„Zeitzeichen“ – Fotografien von Reinhard Zielonka im Bunker-D

von Katja Jantz

„Eventuell wird durch die Ausstellung auch mancher Denkmalschützer aufmerksam“, hofft Reinhard Zielonka. In „Zeitzeichen“ präsentiert der Fotograf an der Fachhochschule (FH) Kiel Aufnahmen von Fassaden und Gebäuden, die noch im Stil der 1950/60er Jahre erhalten sind. Die Vernissage findet am 14. März 2013 um 18 Uhr in der Galerie des Bunker-D statt.  

Mit seinen Fotos möchte Reinhard Zielonka die Augen für die langsam verschwindenden, architektonischen „Zeitzeugen“ öffnen. Jenseits jeglicher Nostalgie sei es wichtig, sie ins kollektive kulturelle Gedächtnis aufzunehmen, was das aktuelle Denkmalschutzgesetz leider erschwere. „Ich denke, mein sachlicher Ansatz in der Fotografie kommt mir bei meinem Anliegen entgegen“, so Zielonka. „Meine Auswahl ist bewusst nur exemplarisch – neben wirklich Erhaltenswertem finden sich auch so manche stilistische Bausünden, z. B. Jugendstilfassaden, die mit Kacheln versehen wurden.“ Der Bunker-D als Ausstellungsort reizt den Fotografen, „weil es hier gelungen ist, die Erinnerung an den ursprünglichen Zweck dieses Bauwerks trotz der Umwidmung in ein Kultur- und Kommunikationszentrum zu erhalten.“  

Die Ausstellung „Zeitzeichen“ ist bis zum 10. April 2013 mittwochs während der regulären Öffnungszeiten des Bunker-D von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Weitere Termine nach Vereinbarung unter bunker-d(at)fh-kiel.de.

Hintergründe zum Künstler  

Nach seinem erstem Berufsleben als Starkstromelektriker in der Stahlindustrie Salzgitters absolvierte Reinhard Zielonka eine Fotografenausbildung und studierte anschließend „Visuelle Kommunikation“ an der Hochschule für GestaltungSchwäbisch Gmünd. Danach war der gebürtige Braunschweiger hauptsächlich als Musiker tätig. Als Fotograf hat er bereits an einigen Landesschauen teilgenommen und an diversen Gruppenausstellungen mitgewirkt.    

Weitere Informationen