"Bildung und Erziehung sind Bereiche, die in der öffentlichen Aufmerksamkeit gar nicht präsent genug sein können."

Kiel, 24.10.2011

„Bildung und Erziehung sind Bereiche, die in der öffentlichen Aufmerksamkeit gar nicht präsent genug sein können“, sagt Prof. Dr. Tanja Pütz. Von der Bonner Alanus Hochschule wechselte die gebürtige Hemeranerin Anfang September 2011 an die FH, um am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit „Erziehung und Bildung im Kindesalter“ zu lehren.

KJ (Katja Jantz): Was erwarten Sie von Ihrem ersten Semester an der FH Kiel?

TP (Tanja Pütz): Neugierige Studierende, die gemeinsam mit den Kolleginnen, Kollegen und mir theoretisch wie praktisch arbeiten.

KJ: Warum haben Sie sich bei Ihrem Wechsel für die FH Kiel entschieden?  

TP: Weil mich die Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen überzeugt hat und ich den Standort der Hochschule schätze.

KJ: Was genau mögen Sie an Kiel?  

TP: Die gute Luft, die Segelschiffe, die Fischbrötchen – die Stadt bietet gute Voraussetzungen für ein Studium, in dem freie Gedanken, Kreativität und Bodenständigkeit gefragt sind.

Tanja Pütz
Bildet Kindheitspädagoginnen und -pädagogen aus: Prof. Dr. Tanja Pütz (Foto: privat)

KJ: Was wollen Sie den Studierenden am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit vermitteln?  

TP: Bildung und Erziehung sind in unserer Gesellschaft Bereiche, die in der öffentlichen Aufmerksamkeit gar nicht präsent genug sein können. Wir sind auf eine Generation von Kindheitspädagoginnen und -pädagogen angewiesen, die sich ihrer großen Aufgaben bewusst sind und mit großem Engagement sowie Fachkenntnissen ins Feld gehen. Was mir noch wichtig ist: Wissenschaftliche Arbeit bringt Freude! Ich hoffe sehr, die Studierenden dazu motivieren zu können.

KJ: Warum haben Sie sich für ein Lehramtsstudium entschieden?  

TP: Weil ich nach dem Abitur eine klare Vorstellung davon hatte, dass ich einen Beruf suche, der etwas Visionäres in sich trägt und gleichzeitig konkret sowie kreativ ist. Ich habe mein Studium genau richtig gewählt, denn in der Wissenschaft und Lehre kann ich meine damaligen Visionen leben.

KJ: Wie würden Sie einem Fachfremden Ihr Arbeitsgebiet erklären?  

TP: Kinder und ihre Bedürfnisse ernst nehmen – forschen – lehren. Erziehung und Bildung sind auf den ersten Blick Begriffe, zu denen jeder Mensch spontan etwas assoziiert. Für mich gilt es, genaue Fragen zu stellen, hinzuschauen und professionelle Antworten zu suchen auf Fragen wie: Welche Lernangebote brauchen Kinder in den Kitas? Wie bereite ich mich auf die Arbeit mit Kindern vor? Was sind anregende Lernwelten? Wie kann ich ein Erziehungs- und Bildungsangebot schaffen, das den Bedürfnissen aller Kinder gerecht wird? Welche Haltung habe ich zu Kindern? 

Zur Beantwortung dieser Fragen muss ich ein ausgewogenes Verhältnis von Theorie und Praxis wahren.

Kurzbiografie  

seit September 2011 Professorin für „Erziehung und Bildung im Kindesalter“ am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Kiel

02/2000 - 12/2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Allgemeine Didaktik und Schulpädagogik der TU Dortmund  

davon vier Semester Vertretungsprofessorin für Grundschul- und Elementarpädagogik an der PH Karlsruhe  

01/2011 - 08/2011 Juniorprofessorin für Allgemeine Didaktik und Kindheitspädagogik an der Alanus Hochschule in Alfter/Bonn  

Vorstandsmitglied und Montessori-Theorie-Dozentin der Deutschen Montessori Vereinigung e.V.




Zum Seitenanfang

Link zum generieren einer PDF-Datei

  Diese Seite wurde zuletzt am  12.01.2018  aktualisiert