3. E-Business-Symposium: „Innovationen für neue Welten – der Weg zum E-Bürger"

Kiel, 06.07.2011

„Innovationen für neue Welten – der Weg zum E-Bürger“ – so lautete das Motto des diesjährigen 3. E-Business-Symposiums, das am 30. Juni 2011 im Mehrzweckgebäude der FH Kiel stattfand. Ein Highlight war die erstmalige Verleihung des „E-Business-Award“ der Digitalen Wirtschaft Schleswig-Holstein (DiWiSH), der mit einem Preisgeld der Deutschen Telekom in Höhe von 500 Euro gekrönt wurde. Neun studentische Teams stellten sich dem Publikumsvoting in einem spannenden Wettbewerb. Prof. Dr. Doris Weßels vom Fachbereich Wirtschaft hat die Studierenden bei ihrer Arbeit betreut und mit dem Siegerteam  „JIT Lunch Club“ gesprochen.

Prof. Weßels: Ihr Geschäftsmodell „JIT Lunch Club“ hat Ihnen zu einem überzeugenden Sieg verholfen. Könnten Sie kurz erläutern, was sich hinter dieser Idee verbirgt?

Sascha Fischer: Wir möchten für Berufstätige mit engem Zeitplan eine Möglichkeit schaffen, in ihrer Mittagspause eine reichhaltige Mahlzeit zu sich zu nehmen. Dazu möchten wir eine Internetplattform erstellen, auf der der Kunde einen Platz in einem Restaurant sowie ein Gericht zu einer gewünschten Uhrzeit bestellen kann. Das Gericht wird im Vorfeld bezahlt und bei Ankunft im Restaurant „Just in Time“ serviert.

Prof. Weßels: Wie kam es zu dieser Idee?

Henrik Adami: Während einer Brainstorming-Phase hatte ein Mitglied unseres Teams die Grundidee des „Just in Time“-Essens, woraufhin wir weitere Überlegungen und Aspekte zu dieser Idee diskutiert haben.

v. l. Sascha Fischer, Henrik Adami, Narendra Stark, Sebastian Brandt mit Frank Rudolf von der Deutschen Telekom AG
Das Team bei der Überreichung der Urkunde: v.l. Sascha Fischer, Henrik Adami, Narendra Stark, Sebastian Brandt mit Frank Rudolf von der Deutschen Telekom AG (Fotos: Sönke Bruhn)

Prof. Weßels: Was war aus Ihrer Sicht ausschlaggebend für den Sieg? Immerhin gab es acht konkurrierende Teams, die ebenfalls beeindruckende Konzepte vorzeigen konnten.

Narendra Stark: Das ist schwer zu sagen. Wir waren sehr von unserer Idee überzeugt und hatten zusätzliche Eye-Catcher erstellt. Beispielsweise ein Animationsvideo, das unsere Geschäftsidee darstellen sollte. Damit scheint es uns gelungen zu sein, den Kern der Geschäftsidee für jedermann verständlich zu machen.

Prof. Weßels: Sie alle sind Wirtschaftsinformatikerinnen und –informatiker. Allgemein wird diesen Studierenden nachgesagt, dass Präsentationen und Kommunikation nicht zu ihren Stärken gehören. Sie scheinen dieses Vorurteil widerlegt zu haben, denn das Publikumsvoting führte zu Ihrem Sieg. Oder ist das „Keller-Kinder“-Vorurteil schlichtweg falsch?

Henrik Adami: Es mag Ausnahmen geben, auf die dieses Vorurteil zutrifft. Wir haben es jedoch noch nicht mit Wirtschaftsinformatikerinnen und -informatikern in Verbindung gebracht. Wir zählen Präsentationen und Kommunikation eher zu unseren Stärken.

Flyer

Prof. Weßels: Welchen Tipp können Sie den neuen Teams geben, die im nächsten Jahr antreten möchten?

Sebastian Brandt: Es ist wichtig, hinter seiner Idee zu stehen und diese auch kritisch zu hinterfragen. Außerdem sollte man versuchen, sie so realistisch wie möglich zu gestalten, falls man sie eines Tages umsetzen möchte. Wir standen voller Elan hinter unserer Idee und haben z. B. mehrere Einkommensszenarien durchgespielt, was uns zu noch mehr Engagement verleitet hat.

Prof. Weßels: Was werden Sie mit dem Preisgeld von 500 Euro machen?

Narendra Stark: Wir werden es zunächst auf alle Gruppenmitglieder verteilen. Vielleicht werden wir das Geld für unsere Domain oder ähnliche organisatorische Dinge verwenden.

Prof. Weßels: Planen Sie die Umsetzung Ihrer Idee?

Sascha Fischer: Schon während des Semesters haben wir uns darüber Gedanken gemacht. Die DiWiSH-Auszeichnung und die positive Resonanz der Besucher des Symposiums sind gute Argumente dafür. Daher wollen wir in den Semesterferien mit der Umsetzung beginnen.

Prof. Weßels: Haben Sie Tipps und Anregungen für unsere Studienmodelle an der FH, damit wir unsere Studierenden noch besser für den Job qualifizieren können?

Sebastian Brandt: Wir finden, dass die FH uns viele gute Grundbausteine für den weiteren Lebensweg bietet. Aus unserer Sicht ist sie sehr bemüht, am Puls der Zeit zu bleiben und aktuelle Trends schnell zu implementieren.




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  Diese Seite wurde zuletzt am  12.01.2018  aktualisiert