"Ich kann mich in die Sorgen und Probleme der Studierenden gut hineinversetzen."

Kiel, 24.11.2010

„Ich kann mich in die Sorgen und Probleme der Studierenden gut hineinversetzen“, sagt Ronja Behrend und hofft so, diese dadurch optimal beraten zu können. Seit Anfang Oktober arbeitet die 26-Jährige als Koordinatorin für den Studiengang Physiotherapie am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit. Warum sie genau weiß, welche Fragen die Studierenden haben, verriet sie Katja Jantz.
Ronja Behrend
Hat für die Physiotherapie-Studierenden stets ein offenes Ohr: Ronja Behrend

KJ (Katja Jantz): Was sind Ihre täglichen Aufgaben?  

RB (Ronja Behrend): Der Studiengang Physiotherapie wird in Zusammenarbeit mit drei Berufsfachschulen aus Damp, Itzehoe und Kiel angeboten. Ich bin Ansprechpartnerin für unsere kooperierenden Schulen die Dozentinnen und Dozenten und natürlich die Studierenden. Letztere berate ich bei Fragen und Problemen.

Außerdem koordiniere ich Termine mit den Schulen und kümmere mich mit um den Beirat des Studienganges und den BachelorLetter, den Newsletter des Studienganges.

Einmal im Semester führe ich in allen Kursen den Jour Fixe durch, der Teil der Evaluation des Studienganges ist. Wir nutzen diese Rückmeldung der Studierenden, um den Studiengang inhaltlich und organisatorisch zu verbessern.

KJ: Mit welcher Frage treten die Studierenden am häufigsten an Sie heran?  

RB: Sie kommen mit ganz unterschiedlichen Anliegen zu mir. Das können Fragen zu einem geplanten Auslandsaufenthalt sein, Bitten um Unterstützung bei Projekten oder schlicht um Informationen zu den Prüfungsterminen. Natürlich werden auch Beschwerden oder Verbesserungswünsche an mich herangetragen.

KJ: Parallel dazu sind Sie selbst ebenfalls Studentin der Physiotherapie im letzten Semester. Welche eigenen Erfahrungen können Sie in Ihre Tätigkeit als Koordinatorin einbringen?  

RB: Da ich den Studiengang selbst durchlaufen habe, kenne ich den Alltag der Studierenden sowohl an der Fachhochschule als auch an der Berufsfachschule. Ich kann mich in die Sorgen und Probleme der Studierenden gut hineinversetzen und sie dadurch hoffentlich optimal beraten.

KJ: Im Rahmen Ihrer Bachelorthesis beschäftigen Sie sich mit „Qualitäts- und Fehlermanagement in der Physiotherapie“. Was fasziniert Sie an diesem Thema?  

RB: Das Thema Qualitätsmanagement ist sehr interessant und hat einen aktuellen Bezug zur Physiotherapie. Die Qualität von etwas so Individuellem wie einer Behandlung sicherzustellen, ist eine große Herausforderung, der sich die Physiotherapie stellen muss – nicht nur im Rahmen der Akademisierung. Das Gebiet Fehlermanagement ist auch für die Physiotherapie relevant, da gerade Fehler im medizinischen Bereich noch immer ein Tabuthema sind.

KJ: Ist es schwierig, beide Aufgaben – die Arbeit und die Bachelorthesis – zeitlich unter einen Hut zu bringen?  

RB: Da ich in der Fachhochschule feste Arbeitszeiten habe, habe ich auch feste Zeiten für das Schreiben an der Bachelorthesis. Die Stunden, die ich an der Fachhochschule verbringe, fallen zwar für das Schreiben weg, aber ich habe das Gefühl, dass ich dafür in der restlichen Zeit konzentrierter schreibe. Außerdem komme ich durch die zwei verschiedenen Aufgaben zwischendurch mal auf andere Gedanken.

KJ: Finden Sie bei Ihrem vollen Tagesablauf noch Zeit für Hobbies?  

RB: Ich habe natürlich etwas weniger Freizeit als sonst, nehme mir aber, zumindest momentan noch, die Zeit für meine Hobbies. Das ist ein guter Ausgleich, um – neben der Arbeit und dem Schreiben – den Kopf wieder frei zu kriegen. Ich mache gerne Sport, lese oder treffe mich mit Freunden.

KJ: Können Sie sich nach Abschluss Ihres Studiums eine Tätigkeit im Bereich Koordination vorstellen oder haben Sie schon andere Pläne?  

RB: Konkrete Pläne habe ich für die Zukunft noch nicht. Bisher macht mir die Arbeit an der Fachhochschule sehr viel Spaß und ich kann mir vorstellen, länger im Bereich Koordination zu arbeiten, falls sich die Möglichkeit ergibt.




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  Diese Seite wurde zuletzt am  03.04.2018  aktualisiert