Auf Spurensuche in der Galerie: Bunker-D feiert Jubiläumsausstellung


von Katja Jantz

Malereien, Zeichnungen, Klangarbeiten, Installationen, Plastiken, Fotos – in der Galerie des Bunker-D der Fachhochschule Kiel (FH Kiel) gab es in den vergangenen neun Jahren eine Menge an Kunstwerken zu bestaunen. Im März fand die 50. Ausstellung statt. Aus diesem Anlass eröffnet FH-Kanzler Klaus-Michael Heinze am Donnerstag, 16. April 2015, ab 18 Uhr die Jubiläumsausstellung „50 Ausstellungen im Bunker-D“. Sie vereint Reminiszenzen und Fragmente aller 66 Künstlerinnen und Künstler, die seit 2006 in der Galerie ihre Werke ausgestellt haben. Im Anschluss an die Vernissage lädt Heinze um 20 Uhr zur Präsentation des zu dieser Ausstellung entstandenen gleichnamigen Katalogs in den Senatssaal (Raum 7.09) am Sokratesplatz 2.  

„Diese bunte Mischung aus Einladungskarten und Plakaten, Fotos und Videos sowie originalen Werken soll die Erinnerungen an unsere ersten 50 Ausstellungen für vier Wochen wieder aufleben lassen“, erklärt Heinze, der den Bunker-D in seiner heutigen Form als Kultur- und Kommunikationszentrum etabliert hat. Im Mittelpunkt stünden ganz klar die bisher präsentierten Werksschauen und kreativen Ausstellungskonzepte. „Die Ausstellung spiegelt aber auch die besondere Wechselwirkung zwischen Bunker und Kunst wider – denn letztendlich geht es darum, die Einmaligkeit dieses Ausstellungsorts zu unterstreichen.“  

Zur Jubiläumausstellung erscheint auch ein erstes Bunker-Buch, das mithilfe des Malers und Buchkünstlers Vladimir Sitnikov entstanden ist. Es enthält Informationen zu den Künstlerinnen und Künstlern und fasst deren Ausstellungen als Kompendium zusammen. „Es ist kein klassischer Katalog mit kunstwissenschaftlichen Texten“, betont Heinze. Der Fokus liege nicht auf dem einzelnen Werk, der einzelnen Künstlerin oder dem einzelnen Künstler, sondern auf der Gesamtheit ihrer Werke im Kontext der Präsentation.  

Auf die Entwicklung des Galeriebetriebes ist das Bunkerteam sehr stolz. „Nach der ersten, sehr provisorisch ausgerichteten Ausstellung im Jahr 2006 war eine zweite kaum vorstellbar“, erinnert sich Heinze. Es gab weder fließendes Wasser, eine Heizung und sanitäre Anlagen noch direkte Stromzugänge in den Galerieräumen. Mittlerweile stellt das Team jährlich acht Ausstellungen auf die Beine, die schon weit im Voraus vergeben sind. „Während ich zu Beginn selbst die Initiative ergreifen und Künstlerinnen und Künstler davon überzeugen musste, bei uns auszustellen, treffen nun Anfragen aus nah und fern von allein ein“, freut sich Heinze.  

Die Ausstellung „50 Ausstellungen im Bunker-D“ ist bis zum 13. Mai 2015 mittwochs während der regulären Öffnungszeiten des Bunker-D von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Weitere Termine nach Vereinbarung unter bunker-dfh-kielde.

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