Studierende für einen Tag

Studieninfowoche an der Fachhochschule Kiel

Kiel, 2.6.2009

Welches Studium passt zu mir? Reicht mein Notendurchschnitt? Wie und wann bewerbe ich mich? Studieninteressierte haben eine ganze Reihe von Fragen. Antworten darauf und eine Menge weiterer Informationen gab es vom 25. bis zum 29. Mai 2009 im Rahmen der „Studieninformationswoche“ an der Fachhochschule Kiel.

Insgesamt fünf Fachbereiche stellten sich mit rund 30 Studiengängen vor. Informationen zur Hochschule selbst, zu den Studieninhalten und den Zulassungsmodalitäten standen natürlich im Mittelpunkt – neben den allgemeinen Informationen bot die Fachhochschule Kiel aber auch in dieser Infowoche wieder umfangreiche Einblicke in Form von Kurzvorlesungen, Experimenten und Laborversuchen.

Anna-Lena Ernst und Jessica Thomas machten von diesem Angebot regen Gebrauch. Sie besuchten gemeinsam gleich mehrere Infotage in den Fachbereichen Medien, Wirtschaft und Informatik und Elektrotechnik. Während Anna-Lena noch ein Jahr Schule vor sich hat und sich nur einen Überblick über das Gesamtangebot verschaffte, ist Jessica mit klaren Vorstellungen zur Infowoche gekommen. Nach einer Berufsausbildung zur Systemelektronikerin will sie ihr Wissen nun vertiefen. „Das war ein bisschen zu wenig Input“, lacht sie und möchte deshalb Elektrotechnik studieren. Auch die Richtung ist bereits klar eingegrenzt: „Regenerative Energie interessiert mich“ sagt Jessica.

Während die beiden bei Kaffee und Keksen auf den Beginn einer Probevorlesung zum Thema „Technische Optik und Astronomie“ warten, ist eine andere Gruppe bereits im Labor von Prof. Dr.-Ing. Klaus Lebert angekommen. Mechatronik wird dort vorgestellt, zum Beispiel die Kugelplatte „RT 123“, die eine Kugel „erfühlen“ und lenken kann oder auch das Inverse Pendel, die Bachelor-Thesis von Manuel Lemmer. Allein an diesem Tag gibt es fünf verschiedene Vorträge und noch einmal so viele Laborvorführungen.

„Das ist eigentlich die Besonderheit“, sagt Dr. Carsten Schlüter-Knauer über das erweiterte Angebot an der Kieler Fachhochschule. Er ist der Leiter der Zentralen Studienberatung und Organisator der Studieninformationstage. „In einer so aufwendigen Form, wie wir das machen, ist das eher selten“, führt er aus und gibt an, die Zusatzangebote noch weiter ausbauen zu wollen. Für ihn sind die sogenannten „exemplarischen Lehrinhalte“ die wesentliche Information für die Gäste der Infowoche. Alles andere könne man auch in Broschüren nachlesen, so Schlüter-Knauer und nennt als weiteren wichtigen Aspekt das Engagement der Fachschaften. „Ich geben ihnen Zeit, unabhängig von Professorinnen und Professoren mit den Studieninteressierten zu sprechen“, erklärt Schlüter-Knauer, „das wird gut angenommen.“

Stephan Weinzierl kann das nur bestätigen. Er ist erster Vorsitzender der Fachschaft des Fachbereichs Informatik und Elektrotechnik und war während der Infotage gefragter Ansprechpartner auch für Themen, die nicht unmittelbar etwas mit dem Studium zu tun haben. Um das Campusleben geht es da zum Beispiel, um die Wohnsituation oder einfach darum, wo man in Kiel am besten feiern kann. Alles Fragen, die man nicht unbedingt dem Lehrkörper stellen würde. „Wir sind das Bindeglied zwischen Student und Professoren“ definiert Weinzierl seine Aufgabe.

Bei den Besucherinnen und Besuchern findet dieses dreigeteilte Konzept in jedem Jahr größere Zustimmung und das schlägt sich natürlich auch in der Statistik nieder. Im vergangenen Sommer gab es bereits einen Besucherrekord, der nun noch einmal leicht übertroffen wurde. „Ein voller Erfolg“ freut sich Schlüter-Knauer. Das Wesentliche sei aber, dass es den Menschen etwas gebracht hat. Bei Anna-Lena Ernst und Jessica Thomas kann er sich da sicher sein.

Autor: Michael Neubauer

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  Diese Seite wurde zuletzt am  11.06.2018  aktualisiert