Verborgene Schätze auf dem FH-Campus: „Ich sehe was, was Du nicht siehst“

Nicht alle Kunstwerke auf dem Campus der Fachhochschule Kiel sind frei zugänglich – daher bietet die Hochschule nun auch eine kleine Online-Entdeckungsreise durch die kunterbunte Welt der CampusKunst, um einen Teil der verborgenen Schätze zu zeigen: Die Serie „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ umfasst insgesamt 15 Posts mit kurzen Texten sowie Werkfotos.

1. Katharina Kierzek „Das lange Elend“

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das glotzt Dich aus mindestens 75 Augen an. Wäre es nicht fest montiert, würde es mit seinen vielen kleinen Beinen wegkrabbeln und eine Spur aus Glitzer und Plastikschweinchen hinterlassen. Es ist bissig, vorne rosa-bunt, hintenrum braun – nicht, was Du jetzt denkst. Ach ja, und Vorsicht ist geboten, denn es motzt und hat 'ne Schrotflinte!

Gibt's doch gar nicht? Aber klar doch! Entdeckt im siebten Obergeschoss des WiSo-Hochhauses, im Senatssaal, in Katharina Kierzeks „Das lange Elend“ und digital auch hier zu sehen (https://fh-kiel.de/index.php?id=15692).

  

2. Lena Liv mit ihren Eisenboxen

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das ist schwer. Du kannst es zwar hochheben, aber vermutlich nicht alle sieben Teile auf einmal tragen. Es ist kalt und seine Oberfläche rau. Du wirst das Material an Deinen Fingern riechen können, wenn Du es anfasst – und das musst Du, um es zu öffnen. Darin findest Du die ganze Welt und wirst beim Betrachten selbst eingehend betrachtet werden.

Klingt mysteriös und irgendwie merkwürdig? Mach Dir selbst ein Bild im Café des Bunker-D oder öffne Lena Livs geheimnisvolle Eisenboxen digital unter https://fh-kiel.de/index.php?id=15357.


3. Michael Weisser „Strand:GUT“

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das sind eine tote Möwe und Haribo. Passt irgendwie nicht wirklich zusammen? Vielleicht wird das Bild klarer, wenn Du die blaue Flasche und die grüne, stumpf geschliffene Scherbe entdeckst. Oder spätestens, wenn Du den trockenen Büschel Seetang und die gestrandeten Algen betrachtest, die – ebenso wie die Scherbe und Flasche – bereits halb von feinem Sand eingeschlossen sind.

Entdeckt in der Serie „Strand:GUT“ von Michael Weisser, die in der Altbau-Villa im Heikendorfer Weg hängt und sich mit Resten von Natur und Zivilisation beschäftigt. Digital im Strandgut stöbern kannst Du hier (https://fh-kiel.de/index.php?id=14558#c49455).


4. Imke Freiberg „Trutz & Heim“

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das ist schnörkelig. Etwas Rosafarbenes kreucht und fleucht dort. Es windet sich durch die herzförmigen Öffnungen und sucht einen Weg nach draußen. Es läuft aus und tropft weiß und zähflüssig aus mehreren Metern Höhe. Doch finden die wimmelnden Tonstücke ihren Weg hinaus und werden die Porzellantropfen auf dem Boden aufschlagen? Schau doch einmal selbst nach.

Entdeckt im östlichen Treppenaufgang des Bunker-D in den Arbeiten „Trutz & Heim 1 und 2“ von Imke Freiberg (https://www.fh-kiel.de/index.php?id=15718).


5. Timo Schulz „Vogel 1 & 2“

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das hat 'nen Vogel! Sogar zwei – aber der zweite Kollege ist eher schüchtern und war zu einem Porträt auf Facebook nicht bereit. Doch wenn Du sie besuchst, ziehen beide Kreaturen langsam ihre Kreise über Deinem Kopf. Ihre Knochen klimpern sacht und die Federn rascheln im Luftzug. Beobachten Dich ihre leeren Augen nur aus Neugier? Oder lauern sie auf etwas und sind bereit, sich im nächsten Moment auf Dich zu stürzen?

Entdeckt und vorsichtig wieder geflohen vor „Vogel 1 und 2“ von Timo Schulz, die im westlichen Treppenhaus des Bunker-D ihre lauernden Kreise ziehen. Aus sicherem Abstand jedoch auch hier zu betrachten: https://fh-kiel.de/index.php?id=15715.


6. Gabriele Beismann „Kopflandschaft“

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das hat Köpfchen! Jedoch ohne Haut, Haare und Knochen… Hier zählen nur die inneren Werte – doch welche sind es, die dort mit feinem weißen Strich auf das Glas geschrieben wurden und sich von dem blutroten Hintergrund abheben? Traust Du Dich, der Wahrheit ins Gesicht zu blicken?

Entdeckt in Gabriele Beismanns „Kopflandschaft“ in der Bar des Bunker-D und online auch hier zu untersuchen: https://fh-kiel.de/index.php?id=15704.


7. Dominik Bednarz „Bunker-Rotunde“

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das wird Dir den Kopf verdrehen! Traust Du Dich denn, Deinen Kopf hineinzustecken? Alle Mutigen und Neugierigen werden dadurch in einen neuen Raum teleportiert. Wirst Du selbst drehen oder drehen lassen? Und wird Dir schwindelig werden, sodass Du die Flucht ergreifst, oder bleibst Du standhaft?

Wir haben uns getraut, in die Bunker-Matroschka einzutauchen – traust Du Dich auch? Mit sicherem Abstand kann Dominik Bednarz’ „Bunker-Rotunde“ auch erst einmal hier ausgekundschaftet werden: https://fh-kiel.de/index.php?id=15716.

 

  

8. Anna Lena Straube „Drei weiße Katzen“

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das hat eine Katze verschluckt! Es begutachtet dich mit all seinen Alienaugen, Kulleraugen, leeren Augen, bunten Augen und Katzenaugen. Die Discokugel sprüht mit Karos, die königlichen Katzen stolzieren auf und ab – aber wo wird das UFO landen? Und wirst Du erstmals die verschollene dritte weiße Katze findet?

Entdeckt im Audimax in Anna Lena Staubes „Drei weiße Katzen“. Online kannst Du auch hier auf die Suche nach der Vermissten gehen: https://www.fh-kiel.de/index.php?id=13410#c49426.


9. Katharina Kierzek „Input-Output“

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das ist entweder betrunken oder einfach völlig verrückt! Fressflash schön und gut, aber ganz ehrlich: Wer futtert da bitte Lichterketten? Naja wer weiß, vielleicht schmecken die roten und gelben Lichtschläuche zusammen ja nach KiBa? Und die kleinen Stromschläge beim Zerkauen geben den Extrakick? Vielleicht kannst Du ja im Gesichtsausdruck des gierigen kleinen Mädels ablesen, ob es schmeckt oder nicht. Oder an dem bunt leuchtenden Erbrochenen.

Wer mit einem Eimer zur Hilfe eilen und die Kunstkotze aufwischen möchte – entdeckt im dritten Obergeschoss des Präsidiumsgebäudes in Katharina Kierzeks „Input – Output“. Und wer 'nen empfindlichen Magen hat, kann sonst auch online gaffen: https://www.fh-kiel.de/index.php?id=15694.


 

10. Bernd Hamann „Ad acta l”

Ich sehe was, was Du nicht siehst – und das ist ein heilloses Durcheinander! Bist Du auch schon mal auf eine Deiner Lieblings-CDs getreten, weil die auf dem Boden lag? Oder hast versehentlich Deine Gitarre umgeschubst, weil die irgendwo blöd angelehnt war? Oder hast verzweifelt nach diesem einen Formular gesucht, das „gestern ganz sicher noch da war“? Wenn nicht alles aus Pappe wäre, wäre dieser 30 Zentimeter große Raum doch eine echte Gefahrenquelle für Stress…

Diese und weitere potenzielle Chaosfaktoren sind zu finden in Bernd Hamanns „Ad acta l“ im Café des Bunker-D. Wer weitere suchen möchte, kann auch hier luschern: https://www.fh-kiel.de/index.php?id=15711.

11. Klaus Kumrow mit seinem Glasobjekt

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das ist zerbrechlich. Das Klarglas umhüllt das blaue Glas, schon klar, doch was siehst Du under the Dome? Sind es geheime Schriftzeichen? Eine mystische Pflanze aus einer anderen Welt? Oder das Universum in einer Nussschale, nur eben aus Glas?

Wer Lust auf Kaffeesatzlesen mit blauem Glas hat, kann die filigrane Glasarbeit von Klaus Kumrow  in der Vitrine im Café des  Bunker-D  oder hier (http://www.fh-kiel.de/index.php?id=15355&L=0) einmal ganz genau und von allen Seiten in der 360-Grad-Ansicht untersuchen!


12. Till Lichtenberger „Making of the Universe”

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das ist Unendlichkeit. Welcher Galaxie entstammt wohl der pinke Nebel? Wie gefährlich sind die schwarzen Strudel und welche Wesen leben auf all den grünen, gelben und roten Planeten? Und weißt Du vielleicht, was all die dicken Nähte zu bedeuten haben? Sind sie es, die das Universum im Innersten zusammenhalten?

Entdeckt im Erdgeschoss des WiSo-Hochhauses in Till Lichtenbergers „Making of the Universe“ und digital auch hier zu erforschen: http://www.fh-kiel.de/index.php?id=13377.


 

13. Mathias Wolf „Vision“

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das ist verknotet. Grün mischt sich mit Blau in endlos wirkenden Linien und verknotet und verzweigt sich mehr und mehr. Hat es ein Eigenleben? Es überzieht die Wände und klettert daran hoch, hält sich an jedem Vorsprung und jeder Eisenstange fest. Doch wo will es hin? Wächst es vielleicht dem lichten Ausgang im Dach entgegen? Oder nahm es seinen Ursprung dort oben und kriecht nun an den Wänden hinunter?

Entdeckt im Treppenaufgang des Bunker-D in Mathias Wolfs „Vision“ und online auch hier zu ergründen: http://www.fh-kiel.de/index.php?id=13399.

 

14. Tobias Regensburger „Standarte“

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das ist wie aus einer anderen Welt. Sein feuerrotes Wuschelhaar weht im Wind, es trägt Kunstleder und Filz und hat einen echten Dickschädel. Streifen und knallige Farben scheinen ihm besonders zu gefallen. Doch was ist es? Vielleicht das Zepter eines flippigen Königs? Oder das verlorengegangene Spielzeug eines Babyriesen? Oder ist es ein wilder Wegweiser, der die Richtung ins Wunderland zeigt?

Entdeckt im Treppenaufgang des Bunker-D in Tobias Regensburgers „Standarte“. Hobby-Symbologen können das rätselhafte Objekt auch unter http://www.fh-kiel.de/index.php?id=14625 weiter erforschen.

 

15. Ulrich Gassert „Sechs Winkelfehen“

Ich sehe was, was Du nicht siehst –
und das ist ein Außenseiter. Eigentlich ist es überall und Du kennst es vermutlich sogar schon in anderen Farben und Größen. Doch das Besondere an diesem weißen Exemplar ist, dass es sich um eine plastische und massive Version handelt! Und zwar um die einzige, denn sonst ist es immer flach und leicht. Kommt Dir die Form im Spiel mit dem Schatten nicht auch irgendwie bekannt vor?

Entdeckt im siebten Obergeschoss des WiSo-Hochhauses, im Senatssaal, in Ulrich Gasserts „Sechs Winkelfehen“ und online auch im Ganzen hier zu betrachten: https://www.fh-kiel.de/index.php?id=14624.




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  Diese Seite wurde zuletzt am  21.04.2017  aktualisiert