Aktionsplan Inklusive Hochschule

Der Abbau von Barrieren und eine chancengerechte und ganzheitliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen ist der Fachhochschule Kiel schon seit langem ein wichtiges Thema. In der Vergangenheit konnten hierzu bereits auf verschiedenen Ebenen Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden.

Um den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention zur Inklusion von Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen, und auch den politischen Forderungen, gerecht zu werden, startete die Fachhochschule Kiel mit einer Auftakveranstaltung am 8. November 2017 das Projekt "Aktionsplan Inklusive Hochschule".

Der Aktionsplan Inklusive Hochschule soll in einem breit angelegten Beteiligungsprozess Gestalt annehmen. In Workshops, Austauschrunden, Einzelgesprächen, Campusaktionen sowie über direkte Aufrufe zur Ideeneinreichung können sich alle FH-Angehörigen beteiligen. Mit den eingereichten Hinweisen werden Ziele und Maßnahmen formuliert, die darauf abzielen, die Fachhochschule Kiel als Studien-, Arbeits-, Lehr-, Forschungs- und Lebensort barrierearmer, inklusiver und damit chancengerechter zu gestalten.

 

Einen näheren Einblick in die geplante Struktur zur Erarbeitung des Aktionsplanes erhalten Sie über die PowerPointPräsentation der Auftaktveranstaltung vom 8. November 2017. Für den Teil der Präsenation zum Thema Aktionsplan Inklusive Hochschule klicken Sie hier.

 

Zur Unterstützung bei der Erarbeitung des Aktionsplanes Inklusive Hochschule hat die FH Kiel eine Projektstelle mit Unterstützung des Ministeriums eingerichtet.   

Helen Ruck

Koordinatorin des Aktionsplans Inklusive Hochschule.

Kontakt

 

AUFRUF:

Hinweise, Kritik, und Ideen zur Verbesserung einer Inklusiven Hochschule sind sehr wichtig.

Wenn Sie Ideen oder Anregungen haben, wie und wo die Fachhochschule Kiel inklusiver werden kann, wenden Sie sich gern an die Diversitätsbeauftragte Julia Koch.

Senden Sie gerne eine Mail an: diversitaetsbeauftragte[at]fh-kiel.de .

Kurzübersicht zur Projektstruktur

Projektziel: Erstellung eines Aktionsplanes Inklusive Hochschule

Projektlaufzeit: März 2018 - Februar 2020

Projektleitung: Julia Koch

Projektverantwortlich im Präsidium: Prof. Dr. Marita Sperga

Projektförderung: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur S-H

Projektbegleitung: Steuerungsgruppe

Mitglieder der Steuerungsgruppe: Vizepräsidentin, AStA, Personalräte, Kanzler, Gleichstellungsbeauftragte, Beauftragte für Studierende mit Behinderung/chron. Erkrankung, Inklusionsbeauftragte der Arbeitgeberin, Schwerbehindertenvertretung, Juristin.

 

 

TAG DER INKLUSIVEN HOCHSCHULE 2018

Am 6. und 7. November 2018 findet der Tag der Inklusiven Hochschule statt: Das Programm möchte einladen, Menschen mit verschiedenen Lebensrealitäten kennenzulernen und Möglichkeiten anbieten, Inklusion aktiv zu denken und zu gestalten.

 

1. "Taub, aber überhaupt nicht sprachlos" - Gehörlosigkeit, was bedeutet das?
Eine Einführung in die Welt der Gehörlosen und ihre Gebärdensprache mit anschließendem "Schnupperkurs Gebärdensprache"

Dieser Workshop informiert über die Lebenswirklichkeiten der Gehörlosen in Deutschland. Nach einer theoretischen Einführung in die Gebärdensprache und ihre Grammatik gibt es einen Schnupperkurs, in dem einige grundlegende Vokabeln und Formulierungen vorgestellt werden. Natürlich bekommen die Teilnehmer*innen auch schriftliches Material.

Mit: Agnes Kraft, staatlich anerkannte Gebärdensprachdozentin

6. November, 10:00 – 12:45 Uhr, Anmeldung über das IDW Portal

 

2. Einfach mal machen!  Praktische Lösungen für den Umgang mit Barrieren und sprachlichen Klischees
Ein Einblick in die Projekte Leidmedien.de und Wheelmap.org des Berliner Sozialhelden e.V.

Ist man behindert? Wird man behindert? Voll behindert? Barrieren, die Menschen mit Behinderung im Alltag erleben, befinden sich in der Umgebung und auch in den Köpfen. Diese Beobachtung ist der Ursprung der Projekte Wheelmap.org, der Online-Karte für rollstuhlgerechte Orte, und Leidmedien.de, ein Portal zur klischeefreien Berichterstattung über Menschen mit Behinderung. Judyta und Svenja vom Berliner Sozialhelden e.V. stellen euch vor, wie die Sozialhelden Barrieren und sprachliche Klischees auf eine pragmatische, selbstbestimmte und konstruktive Weise angehen. Kern des Workshops ist ein praktischer Teil, in dem die Teilnehmer*innen entweder ausführlich Sprache in der Berichterstattung anhand konkreter Beispiele oder Zugangsbarrieren für Menschen mit Rollstuhl in Form einer kleinen Mappingtour untersuchen werden.

Mit: Judyta Smykowski, Redakteurin und Referentin von Leidmedien.de und Svenja Heinecke, Community-Managerin von Wheelmap.org

6. November, 13:30 – 17:00 Uhr, Anmeldung über das IDW Portal

 
3.  „Mal gut, mehr schlecht.“
Sensible Einsichten in die Innenwelten der Depression. Fotografie, Vortrag, Gespräch

„Du sitzt in deiner Wohnung, siehst die Dinge um dich herum, dann wird das Licht immer weiter heruntergedimmt, du siehst immer weniger, bis nichts mehr da ist: So ist die Depression.“ Eine hohe Anzahl von Menschen in der Bevölkerung leidet unter einer psychischen Erkrankung, deren unterschiedlich stark ausgeprägte Symptome für die Umwelt häufig schwer begreifbar und rätselhaft bleiben. Fotografien von Nora Klein beschreiben jenseits von Worten die Gefühlswelt depressiver Menschen. Gemeinsam mit Sabine Fröhlich, einer Projektteilnehmenden, stellt sie ihre Arbeit und den entstandenen Bildband vor. In einer anschließenden Diskussion wird Frau Fröhlich über ihre eigenen Erfahrungen sprechen und mit der Fotografin und Interessierten ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung wird von der Deutschen DepressionsLiga e.V. und der BARMER Selbsthilfeförderung unterstützt.

 Mit: Nora Klein, Projektinitiatorin und Fotografin und Sabine Fröhlich, depressionserfahrene Projektteilnehmerin

6. November, 18:00 – 20:00 Uhr, Anmeldung über das IDW Portal

 
4. „Inklusion gestalten“
Austauschforum zum Aktionsplan Inklusive Hochschule der FH Kiel

Zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvertion erarbeitet die FH Kiel derzeit den Aktionsplan Inklusive Hochschule. Dabei geht es um Chancengleichheit, Teilhabe und Mitbestimmung von und für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen.

Mit euren Ideen, Bedürfnissen und Erfahrungen zur Inklusion an der FH Kiel seid ihr in diesem Austauschforum genau richtig. Habt ihr selber eine Beeinträchtigung, kennt ihr Menschen mit chronischen Erkrankungen oder wollt euch einfach zu diesem Thema einbringen, dann kommt vorbei.

Mögliche Themen sind u.a.: Nachteilsausgleich, barrierefreie Lehre, Unterstützungsangebote oder was auch immer ihr mitbringt.

Mit: Julia Koch, Diversitätsbeauftragte der FH Kiel und Helen Ruck, Koordinatorin Aktionsplan Inklusive Hochschule

7. November, 12:15 – 13:45 Uhr, Anmeldung über das IDW Portal