Interkulturelles Management, Sonne satt und ein spuckender Vulkan

Von: Rune E. Gulev | Jan Peter Prigge

Die dritte Winter School des mexikanisch-deutschen Hochschulkonsortiums (MDHK) führte vom 10. bis 23. Februar an die Tec de Monterey auf dem Campus Puebla in Mexiko und war wieder ein voller Erfolg für alle Beteiligten. Teilgenommen haben 29 Studierende aus ganz Deutschland von FH Kiel, FH Bielefeld, FH Würzburg-Schweinfurt, HS Coburg, HS Esslingen, HS Mannheim, HS Niederrhein, HTW Saarland, Ostfalia FH Wolfenbüttel, Westsächsische FH Zwickau und auch Studentinnen der FH Technikum in Wien.

Die Studierenden konnten aus vier Kursen zwei auswählen, die über die zwei Wochen auf Deutsch und Englisch unterrichtet wurden:

1. Managing sustainability for modern businesses
2. Consumer Psychology
3. Innovationsmanagement      
4. Interkulturelles Management

Die angebotenen Kurse wurden sorgfältig ausgewählt, da jeder einzelne wesentliche akademische Säulen darstellt, die für die Student*innen als besonders wichtig erachtet werden.

Managing sustainability for modern businesses wurde gewählt, da die Dringlichkeit des Themas Nachhaltigkeit heute präsenter denn je empfunden wird und neue Denkansätze über unsere Ressourcen erforderlich sind. Interkulturelles Management hilft den Studierenden, eine immer stärker globalisierte Welt zu kontextualisieren und die kulturellen Unterschiede, die zwischen Deutschland und Mexiko bestehen, zu verstehen. Die Verbraucherpsychologie gab Einblicke in aktuelle Trends des Marketings in einer von Social Media und Markenbekanntheit dominierten Welt, und das Innovationsmanagement knüpfte an den Kern des internationalen Erfolgs Deutschlands an. Denn wenn wir weiterhin Exportmeister sein wollen, müssen wir weiterhin innovative Produkte herstellen, die sich weltweit zu einem Premiumpreis verkaufen lassen und die Marke „Made in Germany“ stärken.

Neben den vier Kursen, die von Dozent*innen der Fachhochschule Kiel in den Räumlichkeiten des Tec de Monterrey gehalten wurden, haben sich die Teilnehmenden ein Bild von den Arbeitsabläufen bei drei produzierenden Unternehmen in Puebla machen können. In geführten Besichtigungen durch die Produktionsstätten von Audi, Faurecia und Thyssenkrupp konnten die Studierenden wertvolle Eindrücke aus der Praxis und dem Arbeitsalltag in mexikanischen Unternehmen gewinnen. „Ich bin mit der gesamten Winter School sehr zufrieden. Positiv hervorheben möchte ich die Besichtigung bei Audi“, sagte ein Teilnehmer im Anschluss an die Reise.

Vor der Kulisse des Vulkans Popocatépetl, der während der Winter School immer wieder kleine Aschewolken spuckte, wurden die Teilnehmer*innen durch zahlreiche Aktivitäten und Exkursionen mit der bunten und vielfältigen mexikanischen Kultur vertraut gemacht. Auch das führte dazu, dass die Lehrenden und Studenten*innen als Gruppe zusammenrückten und eine aufregende und tolle Zeit miteinander verbringen konnten.

In diesem Jahr war es besonders bemerkenswert, dass sich die Studierenden sehr gut mit den Betreuern und Verantwortlichen vor Ort verstanden haben. So gut, dass die Teilnehmer*innen zu ihnen nach Hause eingeladen und am Ende der Exkursion Geschenke ausgetauscht wurden.

Insgesamt waren alle sehr zufrieden mit der diesjährigen Winter School. Das zeigt sich auch in den Stimmen der Studierenden: „Ich hatte super viel Spaß, es war echt toll“, war vielfach zu hören. Außerdem wurden das Programm und die gute Organisation gelobt. Der Erfolg dieser zwei Wochen macht sich auch in der 100-prozentigen Weiterempfehlungsrate der Teilnehmer*innen bemerkbar, was die betreuenden Professoren besonders freut.

Die Winter School in Mexiko ist wichtig für den internationalen Austausch und die Kooperation der Hochschulen. Des Weiteren sind zahlreiche deutsche Unternehmen in Mexiko an verschiedensten Standorten vertreten. Etwas über deren globalen Erfolgsgeschichten zu erfahren, hilft uns besser zu verstehen, wie man erfolgreich in einem internationalen Umfeld unternehmerisch handelt.

Die Winter School wurde finanziell vom Verein der „Freunde des DHIK“ unterstützt.

Wir freuen uns aufs nächste Jahr und bedanken uns bei allen Beteiligten und Unterstützern!

 

 

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