs. 2 PVO)




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  Diese Seite wurde zuletzt am  16.11.2017  aktualisiert