Unsere Preisträger
1. Preis
Andrea Kühne, Benjamin Viethen – "Triosence – When Christmas Comes Around"Die Jury möchte nicht den Winter verlängern, aber über ein paar nachträgliche Weihnachtsgefühle und bisschen Herzlichkeit freuen wir uns auch noch im Februar.
Zart und reduziert nimmt uns das Musikvideo unserer Preisträger auf eine sehr verspielte Reise. Wir schweben passend zur Musik durch einen Raum voll animierter Illustrationen: Vom Kuss unterm Mistelzweig über Engel und Renntiere bis zur Weihnachtspyramide werden alle klassischen Weihnachtsmotive aufgegriffen und fügen sich harmonisch in die Strophen ein. Die verschiedenen Grafiken und Bilder lösen sich auf, entwickeln sich zu neuen Formen oder zerfallen zu kleinen Schneeflocken.
Vor allem die Kombinationen und Übergänge der einzelnen Figuren sind wunderbar umgesetzt: Da fahren Schlitten über Notenlinien, Weihnachtsschmuck hängt an Klaviertasten und Sterne werden zu Geschenken. Die Typografie wirkt wie mit Feder geschrieben; Textzeilen schlängeln sich wie Geschenkband durchs Bild. Die leicht auf alt getrimmte, aber dennoch schlichte schwarz-weiß-Anmutung lässt den Betrachter in Rehaugen tauchen ohne dabei kitschig zu sein.
Neben der technischen Umsetzung und den vielen Ideen hat vor allem das stimmige Gesamtkonzept das Herz der Jury erwärmt.
Für die beiden Preisträger habe ich nun auch nur die wärmsten Glückwünsche – wir gratulieren Andrea Kühne und Benjamin Viethen ganz herzlich zum 1. Platz des Dr. Hans Hoch Preises für Medienkunst 2012!" ( Quelle )
3. Preis
René Raab - "Smalltown Kiel""Ich möchte Sie einstimmen auf den 3ten Platz des Dr. Hans Hoch Medien-Preises 2011. Und dazu - will ich Sie nach Hamburg entführen.
Dort gibt es etwas, was die Herzen vor allem der Männer höher schlagen lässt. Und, ich meine nicht die Reeperbahn, meine Damen! Am Hamburger Hafen, kurz vor der neuen Hafencity mit der stets teurer werdenden Elbphilharmonie gibt es das Miniaturwunderland. Seit über 10 Jahren sind dort zigtausende von Besuchern durchgegangen, mit großen Augen haben sie gestaunt und immer wieder neue liebevolle Details entdeckt. Auch meine Frau und ich zählen dazu. Alles bewegt sich dort im Maßstab 1:87: Modellzüge, Modellautos, Riesenräder, mittlerweile sogar Flugzeuge. Nur die Menschen, die stehen dort wie eingefroren herum. Das wäre doch was, könnte man die kleinen Modellfiguren auch noch zum Leben erwecken. Stellen Sie sich einmal vor, das wäre möglich.
Nein natürlich ist es das nicht. Aber, wenn doch, könnte man dort dann ganz alltägliche Geschichten zeigen, den Jogger mit Hund, Radfahrer, Autofahrer, die Ihre Autos verlassen und zum Einkaufen gehen. Ja, und selbst die vielbestaunte Feuerwehr, die im Miniaturwunderland im 15-Minuten-Takt ein Feuer löscht, könnte das real tun. Verrückt, nicht wahr?
Nun, wenn es dort nicht geht, dann muss man es eben anders herum machen. Wir nehmen die Wirklichkeit und lassen Sie so aussehen, als wäre es die Modellbahn. Wie das geht, würde ich Ihnen gerne erzählen, aber vor dem Trommelwirbel erlaubt Peter Willers mir das das nicht. Deswegen jetzt zunächst einmal der …
Der Film, den wir Ihnen gleich vorführen wollen, hat die Jury in ein sehr reales Miniaturwunderland entführt. Mit modernen Techniken und einem ziemlich tiefen Griff in die Trickkiste der Filmemacher genießen wir gleich einen Film, der einen Tag bzw. fast ein Jahr, im Leben der Stadt Kiel zeigt und diese dabei so klein und miniaturisiert wie das berühmte Vorbild in Hamburg wirken lässt.
"Small Town Kiel" hätte für mich, der ich 15 Jahre in Kiel gelebt hat, durchaus noch länger als die erlaubten 5 Minuten dauern dürfen. Das Video war rundum so stimmig, dass die Jury sehr gerne diese Produktion auf Platz drei des Dr. Hans-Hoch-Medienpreises 2010 gesetzt hat." ( Quelle )

