Direkter Austausch mit der Industrie

Von: Susanne Meise

Einmal pro Semester führt er Studierende, Alumni und Referenten aus der Praxis am Fachbereich Maschinenwesen zusammen: der Offshore-Clubabend. Ist er im Sommersemester als Sommerfest ausgelegt, so dient er im Wintersemester als Weihnachtsfeier. Die 13. Auflage zählte jüngst 37 Gäste.

„Besonders schön war es, dass neben den aktiven Studierenden zehn Alumni anwesend waren“, teilt Diplom-Ingenieur Thomas Abraham vom Institut für Produktionstechnik am Fachbereich Maschinenwesen mit. Sie kamen nicht nur aus Schleswig-Holstein, auch weitere Anfahrten aus Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurden für den Abend in Kauf genommen. „Einer kam direkt von hoher See zum Club-Abend, um dabei zu sein“, berichtet Abraham.

Auch Alumnus Bonke Jensen war nach Dietrichsdorf gekommen, um die Vorträge zum Thema „Troubleshooting beim Bau und Betrieb von Offshore-Anlagen“ und „Rammvorgang eines Offshore-Gründungspfahls“ zu hören und sich auszutauschen.  Er hat seinen Abschluss im Wintersemester 2018 gemacht und arbeitet als  Ingenieur bei Kongstein,  einem kleinem, norwegischen Unternehmen. „Ich selber sitze aktuell im Hamburger Büro, strebe aber eine Anstellung in Norwegen in den nächsten zwei Jahren an“, verrät Jensen, der versucht, einmal im Jahr beim Offshore-Clubabend dabei zu sein. „Als Student war der direkte Austausch mit der Industrie und ehemaligen Studierenden sehr interessant. Als ehemaliger Student schätze ich jetzt den Austausch mit ehemaligen Kommilitonen und zu beobachten, wie sich der Studiengang OAT entwickelt“, erklärt der Alumnus.

„Was mich hier immer am meisten begeistert hat, war zu sehen, wie die ersten Erfahrungen der Alumni in der Offshorewelt so waren. Mich persönlich hat das, gerade als Student  immer sehr motiviert. Ich denke das geht vielen so an diesem Abend“, fügt Peter Kaizler hinzu. „Hier kann man stets Fragen stellen, welche einem von den Menschen beantwortet werden, die quasi direkt an der Quelle sitzen, aber auch den ein oder anderen Kontakt knüpfen“, sagt Kaizler, der im Sommer 2018 sein Studium an der FH Kiel abschloss und heute als Projektingenieur bei der mh² offshore GmbH in der Nähe von Bremerhaven tätig ist.  Er hat bisher nur einen Offshore-Clubabend verpasst und freut sich schon jetzt auf den nächsten. Thomas Abraham wie auch Professor Christian Keindorf und die Studierenden gäben sich immer sehr viel Mühe, die Treffen zu gestalten, hebt er hervor.

Dass das Format auch als Ehemaligen-Treff funktioniert, wurde den Organisatoren erst nach und nach bewusst. Ursprünglich diente es der individuellen Profilbildung des Studiengangs, erläutert Abraham. Dafür erschien neben der Veranstaltung Campus for Ocean and Offshore Learning (COOL) auf Helgoland eine regelmäßige Veranstaltung an der FH sinnvoll. „Wir wollten ein Format, das einerseits die Zusammengehörigkeit im Studiengang, als auch den Austausch mit Akteuren der Offshore-Branche fördert“, so Abraham.

Heute sind grundsätzlich alle eingeladen, die sich für das Thema Offshore interessieren: aktive Studierende aus allen Studiengängen, Alumni und mindestens immer ein externer Vertreter aus der Offshore-Branche. „Erfreulich ist natürlich, dass wir jetzt die Früchte unserer Arbeit ernten können und Alumni, die bereits Ihre ersten Erfahrungen gesammelt haben, als Vortragende gewinnen können“, stellt Abraham fest.

Die jeweils 30-minütigen Vorträge gehören fest Programm des Abends und greifen aktuelle Ereignisse aus dem Offshore-Bereich auf. Die Bandbreite ist groß. Abraham: „Wir hatten bereits Schiffsbroker, Offshore-Site-Manager, Prüfingenieure  und Projektleiter unter den Referenten.“ Für den 14. Offshore-Clubabend zum Ende des Sommersemesters stehen die Vortragenden bereits fest – zwei Alumni, die jetzt unter den Gästen waren, werden aus ihrer beruflichen Praxis berichten.

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