InnovationCamp "Ocean of Ideas – Von der Idee zum maritimen Start-up“

Der 4.-6. Mai standen wieder im Zeichen von der „Idee zum Geschäftsmodell“. Los ging es am Donnerstag in der starterkitchen im Wissenschaftspark. Rund 20 Studierende aus verschiedenen Disziplinen der Kieler Hochschulen sowie Gründer trafen zusammen, um kreative Ideen in interdisziplinären Gruppen weiter zu entwickeln.

Zum Auftakt wurden die Teilnehmenden durch zwei Referenten inspiriert, die mit ihren Vorträgen Hintergründe und Anregungen zum Thema gaben. Mit Frederick Rimpf konnten die Studierenden den Werdegang eines Gründers, den ehemaligen Teilnehmer und Drittplatzierten des Ideenwettbewerbs Schleswig-Holstein 2016, kennenlernen. Mit „Fischalarm“ verfolgt er das Ziel, den regionalen Direktvertrieb des Fischfangs über eine digitale Marktplattform zu stärken. Er erläuterte seinen Weg nach dem InnovationCamp und konnte überzeugend darstellen, dass es sich lohnt, einer Idee nachzugehen.

Dr. Alexander Borchardt von der Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs GmbH stellte anschließend die aktuelle Arbeitsmarkt- und Unternehmenssituation der maritimen Wirtschaft in Kiel und Schleswig-Holstein dar. In welcher Wettbewerbslage befindet sich Kiel und welche Möglichkeiten bestehen von kommunaler Seite, diesen Wirtschaftszweig zu unterstützen?

Angeregt von den Vorträgen kristallisierte sich schnell ein bunter Strauß an Ideen heraus, die angeregt diskutiert wurden und Grundlage für die Gruppenfindung am Schluss des ersten Arbeitstages bildeten.

Am nächsten Tag ging es nach kurzer Vorstellungsrunde der Ideen und Durchführung der NABC bei echtem maritimen Wetter an die Kiellinie. Regen und Kälte konnte die Gruppe nicht davon abhalten, die „Fischbar“ zu besuchen. Bei exzellentem Fischbrötchen und Apfelglühwein folgten alle gespannt der Erfolgsgeschichte der „Fischbar“, vorgetragen vom Gründer Daniel Gieseler. Mit dem Schwentinedampfer über die Förde, erwartete danach Dr. Tom Kwasnitschka von GEOMAR die Studierenden am Ostufer. Er erläuterte am Beispiel seiner selbstentwickelten und beim Ideenwettbewerb Schleswig-Holstein 2016 mit dem ersten Preis prämierten Unterwasserleuchten für den Einsatz in der Tiefsee die Innovationsfelder der Ozeanforschung. Nachmittags widmeten sich die Studierenden mit Hilfe des Business Modells Canvas der Ausarbeitung ihres Geschäftsmodells. ­Begleitet wurden sie dabei von Heino Schadwald, Geschäftsstellenleiter Schleswig-Holstein Maritimes Cluster Norddeutschland von der WTSH, der in Einzelgesprächen Tipps und Anregungen gab.

Am letzten Tag hieß es dann Endspurt. Mit Hilfe von PairSensing wurden die Geschäftsmodelle zunächst gruppenübergreifend reflektiert, bevor man sich dann mit der Finanz- und Ertragssituation auseinandersetzte. Nach köstlichem Mittagessen und „powerwalk“ zum Botanischen Garten wurde als letzter Schritt die Präsentation erarbeitet, die externen Juroren abschließend vorgestellt wurde. Dorothee Thomanek, Jens Brendel und Dr. Gert Lang-Lendorff von den „Mentoren für Unternehmen in Schleswig-Holstein e.V.“ folgten begeistert den Vorträgen der Teams, bevor sie sich mit der schwierigen Aufgabe befassten, aus den Inhalten und Zielsetzungen der Geschäftsmodelle ein Siegerteam zu bewerten. „GrasOlation“ konnte die Jury schlussendlich überzeugen. Mit der Idee der Aufbereitung, der Weiterverarbeitung und des Vertriebs von gestrandetem Seegras wurde insbesondere der nachhaltige Ansatz von den „Mentoren“ gewürdigt.

Text: Angela Mannitz
Fotos: Prof. Dr. Doris Weßels
(veröffentlicht: 17.05.2017)