Große Vielfalt auch in den 26. IDW: Von Altersarmut bis Fabrikplanung

Erstellt von Mariesa Brahms

Wieder waren die Interdisziplinären Wochen (IDW) eine Gelegenheit für alle Studierenden der FH Kiel, sich interessengeleitet und studiengangsübergreifend mit den verschiedensten Themen zu befassen. Gut die Hälfte der fast 200 vom 2. bis 13. Mai angebotenen Veranstaltungen der 26. IDW waren ausgebucht, oftmals sogar überbucht. Etwa 70 Prozent fanden in Präsenz statt und rund 30 Prozent als Online-Format.

Die Interdisziplinären Wochen wurden vor mehr als zehn Jahren vom damaligen Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Udo Beer eingeführt. Seit 2009 haben Studierende der Fachhochschule Kiel und anderer Hochschulen des Landes jedes Semester die Möglichkeit, an einer breiten Auswahl an Veranstaltungen teilzunehmen.

Zahlreiche Veranstaltungen der 26. IDW griffen aktuelle Themen auf, zum Beispiel der Vortrag „Ausfahrt aus der Altersarmut“, die Workshops „Energieversorgung ohne russische Importe“ oder „Ernährung der Zukunft“. Eingebettet in die Interdisziplinären Wochen war auch der Tag der Lehre, der unter dem Motto „Lehren und Lernen in einer digitalen Welt“ stand. Hier wurden unter anderem Beispiele aus der Lehrpraxis verschiedenster Studiengänge vorgestellt und diskutiert.

Außerdem standen Projekte mit Praxisbezug auf dem Programm: Die Studierenden konnten beispielsweise einen mobilen Großküchengrill konstruieren und fertigen oder Prinzipien des Game Designs anhand von Brettspiel-Entwürfen erproben. Exkursionen führten unter anderem zu maritimen Unternehmen. Annette Göder vom Team der IDW erklärt: „Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist heute besonders notwendig, denn die Probleme einer komplexen Welt machen vor den Disziplingrenzen nicht Halt.“

Dass die Fachhochschule vielseitige Lehre kann, beweist sie in jedem Semester aufs Neue. Dafür ist das Organisationsteam im IDW-Büro verantwortlich. Und zwar das ganze Jahr über. „Nach den IDW ist vor den IDW“, sagt Göder. Konkret heißt das: Die Prüfung der Teilnehmendenlisten, das Ausstellen von Zertifikaten, die Verbuchung der Leistungspunkte und vieles mehr stehen nun an.

Das vom IDW-Team erstellte Zertifikat zeigt für jede*n Student*in die besuchten Veranstaltungen inkl. Leistungspunkten und ist etwa zu Semesterende im Fachbereichssekretariat abholbereit. Um die Leistungspunkte für die Interdisziplinäre Lehre (IDL) nutzen zu können, ist es erforderlich, die Zertifikate zu sammeln, bis 5 Leistungspunkte erreicht sind, und dann beim zuständigen Prüfungsamt die Anerkennung als IDL zu beantragen. Wichtig dafür ist: Die besuchten IDW-Veranstaltungen dürfen keine wesentliche Übereinstimmung mit Pflicht- oder fachaffinen Wahlmodulen des jeweiligen Studienganges aufweisen.

Übrigens: Das IDW-Büro ist immer auf der Suche nach Studentischen Hilfskräften, die das Team ergänzen. Die wichtigsten Voraussetzungen sind die Lust auf Teamarbeit und administratives Arbeiten. Wer Interesse hat, kann sich unter annette.goeder(at)fh-kiel.de melden.

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