Das Forschungsprojekt „Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) im Wandel – ein Praxisvergleich“ wird von der Hans Böckler Stiftung unter der Projekt-Nr. S-2008-105-4 gefördert. Es wird kooperativ in der Fachhochschule Kiel und in der Fachhochschule Köln bearbeitet.

Projektleitung:

Prof. Dr. Ingrid Gissel-Palkovich, Fachhochschule Kiel
Prof. Dr. Dr. Herbert Schubert, Fachhochschule Köln

Wissenschaftliche Bearbeitung:
Dipl.-Soz. Arb. Marion Rädler, Fachhochschule Köln
M.A. Julia Stegt, Fachhochschule Kiel

Fachhochschule Kiel • Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit
Sokratesplatz 2 • 24149 Kiel

Fachhochschule Köln • Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Forschungsschwerpunkt Sozial - Raum - Management (SRM)
Mainzer Straße 5 • 50678 Köln

Kiel und Köln, im Dezember 2008

Projektkurzbeschreibung

Kern der Untersuchung stellt die Suche und Analyse von Organisationsmodellen des Allgemeinen Sozialen Dienstes dar, die für die Gewährleistung sozialpädagogischer Fachlichkeit im ASD, der Wirksamkeit seiner Leistungen, einer effizienten und aus beschäftigungspolitscher Perspektive sozialverträglichen Leistungserbringung besonders geeignet erscheinen.

Durchführung

Das Vorhaben wird von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. Zur Qualitätssicherung und Begleitung wurde ein Projektbeirat einberufen, der sich aus Personen mit praktischem sowie institutionellem/ wissenschaftlichem Bezug zur ASD-Arbeit zusammensetzt.

Die Studie wird kooperativ an der Fachhochschule Kiel und der Fachhochschule Köln im  Zeitraum von Juni 2008 - Mai 2010 durchgeführt. Die Projektleitung haben Frau Prof. Dr. Ingrid Gissel-Palkovich, FH Kiel, und Herr Prof. Dr. Dr. Herbert Schubert, FH Köln, inne. Die Projektbearbeitung erfolgt durch Frau Marion Rädler, Dipl.-Soz. Arb., FH Köln, und Frau Julia Stegt, M. A., FH Kiel.

Kontext/Problemlage

Gesellschaftliche Wandlungsprozesse (z.B. Individualisierung, Ausdifferenzierung armutspolitischer Problemlagen, zunehmende Sensibilisierung der Öffentlichkeit in Bezug auf Kindeswohlgefährdungen), rücken die Leistungsqualität des Allgemeinen Sozialen Dienstes in den Mittelpunkt. Als ein Schlüsselinstrument der sozialstaatlichen Intervention gegen Armuts- und Lebensrisiken sowie -folgen werden an seine Fach- und Leitungskräfte erhöhte professionelle Kompetenzanforderungen gestellt. Diese werden durch die anhaltenden Finanzierungs- und Beschäftigungsprobleme auf Seiten der Kommunen verschärft. Die damit verbundenen Auswirkungen und Konsequenzen für eine nachhaltige Funktionsfähigkeit des ASD und der Einfluss von Organisationsstrukturen und Handlungsansätzen auf die Leistungsfähigkeit und -qualität des Allgemeinen Sozialen Dienstes erfordern eine differenzierte Betrachtung.

Fragestellung

Die Untersuchung verfolgt folgende Leitfragen: In welche Richtung verändern sich kommunale soziale Dienste im Kontext gesellschaftlicher Transformationsprozesse? In wie weit wandeln sich die Arbeitsvollzüge und -bedingungen der Fach- und Leitungskräfte? Welche Organisationsmodelle können für die Zukunftsfähigkeit des Allgemeinen Sozialen Dienstes als tragfähig angesehen werden? Die Erhebung des Wandels und der Leistungsfähigkeit erfolgt unter Bezugnahme auf sechs Handlungsebenen: Fachliche Konzepte und Handlungsansätze, Organisationsstrukturen, Budgetstrukturen, interne und externe Vernetzungen, interne und externe Verfahrensabläufe und Ergebnisse der Output- und Outcome-Ebene.

Untersuchungsmethoden

Der Untersuchungsansatz basiert einerseits auf der ‘Benchmarking-Logik’ und andererseits auf einer ‘Differenzanalyse’. In der Benchmarking-Perspektive werden Allgemeine Soziale Dienste untersucht, in denen erfolgreich Organisations- und Qualitätsentwicklungsprozesse angestoßen wurden. In der Differenz-Perspektive werden sie mit der Leistungsfähigkeit von Allgemeinen Sozialdiensten mit Regelstrukturen und -leistungen verglichen und Unterschiede auf den benannten Handlungsebenen herausgearbeitet. Die Gewinnung „bester / guter Praxis“ erfolgte im Rahmen einer fernmündlichen Befragung von Schlüsselpersonen einschlägiger Institutionen der Sozialen Arbeit im Juli und August dieses Jahres. Basierend auf der ‚Referenzlogik‘ benannten die befragten Zielpersonen diejenigen Beispiele, die in der internen Kommunikation des Fachnetzwerkes aufgrund des Praxiseinblickes ein hohes Ansehen genießen. In der weiteren Untersuchung der gewonnenen Beispiele kommen explorative Interviews (z.B. Leitfadeninterviews) und schriftliche Erhebungen zur Anwendung sowie bei Bedarf teilnehmende Beobachtungen und Dokumenten-/Aktenanalysen.

Zur Dokumentation des ASD-Bundeskongresses 2008 hier.




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  Diese Seite wurde zuletzt am  29.10.2014  aktualisiert