FH-Student Martin Pikowski will Händlern kostenfrei durch die Corona-Krise helfen

Von: Joachim Kläschen

Über einen Zeitungsartikel wurde FH-Student Martin Pikowski, der am Fachbereich Wirtschaft BWL studiert, auf das Projekt ‚Kauf im Dorf‘ aufmerksam: Das Amt Hüttener Berge im Kreis Rendsburg-Eckernförde will mit ‚Kauf im Dorf‘ einen Online-Shop für regionale Produkte aufbauen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Händler aus der Region konnten sich im Februar 2020 zu einer Präsentation anmelden, bei der das Projekt vorgestellt wurde. Aus Interesse nahm auch Martin teil.

„Während der Präsentation wurden Fragebögen verteilt, und man erhielt die Möglichkeit, sich in Arbeitsgruppen wie Marketing, Logistik oder Finanzen einzubringen“, erinnert sich Martin. „Ich habe mich damals für die Arbeitsgruppen Logistik, Vermarktung und Funktionen entschieden.“ Die Arbeitsgruppen trafen sich in regelmäßigen Abständen und ließen ihre Wünsche und Ideen in das Projekt einfließen. Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen gingen und gehen in Arbeitspakete über und sollen so schließlich umgesetzt werden.

Schon länger wollte Martin ein Projekt zum lokalen Online-Handel umsetzten. Über das FLEET7, einen Coworking-Space für Gründer in Kiel, hatte er ein Stipendium für ein Prototyping-Kit für die konzeptionelle Entwicklung erhalten und sah so die Möglichkeit, sein Wissen zu ‚Kauf im Dorf‘ beizusteuern: „Ich fand es sehr treffend mich dort mit einzubringen - auch um ein Ohr am Kunden zu haben.“

Martins Projekt im Rahmen von ‚Kauf im Dorf‘ ist die kraemergasse, eine lokaler Online-Markt für Kiel. „Die kraemergasse ist bereits zu 95 Prozent funktionsfähig, und eigentlich wollte ich nun in eine mehrwöchige Beta-Phase starten, in der alles ausgiebig getestet werden kann. Aber da die lokalen Händler durch die Corona-Krise gerade jetzt meine Plattform brauchen können, will ich noch in dieser Woche online gehen. Daher wird es absehbar ein holpriger Start, aber ich bin zuversichtlich, dass alles klappt und dass die Händler von der kraemergasse profitieren.“

Interessierte Händler aus Kiel können sich über die Webseite www.kraemergasse.de bei Martin melden, um ihr Angebot kostenlos online verfügbar machen. Im Gegenzug wünscht sich der BWL-Student von den Partnern konstruktive Rückmeldungen, damit er das Angebot technisch verbessern kann. Informationen über die Fortschritte des Projekt Krämergasse will Martin laufend bei Instagram (@kraemergasse) und Twitter (@kraemergasse) veröffentlichen.

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