„wie geht leben“ von Gagel und Uschi Koch

Vom 18. Oktober bis 16. November 2011 stellten Uschi Koch und Gagel gemeinsam im Bunker-D  Fotografien, Skulpturen aus Beton und eine Rauminstallation mit fluoreszierenden Elementen aus.

Die beiden Künstlerinnen widmeten sich den Fragen, warum der Tod einen so schlechten Ruf hat, ob die Begriffe „richtig“ und „falsch“ in Bezug auf Leben und Tod überhaupt verwendet werden können und was das Leben denjenigen bringt, die permanent auf die Hilfe anderer angewiesen sind, weil ihr Körper es nicht anders zulässt.

Die gebürtige Pinnebergerin Gagel ist vor allem als Fotografin bekannt. Zur Ausstellung brachte sie beispielsweise eine Fotomontage mit, auf der zupackende Hände und Arme sich zu einem kraftvollen Ornament verschränken. Den Fokus legte sie dieses Mal jedoch auf eine Lichtinstallation. In grün fluoreszierenden Buchstaben und umrahmt von Sonnenblumen leuchtete der Satz „Übe, elegant zu sterben“ am Boden eines abgedunkelten Raumes.

Uschi Koch zeigte ihre „Freaks“ – so nennt sie die aus Beton gegossenen Köpfe und Teilfiguren. Anregung holte sich die Künstlerin bei dem gleichnamigen Film von Tod Browning, in dem Menschen mit körperlichen oder geistigen Besonderheiten gezeigt werden, ohne diese gebrechlich oder hinfällig darzustellen. Die Gesichtszüge der Köpfe wirkten außergewöhnlich realistisch. Aus blauen oder grünen Augen warfen sie listige, schüchterne oder debile Blicke in die Räume des Bunker-D.

Daneben zeigten die beiden noch eine aus Knautschzonenfotografie bestehende
Gemeinschaftsarbeit.

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