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Smart zu Land und zu Wasser – FH-Erstsemester entwickeln Antriebskonzept für Sealander

Eine knifflige Aufgabe erwartet die 233 Studierenden, die in diesem Jahr von heute (06.11.) bis zum kommenden Montag (13.11.17) am mittlerweile elften Durchgang des Erstsemesterprojekts startIng! an der Fachhochschule (FH) Kiel teilnehmen. Eingeteilt in 21 interdisziplinäre Teams haben die Studierenden der Fachbereiche Informatik und Elektrotechnik sowie Maschinenwesen eine Woche Zeit, um für den Ingenieurdienstleister Ferchau ein Antriebskonzept für den SEALANDER 680 zu entwickeln.

Die Kieler Firma SEALANDER GmbH hat mit dem ersten Modell, dem SEALANDER 360, eine kleine mobile Freizeitbehausung auf den Markt gebracht, die als Wohnwagen und Motorboot genutzt werden kann. Gemeinsam mit FERCHAU soll nun das 680er Modell zur Marktreife gebracht und mit 7, 50 Metern Länge und einer Vollausstattung für bis zu sechs Personen das obere Marktsegment erschlossen werden. 

„Wir als FERCHAU Engineering GmbH freuen uns, bereits zum zweiten Mal als Projektpate startIng! begleiten zu dürfen. Mit der SEALANDER GmbH, der wir als strategischer Partner im Bereich der Entwicklung und Konstruktion als Know-how-Träger zur Seite zu stehen, konnten wir ein einzigartiges Unternehmen als Sparringpartner für startIng! gewinnen. Gerade um neue Impulse und Ideen zu kreieren, bietet das startIng!-Projekt der FH Kiel genau die richtige Plattform“, ist David Laczkowski, Leiter Technisches Büro FERCHAU, überzeugt.

Die technischen Ansprüche an das Antriebskonzept sind hoch. Der Antrieb muss über und unter Wasser funktionieren und eine Manövrierfähigkeit gewährleisten, die auch bei ungünstigen Windbedingungen sichere Anlegemanöver ermöglicht. Bestenfalls soll die Steuerung auch unabhängig vom Steuerpult erfolgen können, weitere Applikation und digitale Features, Stichwort smart home, sind durchaus erwünscht.

Unterstützt werden die Erstsemester bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe durch sogenannte Fach- und Team-Coaches, in Ingenieurfragen sind dies Studierende höherer Semester der technischen Fachbereiche, in Fragen des Team-Building und der Methodik Studierende vom Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit. Um optimal auf ihre Aufgabe vorbereitet zu sein, haben die 26 jungen Männer und Frauen Ende September bereits einen Probedurchlauf der Projektwoche durchgeführt.

NORDMETALL unterstützt das Projekt startIng! finanziell und ideell bereits seit vielen Jahren. „Für uns gilt diese Idee als eine nachgewiesenermaßen sehr wirksame Möglichkeit, die Studienabbruchquote in den beteiligten Bereichen an der FH Kiel signifikant zu senken“, so Peter Golinski, Geschäftsführer Bildung und Arbeitsmarkt des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie. „Das Hineinspringen in kaltes Praxiswasser unter Betreuung macht deutlich, mit welch‘ hochinteressanten Aufgaben künftige Ingenieure zu tun haben werden und wie sehr sich für wirklich Interessierte auch das Durchhalten lohnt.“

Das Konzept von startIng! wurde 1998 von der Technischen Universität Darmstadt entwickelt und wird deutschlandweit an vier Hochschulen angeboten; seit 2006 an der FH Kiel, 2007 an der Fachhochschule FH Aachen und seit 2017 an der Technischen Universität Dresden. Im Rahmen des Verbunds team:praxis entwickeln die vier Hochschulen das Projekt in enger Abstimmung weiter.

Hinweis für die Presse
Interessierte sind herzlich eingeladen, die Arbeit in der Projektwoche vom Montag, 06. bis Freitag, 10. November 2017 ganztags zu erleben und an der Abschlussveranstaltung mit sechs Finalvorträgen am Montag, 13. November von 14 bis 17.30 Uhr im Audimax der Fachhochschule Kiel, teilzunehmen.

Zwecks Absprache wenden Sie sich bitte direkt an die beiden Projektverantwortlichen:
Prof. Dr.-Ing. Jan Henrik Weychardt (Fachbereich Maschinenwesen)
E-Mail: jan.henrik.weychardt(at)fh-kiel.de

Prof. Dr. Harald Jacobsen (Fachbereich Informatik und Elektrotechnik)
E-Mail: harald.jacobsen(at)fh-kiel.de

Veröffentlicht: Kiel, 06. November 2017





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  Diese Seite wurde zuletzt am  16.11.2017  aktualisiert