Wissenschaft gegen die Uhr

von Christin Beeck

Prof. Dr. Jan Henrik Weychardt beim Vortrag.

Leistungselektronik, Offshore, Treibsel, Biogas und rechtliche Fragen – die wissenschaftliche Großveranstaltung „Science Match Future Energies 2017“ am 6. Dezember hat es geschafft, ganz unterschiedliche Ansätze zum Thema erneuerbare Energien unter ein Dach zu bringen. Das Konzept der Veranstaltung von „Der Tagesspiegel“ und schleswig-holsteinischer Landesregierung: 102 Vortragende, die jeweils drei Minuten Zeit hatten, ihr Thema zu präsentieren. Und wer überzog, den holte der Nikolaus von der Bühne. Weiterlesen

Segeln an der FH

von Kriske Heinemeier

In der aktuellen Ausgabe des Campusmagazins viel. berichten wir ab Seite 64 ausführlich vom Segelverein PTSK. Aber Kiel trägt ihren Beinamen „Sailing City“ nicht zufällig und so gibt es am gleichen Schwentinehafen auch noch die Hochschul-Segelgrupe.

Studieren in der Kiel Sailing City und noch nie selbst gesegelt? Das ist leider viel zu häufig der Fall, obwohl es meist nicht an mangelndem Interesse liegt. Aber welcher Studi kann sich schon ein eigenes Boot leisten? Diesen Nachteil gibt es bei der Segelgruppe der FH Kiel e.V. (SGFH, www.segelgruppe-kiel.de) nicht. Seit über 60 Jahren bietet der gemeinnützige Verein seinen Mitgliedern die Möglichkeit, eines seiner fünf Segelboote zu nutzen oder zu gemeinsamen Touren aufzubrechen.

Segeln können muss man übrigens auch nicht, wenn man der SGFH beitreten will. Thorsten Althoff ist Vorstandsvorsitzender der SGFH und kam 2008 während seines Schiffbaustudiums an der FH Kiel ohne jegliche Vorkenntnisse zur Segelgruppe. Mittlerweile ist er berufstätig. „Vom Umgang mit dem Material bis zu komplizierten Segelmanövern habe ich alles in der SGFH gelernt. Und ich bin bis heute geblieben.“ Wer dem Verein beitritt, macht mit der Unterstützung der SGFH die notwendigen Segelscheine, dann sind auch eigene Segeltouren möglich. Für unerfahrene Segler eignen sich die zwei Jollen der SGFH. „Dafür braucht man dann keinen Segelschein, sondern legt nur einen kleinen Praxistest ab“, erklärt Vereinsmitglied und Schriftwart Kai Schlösser, der ebenfalls über sein Studium an der FH Kiel zur SGFH gefunden hat.

Regelmäßig treffen sich die rund 50 aktiven Mitglieder zum gemeinsamen Feierabendsegeln. „Das Vereinsleben ist vielfältig und macht großen Spaß. Wir segeln gemeinsam, halten die Boote und das Material in Stand und fahren jedes Jahr auch auf größere Touren“, berichtet Althoff. Die letzte Geschwaderfahrt fand im letzten Frühjahr statt. Mit vier Booten und zwölf Vereinsmitgliedern ging es für vier Tage von Kiel in die Schlei und die dänische Südsee. „Unsere Touren sind jedes Mal ein Highlight. Es ist schon etwas Besonderes, mehrere Tage auf einem Boot zu leben. Wir haben immer viel Spaß“, berichtet Schlösser.

Das Vereinsleben der SGFH ist bunt, nicht nur wegen der abwechslungsreichen Aktivitäten. Auch die Mitglieder der Segelgruppe kommen aus den verschiedensten Bereichen. Obwohl der Verein die FH Kiel im Namen trägt, müssen die Mitglieder nicht unbedingt auch Hochschulangehörige sein. „Es ist keine Voraussetzung, an der FH Kiel oder einer anderen Hochschule zu studieren. Unsere Mitglieder kommen aus allen Altersklassen und üben ganz unterschiedliche Berufe aus“, so Althoff. Insofern freue sich der Verein über jedes neue Mitglied, egal ob Studierender oder nicht.

Trotzdem arbeiten die SGFH und die FH Kiel sehr eng miteinander zusammen. So ist der Verein beispielsweise im Hochschulsport der FH Kiel organisiert. Außerdem stellt die Hochschule der Segelgruppe drei Liegeplätze zur Verfügung. Seit 2014 liegen die drei größten Segelboote im Hafen des PTSK, dem Segelverein direkt an der Mensa des FH-Campus. Das Flaggschiff des Vereins ist die „Trigon 4“, eine 37-Fuß-Yacht. Wer Interesse am Segeln hat oder einfach ausprobieren will, kann dies zu den regelmäßigen Schnupperterminen tun. „Gerade jetzt zu Semesterbeginn erwarten wir wieder einige Neuzugänge und sind schon auf neue Vereinsmitglieder gespannt“, freuen sich Althoff und Schlösser.

 

Künstlerin im Gespräch: Ulrike Theusner

Interview von Jessica Sarah Schulz

Frau Theusner, Sie sind eine international renommierte Künstlerin und haben bereits in Nizza, New York und Shanghai ausgestellt. Was reizt Sie daran Ihre Werke im Bunker-D zu präsentieren?
Der Ort an sich ist der totale Wahnsinn. Die Möglichkeit in solch einer Location auszustellen, bekommt man als Künstler nicht oft. Es ist ein Ort, der durch eine ambivalente Geschichte geprägt ist. Der Bunker-D ist ein Gebäude aus dem Krieg, welches von Zwangsarbeitern erbaut wurde. Heutzutage wird er gegen seine ursprüngliche Bestimmung verwendet und es finden dort ganz tolle Veranstaltungen statt. Es gibt Kinovorstellungen, Schauspiel auf der Bühne und regelmäßige Kunstausstellungen. Es ist ein Ort der Zusammenkunft geworden und das wiederum ist ein gutes Zeichen für unsere Gesellschaft! Weiterlesen

Meine Zeit als Mitglied des Firmenkontakttag-Teams

von Sina Reintjes

Und schon steht der Firmenkontakttag an der FH an – wie die Zeit vergeht. Es kommt einem noch wie gestern vor, dass im letzten Jahr rund 100 Firmen mit ihren Ständen das große Hörsaalgebäude belagerten und geballt im Audimax zu finden waren. Was mich die ersten Semester daran besonders interessiert hat? Ganz klar die Naschis und die ganzen Kugelschreiber – alles umsonst und perfekt für lange Vorlesungen. Weiterlesen

Künstler im Gespräch: Berthold Grzywatz

ein Interview von Safia Yasin

Mit dem Namen der Ausstellung „Garten des Menschen“ sind bestimmt nicht wörtlich unsere Gärten gemeint. Um welche Themen geht es bei Ihrer Kunst?
Meine künstlerischen Arbeiten unternehmen den Versuch, im Wege einer abstrakten Formensprache Bilder des Menschlichen zu entwerfen, den Menschen sowohl im Verhältnis zu sich selbst als auch in Beziehung zu seinen Mitmenschen und den Bedingungen seiner konkreten Situation zu begreifen. Da das Mensch sein stets historisch vermittelt ist, kann die Selbstverwirklichung des Einzelnen nicht nur unmittelbar durch sich selbst geschehen. Das im Titel der Ausstellung genannte Bild vom „Garten des Menschen“ verweist auf das Eingebunden sein in Ordnungen und Strukturen. Weiterlesen

Fahren unter Strom – Ein E-Mobil im Test

von Kriske Heinemeier

E-Autos sind momentan in aller Munde. Trotzdem sind in Kiel sind aktuell nur 0,18 Prozent aller zugelassenen PKW Elektrofahrzeuge. Geringe Reichweiten und fehlende Ladesäulen sind häufig genannte Gründe für die geringe Verbreitung. Der Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer ist trotzdem überzeugt: „Wer schon einmal ein E-Auto ausprobieren konnte, ist begeistert.“ Stimmt das? Davon wollte Kriske Heinemeier sich selbst überzeugen und durfte eines der E-Mobile der FH Kiel, einen Peugeot iOn, testen.

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