„Friendly Flats“ für mehr freundliches Miteinander

Kiel, 03.06.2016

Das Leben in einer eigenen Wohnung oder Wohngemeinschaft ist oft ein teures Vergnügen. Selbst vergleichsweise günstige Zimmer im Wohnheim ziehen Kosten mit sich, die für einige Studierende kaum zu bewältigen sind. Eine Alternative zum teuren Wohnen bietet die neue Online-Plattform „Friendly Flats“.

Im Rahmen des Moduls „Projekt im Unternehmen“ entwarfen Nikolai Posanok und Maksim Lichutin eine Webseite für Wohnraumsuchende – die Besonderheit: Statt Wohnungen oder Zimmer mit Festpreis zu inserieren, können sich Anbieter auch Hilfe im Haushalt oder ein kleines Geschenk von den Mietern wünschen. Die Vorteile für Wohnungssuchende liegen auf der Hand. Doch was haben Vermieterinnen und Vermieter davon, kostenlos Wohnraum anzubieten? „Wir denken da vor allem an ältere Menschen, die viel Platz zur Verfügung haben, von dem sie selbst nur wenig nutzen. Die Mieter können im Haushalt helfen und Zeit mit ihnen verbringen – eine Win-win-Situation auf ganzer Linie“, erklärt Posanok.

Das Projekt entstand in Kooperation mit dem Wirtschaftsbüro Gaarden, mit dem die Studenten über die Initiative Open Campus zusammengefunden hatten. Posanok erinnert sich: „Ursprünglich ging es darum, eine Wohnungsplattform für Flüchtlinge zu schaffen. Wir sind aber schnell zu der Ansicht gekommen, die Zielgruppe nicht einzuschränken, sondern jedem Wohnraumsuchenden in Kiel und Umgebung helfen zu wollen.“

Während die Idee für das Portal vom Wirtschaftsbüro zur Verfügung gestellt wurde, lag der Projektschwerpunkt für die zwei Studenten des Studiengangs Multimedia Production in der Entwicklung der Webseite unter Einsatz erlernter Methoden. Betreut wurden sie dabei von Professor Franziska Uhing.

Die nichtkommerzielle Internetplattform ist seit dem 8. März 2016 aktiv und wartet darauf, rege genutzt zu werden. Vorerst verwalten die beiden Studenten das Portal. Gemeinsam mit Cetin Yildrim, ihrer Kontaktperson aus dem Wirtschafsbüro, möchten sie das Projekt im Forum für Migranten vorstellen. Dort hoffen sie auf Unterstützung bei der Verwaltung sowie auf einen Freiwilligen, der die Webseite zusätzlich ins Englische übersetzen kann.

Auch wenn es noch Feinheiten zu verbessern und ergänzen gibt – das Projekt ist abgeschlossen und die Seite steht zur Nutzung bereit. Lichutin blickt zurück: „Wir wollten an einem sinnvollen, sozialen Projekt arbeiten und das ist uns gelungen. Auch die Zusammenarbeit mit Herrn Yildrim lief einwandfrei. Wir freuen uns, wenn wir mit der Plattform Menschen helfen können.“

Für alle Interessierten geht es hier zu dem Wohnungssucheportal der besonderen Art.