Webends@Kiel oder 54 Stunden geballte Kieler Kreativität

Kiel, 14.06.2010

Es war ein Studententreffen der besonderen Art. Etwa 25 Kieler Studierende verbrachten ein sogenanntes „Webend“ (04. - 06. Juni 2010) zusammen. „Webend“ ist ein neues, interdisziplinäres und institutionsübergreifendes Kieler Didaktikkonzept, das die Gründungsmotivation stärken, die Generierung von Geschäftsideen ankurbeln und interdisziplinäre Teams zusammenführen soll.

Anstatt sich am Strand zu lümmeln oder sich die Nächte auf Partys um die Ohren zu schlagen, arbeiteten die FH- und CAU-Studierenden von Freitagmittag bis Sonntagabend bei sommerlichem Wetter engagiert an innovativen Geschäftsmodellen, außergewöhnlichen Marketing-Konzepten und digitalen Prototypen. Wie schon bei den vorhergegangenen „Webends“ nicht an vertrauten Orten, sondern dieses Mal im Hörn Campus mit grandioser Aussicht auf die Förde. Ein rund 300 qm großes Großraumbüro bot ausreichend Platz für Geistesblitze und gemeinsames Schaffen.

Das kreative Team des bereits vierten "Webends"

Nach Kennenlernphase und Teambildung - wobei Wert auf interdisziplinäre Teams aus verschiedenen Einrichtungen gelegt wurde - machten sich alle voller Motivation an die Arbeit, gut ausgestattet mit Technik und professionell betreut von Coaches (Andreas Rusnjak und Harm Brandt von der CAU sowie Prof. Dr. Doris Weßels und Dr. Jens Langholz von der FH Kiel) sowie Beraterinnen und Beratern wie Gabriele Buda (Gründungsraum EXIST an der CAU Kiel) und Dirk Müller von der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (Seed- und StartUp-Fonds Schleswig-Holstein).

Die Abschlussbewertung

Sonntagabend war es dann soweit: In Abschlusspräsentationen stellten die Teams ihre vielfältigen Geschäftsideen vor. Ob mobiles Bezahlen (ident.me), neue Formen der Unterstützung für Senioren im Alltag (Little Helper), interaktive Cityguides (maXtrip), die Beratung rund um Cloud Computing oder die strategische Zielfindung für KMUs (POINT) – alle Themen wurden aus Investorensicht bewertet und „gevoted“.

Die Fachhochschule hat sich zum zweiten, aber sicher nicht zum letzten Mal am „Webend“ beteiligt. Erneut bestätigten die überzeugenden Ergebnisse und die positive Resonanz der Studierenden und der Wirtschaftsvertreter diese innovative Lehr- und Lernform. Für Björn Schwarze, Geschäftsführer der Kieler ADDIX Internet Services GmbH, ist der Fall klar: „Ich kann nur jedem Unternehmer raten, mit den hiesigen Hochschulen in Form von ‚Webends’ o. a. zusammen zu arbeiten und motivierte Studierende dadurch zu unterstützen, um die Innovationskraft unserer Wirtschaft zu fördern. Es wissen viel zu wenige, wie viel Potenzial wir hier vor Ort haben.“

Informationen zu den „Webends“  

Die „Webends“ sind durch eine Initiative der Arbeitsgruppe Angewandte Informatik (Wirtschaftsinformatik) an der CAU Kiel und der Campus Business Box e.V. entstanden. Zum Sommersemester 2010 ist die FH Kiel in dieses Konzept mit eingestiegen. Es ist vorgesehen, die Lehre in einzelnen Modulen des Fachbereichs Wirtschaft der FH Kiel dauerhaft um diese interdisziplinäre, hochschulübergreifende Lehrform zu ergänzen.

Die einzelnen „Webends“ bekommen eine regionale thematische Ausrichtung (z. B. „Ideen für Kiel“), um gezielt zur Förderung der regionalen Wirtschaft und zur Entwicklung des Standortes Schleswig-Holstein/Kiel beizutragen. Unterstützt werden sie durch das Wissenschaftszentrum Kiel, das Kieler Innovations- und Technologiezentrum (KITZ) und die Wirtschafts- und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH). Neben den „Webends“ gibt es regelmäßige Gründerkaffees in Wissenschaftszentrum, an denen interessierte Studierende teilnehmen können. Eine reale Umsetzung der Gründungskonzepte kann optional unterstützt und auch gefördert werden.

Weitere Informationen unter: www.kampuni.net/webend/ oder am Fachbereich Wirtschaft der FH Kiel: Prof. Dr. Doris Weßels und Dr. Jens Langholz.




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  Diese Seite wurde zuletzt am  03.04.2018  aktualisiert