team:praxis – Transfernetzwerk Studienprojekte

 

Die Hochschulen Technische Universität Darmstadt, Fachhochschule Kiel, Fachhochschule Aachen und die Technische Universität Dresden haben als gemeinsamer Verbund das „team:praxis – Transfernetzwerk Studienprojekte“ gegründet.

 

Das Transferprojekt verfolgt das Ziel, ein beispielhaftes Lehr-Lern-Konzept mit einer engen Verzahnung von Theorie und Praxis in einem hochschulübergreifenden Netzwerk weiterzuentwickeln, Synergien bei der Umsetzung des Konzepts z.B. durch gemeinsame Qualifizierungsmaßnahmen von Lehrenden zu schaffen und das Konzept weiteren Hochschulen zur Verfügung zu stellen.

 

Das Netzwerk „team:praxis – Transfernetzwerk Studienprojekte“ lebt interdisziplinäre Kooperation über Hochschulgrenzen und Hochschultypen (Universitäten und Fachhochschulen) hinweg. Verbindendes Element sind die anwendungsorientierten Lehr-Lern-Projekte in der Studieneingangsphase an den jeweiligen Hochschulen und Universitäten, die auf eine gemeinsame Wurzel an der TU Darmstadt zurückgehen. Die einzelnen Studienprojektlinien „KI²VA (TU Darmstadt), „startIng!“ (FH Kiel), „pro 8(FH Aachen) und „BeING Inside(TU Dresden) verfolgen identische Lehrziele; die jeweiligen Projektkonzepte und Projektinhalte wurden an den beteiligten Hochschulen, von einem festen Formatkern ausgehend, adaptiert und weiterentwickelt.

 

Das Netzwerk dient dem hochschulübergreifenden Wissens- und Erfahrungstransfer. Die Praxisprojekte resp. Berufssimulationen werden an den beteiligten Hochschulen seit vielen Jahren (TU Darmstadt seit 1998, FH Kiel seit 2006, FH Aachen seit 2008; Die TU Dresden – als jüngster Projektpartner – führte im Juni 2017 die Praxisprojektwoche zum ersten Mal durch.) erfolgreich durchgeführt, wobei die enge Kooperation zwischen den Projekten und den kooperierenden Personen einen entscheidenden Erfolgsgaranten darstellt. Das Netzwerk fördert (weitere) Synergien bei der Umsetzung gemeinsamer Projektaufgaben, wie z.B. bei der Qualifizierung von Lehrenden, der Qualitätssicherung der Praxisprojekte oder der Akquise von Partnern für hochschulübergreifende Kooperationen.

 

Mit dem „team:praxis – Transfernetzwerk Studienprojekte“ wurde eine neuartige, innovative Kooperationsform geschaffen. Die institutionalisierte Zusammenarbeit über Fachbereichsgrenzen und Hochschultypen hinweg stellt im Bereich der Praxisprojekte ein Novum dar.

 

Mit der Gründung des Netzwerks ist es gelungen, die auf der Metaebene geführten Diskussionen – Projekt „nexus“ sowie „Runde Tische“ der HRK und weitere Maßnahmen – in eine konkrete Organisationsform zu überführen. Dabei versteht sich das Transfernetzwerk zu diesen „Top-Down-Bemühungen“ als komplementäre „Bottom-Up-Ergänzung“. Die Zusammenarbeit aller Netzwerkmitglieder stellt einen großen Mehrwert für alle Beteiligten dar. Die Kooperation geht über den reinen Erfahrungsaustausch hinaus, indem zukünftig Synergien wie gemeinsame Trainingsstrukturen für die Qualifizierung der Coaches bzw. Tutoren oder die wissenschaftliche Begleitung der einzelnen Projekte geschaffen werden. Diese Trainingsstrukturen sollen für alle interessierten Hochschulen oder Schulen geöffnet werden. Ein erster Pilotversuch ist mit der Ausbildung der Coaches an der TU Dresden sowie der Begleitung der vorgelagerten Simulation der Projektwoche bereits umgesetzt worden.

 

Bei der Adaption des Projektformats an weiteren interessierten Hochschulen sind einige Herausforderungen zu berücksichtigen: u.a. das Zusammenführen unterschiedlicher Fächer und deren interdisziplinäre Kooperation, unterschiedlich große Studierendenkohorten, die oftmals schwierige Akquise von engagierten Praxispartnern sowie die differierenden Rahmenbedingungen (z. B. der fehlende akademische Mittelbau an den FHs, unterschiedliche Verfügbarkeit von Ressourcen und Räumlichkeiten). Für eine einzelne Hochschule stellen diese Herausforderungen große Hürden dar, die mit Hilfe des Transfernetzwerks „team:praxis“ überwunden werden sollen. So kann beispielsweise die dauerhafte Einbindung von Unternehmen im Verbund besser gelingen. Zudem verleiht eine Beteiligung am Transfernetzwerk „team:praxis“ den jeweiligen Projekten mehr Gewicht bei der Anwerbung neuer Praxispartner*innen.

 

Um Probleme und aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und weitere Potenziale für die einzelnen Projekte ausfindig zu machen, trifft sich das „team:praxis“ (mindestens) einmal jährlich an einem der beteiligten Hochschulstandorte. Dabei steht nicht das gegenseitige Kopieren von Formaten oder reines Hospitieren im Vordergrund, sondern der Austausch von Erfahrungen aus der Projektlehre in einem offenen Diskurs, um didaktische Lehr-Lern Methoden zu entwickeln, die den Studierenden weiterreichende Möglichkeiten zur Kompetenz- und Persönlichkeitsentfaltung geben.

 

Abschließend ist zu konstatieren, dass die gemeinschaftliche Weiterentwicklung möglichst praxisnaher Lehr-Lern-Formate nur in Kooperation und in der Bündelung der im „team:praxis“ vorhandenen Kompetenzen erfolgen kann. Aus einem heterogenen Erstsemester*innen-Team (emb-Skript 2005) ist heute das team:praxis – Transfernetzwerk Studienprojekte entstanden. Dabei gilt es Stärkung durch Vielfalt auf allen Ebenen herauszustellen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Kooperation und Öffnung für alle.

 

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