„[cache]" von Andrea Flemming und Imke Freiberg

 

Vom 18. April bis zum 15. Mai 2013 zeigten Andrea Flemming und Imke Freiberg in ihrer Gemeinschaftsausstellung eine Kombination verschiedener Objekte, Fotografien und Materialmontagen.

Wörtlich genommen nutzten die beiden Künstlerinnen Imke Freiberg und Andrea Flemming den Bunker-D als Versteck für ihre raumbezogenen Installationen. Wie der einfache EDV-Pufferspeicher, der Informationen in Blöcken sichert und zu einem neuen Gebilde zusammensetzt, kombinierten sie vorhandene und neue Arbeiten mit den besonderen Räumlichkeiten.

Imke Freiberg stellte „das eigentlich Nebensächliche“ in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Mit Ornamenten, Formen und Mustern verzierte sie im Alltag gegenwärtige Spuren, die unbewusst Stimmungen und Assoziationen vermitteln. So ließ sie beispielsweise von ihr mit einem braunroten Blütenornament individuell bearbeitete Fliesen über Wände und Boden wuchern. Die Ordnung der Fliesen setzte Freiberg bewusst in Gegensatz zum Eigenleben des Musters, das durch die Brennvorgänge und Farbmengen unterschiedlich stark verwittert wirkte.

Andrea Flemming arbeitete vor allem mit glatten und spiegelnden Oberflächen. Mit Spiegeln beschäftigt sie sich sowohl malerisch als auch historisch. Einerseits zeigte sie Glasplatten, die sie mit Lüsterfarbe und Krakelee bearbeitet hatte, um die Gleichmäßigkeit zu stören und einen Alterungsprozess vorzutäuschen. Andererseits präsentierte sie aber auch Originalspiegel aus dem Baseler Gefängnis Schällematteli aus, die deutliche Gebrauchsspuren und alte Schriftzüge aufweisen. Beide Arbeitsweisen ließen die Bunkerräume verzerrt und neu erscheinen.

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