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Coronavirus: FAQ für Beschäftigte der FH Kiel

Stand: 10.11.2022 - 16:28 Uhr (das Neueste steht oben)

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Bitte reichen Sie die Quarantäneverfügung nach Erhalt als Scan oder Kopie in der Personalabteilung ein.

Sofern Sie im Beamtenverhältnis stehen, gilt folgendes: Es handelt sich um genehmigtes Fernbleiben vom Dienst gem. § 67 I LBG i.V.m. IfSG). Die Besoldung wird weitergezahlt.

Für Tarifbeschäftigte gilt § 616 BGB i.V.m IfSG. Das Entgelt wird für die ersten sechs Wochen fortgezahlt, danach besteht ein Entschädigungsanspruch nach § 56 IfSG.

Findet die Quarantäne-Maßnahme zu Hause statt und ist dort die Arbeit im Homeoffice möglich, ist diese Möglichkeit selbstverständlich zu nutzen. Diese Pflicht entfällt, wenn eine erkrankungsbedingte Arbeitsunfähigkeit besteht.

Wie lange gilt der erweiterte Anspruch auf Kinderkrankengeld?

Tarifbeschäftigte, die selbst ebenso wie ihr Kind bzw. ihre Kinder gesetzlich krankenversichert sind:

Es besteht weiterhin ein erweiterter Anspruch auf Kinderkrankengeld und Freistellung bei der Beaufsichtigung, Betreuung und Pflege eines erkrankten Kindes bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres für Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung nach § 45 Abs. 2a SGB V bis zum 31. Dezember 2023.

Soweit dieser Anspruch für Fälle besteht, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird, weil die Schule oder die Betreuungseinrichtung pandemiebedingt ganz oder teilweise geschlossen ist, gilt diese Regelung bis zum 07.04.2023.

Tarifbeschäftigte, die dem Grunde nach keinen Anspruch auf Freistellung nach § 45 SGB V haben, weil sie selbst oder das Kind bzw. die Kinder nicht gesetzlich krankenversichert sind:

Für Tarifbeschäftigte, die dem Grunde nach keinen Anspruch auf Freistellung nach § 45 SGB V haben, weil sie selbst oder das Kind bzw. die Kinder nicht gesetzlich krankenversichert sind, findet weiterhin die Regelung für die Beamtinnen und Beamten mit der Maßgabe Anwendung, dass eine Bewilligung von Arbeitsbefreiung für zunächst drei Arbeitstage nach § 29 Abs. 3 TV-L erfolgt. Die Arbeitsbefreiung kann bei weiterem Vorliegen der Voraussetzungen jeweils für weitere drei Tage verlängert werden

Beamtinnen und Beamte:

Für die Beamt*innen findet bei der Betreuung von erkrankten Kindern, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, § 13 Absatz 2 SUVO Anwendung. Zur Vermeidung von persönlichen Härten können auch im Kalenderjahr 2023 im Einzelfall in gebotenem Umfang zusätzliche Beurlaubungstage nach § 20 SUVO i.V.m. § 13 Absatz 2 SUVO gewährt werden.

Soweit die Inanspruchnahme dieser zusätzlichen Tage für Fälle erforderlich ist, in denen einen Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird weil die Schule oder die Betreuungseinrichtung pandemiebedingt ganz oder teilweise geschlossen ist oder deren Betreten auch aufgrund einer Absonderung untersagt oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wird und eine andere Person zur Betreuung des Kindes nicht zur Verfügung steht, ist auf begründeten Antrag – unter Abwägung der dienstlichen und privat-familiären Interessen der Betroffenen Sonderurlaub nach § 20 SUVO möglich, sofern die Dienstleistung weder in der Dienststelle noch im Homeoffice beziehungsweise nicht in der Form des mobilen Arbeitens neben der Kinderbetreuung erbracht werden kann; diese Möglichkeit der Freistellung gilt bis zum 7. April 2023.

Was ist bei einer akuten Pflegesituation zu beachten?

Der Zeitraum, für den die Inanspruchnahme einer erweiterten Freistellung von bis zu 20 Arbeitstagen bei einer akuten Pflegesituation (Akut-Pflege aufgrund der COVID-19-Pandemie) in Betracht gezogen werden kann, wird bis zum 30. April 2023 verlängert.

Das wird in der Weise auf den Beamtenbereich übertragen, dass im Einzelfall bis zu 10 Arbeitstage nach § 20 SUVO i.V.m. § 13 Abs. 3 SUVO als Sonderurlaub bewilligt werden können (vgl. § 9 Abs. 1 Pflegezeitgesetz).
Diese Regelung endet zum 30. April 2023.