Schüler*innen stellen "Jugend forscht"-Projekte auf dem Campus vor

Erstellt von Leon Gehde

Am Montag, den 23. August 2021, trafen um 16.30 Uhr neun Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heine-Schule (Heikendorf) in Begleitung ihres Oberstufenleiters am frisch eingerichteten Jugendcampus der Fachhochschule Kiel ein. Die Mädchen und Jungen nehmen am Programm ‚Jugend forscht‘ teil und wollten ihre ersten Forschunsprojekt-Ideen vorstellen und diskutieren. Bereits im Vorfeld freute sich die einladende Projektkoordinatorin des Jugendcampus, Sabrina Schönfeld, ganz besonders: „Endlich können wir das erste Mal seit Pandemiebeginn wieder Schüler*innen bei uns auf dem Campus begrüßen."

In ihrer Einführung erklärte Schönfeld, welche AGs und Tagesprogramme im kommenden Semester für Schüler*innen im Rahmen des Jugendcampus an der FH Kiel angeboten werden. Der Nachfrage eines Schülers zu einer der AGs, ob sich diese nicht zeitlich mit den Lehrveranstaltungen an seiner Schule beiße, versicherte der mitgereiste Oberstufenleiter Wilfried Wentorf vergnügt-gelassen: „Das kriegen wir schon hin“.

Die Schüler*innen präsentierten den aktuellen Stand ihrer Forschungen. Unter anderem ging es dabei um Dachziegel mit Photovoltaik-Technik. Diese könnten zukünftig jedes Gebäude zum Energieerzeuger zu machen. Ein anderes Forschungsprojekt befasste sich mit neuen Möglichkeiten, Plastikmüll zu einem vielseitig wiederverwertbaren Granulat zu verarbeiten. Proben solcher Recycling-Stoffe wurden auch als Anschauungsmaterial herumgereicht.

Zu den verschiedenen Forschungsvorhaben gab es professionelles Feedback von sichtlich beeindruckten FH-Professor*innen. Dazu zählten Prof. Dr. Andreas Luczak, der sich am Institut für Physik und Allgemeine Elektrotechnik auch mit Fragen der Nachhaltigkeit beschäftigt und Prof. Dr. Sabah Badri-Höher vom Institut für Informationstechnik und Embedded Systems, neue Leiterin des Roberta-RegioZentrums. Das Zentrum der Fachhochschule Kiel vermittelt für Schüler*innen spielerisch-praktische bis anspruchsvolle Robotik-Workshops in Zusammenarbeit mit Hochschul-Fachbereichen. Ebenfalls dabei waren der ehemalige Leiter des Zentrums Prof. Dr. Gerhard Waller, Prof. Dr. Ingrid Mauritz-Boeck als Expertin für Kunststofftechnik und Prof. Dr.-Ing. Jens Ehlers als Experte für künstliche Intelligenz. Im Anschluss an die Feedback-Runde nahmen sich die Professores Zeit für die einzelnen Forschungsgruppen, um die jeweilige Fortsetzung ihrer Projekte zu besprechen.

Zum Abschluss bot Prof. Badri-Höher aufgrund des großen Interesses noch spontan eine Tour durch das Unterwasser-Robotik-Labor ihres Instituts. Nach einer herzlichen Verabschiedung zeigte sich Jugendcampus-Koordinatorin Sabrina Schönfeld zufrieden. „Das war ein gutes Treffen“, sagte sie lächelnd und freut sich schon jetzt auf die nächste Zusammenkunft mit den jungen Forscherinnen und Forschern.

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