Außerirdische Pfefferminze im Bunker-D

Die Wolfsburger Künstlerin Stefanie Woch gestaltet zusammen mit der Hamburger Malerin Svenja Maaß die nächste Ausstellung im Bunker-D. Im Interview mit Safia Yasin verrät Svenja Maaß, was die Besucher erwartet.

Svenja Maaß zeigt eine Auswahl ihrer Arbeiten im Bunker-D. Foto: Miguel Ferraz

Wie kam es zu der Idee, eine gemeinsame Ausstellung zu machen? Ihre Kunst ist ja doch sehr unterschiedlich.

Ursprünglich war eine Einzelausstellung mit meinen Arbeiten angedacht. Der Bunker D ruft jedoch geradezu danach, nicht ausschließlich Wände, sondern auch den Raum selbst zu bespielen. Ein Konzept für eine gemeinsame Ausstellung mit den Installationen von Stefanie Woch in Kombination meinen Malereien fand‘ ich sehr reizvoll.

Was erwartet die Besucher Ihrer Ausstellung im Bunker-D?

Eine ganze Plantage mit außerirdischer Pfefferminze! (lacht)
Nein ernsthaft, mit unseren Malereien und Installationen wollen wir einen seltsamen Kosmos aus Lebewesen, Pflanzen und Landschaft entstehen lassen, der augenzwinkernd Realität und Wahrnehmung hinterfragt.

Um welche Themen geht es bei Ihrer Kunst? Gibt es Gemeinsamkeiten?

So unterschiedlich unsere Arbeiten auch sind: Sie fußen hier wie da auf einer sehr genauen, wenn auch komplett unwissenschaftlichen Naturbeobachtung. Wie sind die Dinge beschaffen? Wie könnten sie noch sein? Unsere Techniken sind –inzwischen- recht unterschiedlich (wir haben in der gleichen Fachklasse Malerei an der HBK Braunschweig studiert), die Ergebnisse sind es entsprechend auch. Aber wir gehen immer wieder mit ähnlichen Fragen ins Atelier.

Mit ihren Installationen hinterfragen die Künstlerinnen augenzwinkernd Realität und Wahrnehmung. Foto: Heiko Strunk

Welche Kunstwerke sollte man sich unbedingt genauer anschauen?

Alle selbstverständlich! Wir bringen Vorder- und Hintergründiges mit, Offensichtliches, aber eben auch Dinge, die sich erst auf den zweiten Blick erschließen.
Was zunächst natürlich, pflanzlich oder landschaftlich anmutet, ist in Wahrheit hochartifiziell: Aus Wolle und Wäscheleine, Biegedraht, Beton, Kabelbindern, Staubwedeln und Konfetti bestehen die Objekte von Stefanie Woch.
Ich bringe neben größeren Arbeiten auf Leinwand eine Serie von übermalten Buchseiten mit. Meine malerischen Eingriffe sind teilweise so dezent, dass man gut daran tut, genau hinzuschauen um zu erkennen, wo ich mich in das Ausgangsmaterial „eingeschlichen“ habe.
Vielleicht findet ja auch tatsächlich jemand außerirdische Pfefferminze…

Gibt es für Sie einen besonderen Anreiz an einem ungewöhnlichem Ort wie dem Bunker-D auszustellen?

Zunächst einmal war es reizvoll für uns, mit einem im besten Sinne so kunstverrückten Menschen wie Klaus Michael Heinze, Kanzler der FH Kiel und Initiator der Ausstellungen dort, zusammenzuarbeiten! Der Bunker-D ist natürlich ein sehr dominanter Raum, wir sind gespannt, was wir ihm entgegensetzen können!

Kombiniert in ihren Werken Wolle mit verschiedenen Materialien: Stefanie Woch. Foto: Heiko Strunk

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 8. März, um 18 Uhr durch Kanzler Klaus Heinze eröffnet. Sie ist bis zum 4. April während der regulären Öffnungszeiten des Bunker-D mittwochs von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Weitere Termine sind nach Vereinbarung unter bunker-d@fh-kiel.de möglich.

Blackout durch Cyberangriffe in Schleswig-Holstein?

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Kühlschrank, Fernseher, Internet: Ohne Strom wären wir im täglichen Leben doch stark eingeschränkt. Zum Glück liegt Deutschland in Punkto Versorgungssicherheit weltweit auf einem der Spitzenplätze. Nur für ca. 12 Minuten pro Kopf und Jahr sind die Stromkunden hierzulande ohne elektrische Energie. Das sieht im restlichen Europa ganz anders aus, wo bis zu einige Stunden Stromausfall pro Jahr ganz normal sind. Doch kann dieses hohe Niveau auch in Zukunft gehalten werden, wo doch die Energieversorger im Rahmen der flächendeckenden Einführung von „Smart Metern“, also intelligenten, an das Internet angeschlossenen Stromzählern, immer angreifbarer für Hacker werden?  Weiterlesen

99 Sekunden über Likes und Leidenschaft

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Fünf Studierende des ersten Semesters Multimedia Production an der Fachhochschule Kiel haben sich mit ihrem Kurzfilm „Von Likes und Leidenschaft“ beim diesjährigen 99Fire-Films-Award beworben. Der Wettbewerb ruft Filminteressierte – vom absoluten Anfänger bis zum Profi – dazu auf, einen 99 Sekunden langen Film zu konzipieren, zu drehen und zu schneiden. Die Hürde dabei: Die Teilnehmer haben dafür nur 99 Stunden Zeit. Der Startschuss fiel am 1. Februar um 10 Uhr. Bis zum 5. Februar um 13 Uhr musste der fertige Film eingereicht sein. Weiterlesen

Sieben Wochen ohne

Fasten oder nicht? Bente Wunder (23, Studentin der Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation) macht sich Gedanken über die Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch begann.

Bente Wunder ist als studentische Hilfskraft in der Stabsstelle „Marketing und Kommunikation“ der FH Kiel beschäftigt.

„Sieben Wochen ohne“ – davon hört man in diesen Tagen häufiger. Sind die ausgelassenen Karnevalsfeiern vorbei, beginnt die traditionelle Fastenzeit: -Ab Aschermittwoch soll sieben Wochen lang auf etwas verzichtet werden – ob auf Alkohol, Zigaretten, Internet oder Süßigkeiten, das können ganz unterschiedliche Dinge sein. Weiterlesen

Künstlerin im Gespräch: Johanna Ludwig

Ein Interview von Jessica Sarah Schulz

Arne Rautenberg, Johanna Ludwig

Ab 11. Januar 2018 stellt Johanna Ludwig im Bunker-D aus. Arne Rautenberg führt während der Vernissage in das Werk ein. Foto: Kristiina Thiel

Sie waren bereits Ende des Jahres 2017 im Bunker-D beim Kunstmarkt zu Gast und haben eine Serie von neun Linoldrucken vorgestellt. Was fasziniert Sie am Bunker-D und was reizt Sie daran, Ihre Werke an diesem Ort in einer Einzelausstellung zu präsentieren? Weiterlesen

Wissenschaft gegen die Uhr

von Christin Beeck

Prof. Dr. Jan Henrik Weychardt beim Vortrag.

Leistungselektronik, Offshore, Treibsel, Biogas und rechtliche Fragen – die wissenschaftliche Großveranstaltung „Science Match Future Energies 2017“ am 6. Dezember hat es geschafft, ganz unterschiedliche Ansätze zum Thema erneuerbare Energien unter ein Dach zu bringen. Das Konzept der Veranstaltung von „Der Tagesspiegel“ und schleswig-holsteinischer Landesregierung: 102 Vortragende, die jeweils drei Minuten Zeit hatten, ihr Thema zu präsentieren. Und wer überzog, den holte der Nikolaus von der Bühne. Weiterlesen

Segeln an der FH

von Kriske Heinemeier

In der aktuellen Ausgabe des Campusmagazins viel. berichten wir ab Seite 64 ausführlich vom Segelverein PTSK. Aber Kiel trägt ihren Beinamen „Sailing City“ nicht zufällig und so gibt es am gleichen Schwentinehafen auch noch die Hochschul-Segelgrupe.

Studieren in der Kiel Sailing City und noch nie selbst gesegelt? Das ist leider viel zu häufig der Fall, obwohl es meist nicht an mangelndem Interesse liegt. Aber welcher Studi kann sich schon ein eigenes Boot leisten? Diesen Nachteil gibt es bei der Segelgruppe der FH Kiel e.V. (SGFH, www.segelgruppe-kiel.de) nicht. Seit über 60 Jahren bietet der gemeinnützige Verein seinen Mitgliedern die Möglichkeit, eines seiner fünf Segelboote zu nutzen oder zu gemeinsamen Touren aufzubrechen. Weiterlesen

Künstlerin im Gespräch: Ulrike Theusner

Interview von Jessica Sarah Schulz

Frau Theusner, Sie sind eine international renommierte Künstlerin und haben bereits in Nizza, New York und Shanghai ausgestellt. Was reizt Sie daran Ihre Werke im Bunker-D zu präsentieren?
Der Ort an sich ist der totale Wahnsinn. Die Möglichkeit in solch einer Location auszustellen, bekommt man als Künstler nicht oft. Es ist ein Ort, der durch eine ambivalente Geschichte geprägt ist. Der Bunker-D ist ein Gebäude aus dem Krieg, welches von Zwangsarbeitern erbaut wurde. Heutzutage wird er gegen seine ursprüngliche Bestimmung verwendet und es finden dort ganz tolle Veranstaltungen statt. Es gibt Kinovorstellungen, Schauspiel auf der Bühne und regelmäßige Kunstausstellungen. Es ist ein Ort der Zusammenkunft geworden und das wiederum ist ein gutes Zeichen für unsere Gesellschaft! Weiterlesen