Dawn - Blick in die Dämmerung unseres Sonnensystems

Ursprung des Planetensystems

 

In einem allgemeinverständlichen Vortrag berichtet Prof. Dr. Sowada vom Flug der Raumsonde „Dawn“ zu den beiden größten Himmelskörpern im Asteroiden-Gürtel. Thomas Schröder rundet das Programm ab mit Mitteln moderner Planetariumstechnik und einem musikbegleiteten Sonnenuntergang.

Am 27. September 2007 startete die NASA-Raumsonde „Dawn“, um zwei der großen Himmelskörper im Asteroidengürtel zu untersuchen. Der Asteroidengürtel liegt zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter. Bisher wurde vermutet, dass Asteroiden die Materie, aus der unser Sonnensystem vor 4,6 Milliarden Jahren entstand, nahezu unverfälscht bewahrt haben.

Fast vier Jahre nach dem Start wurde der erste dieser rätselhaften Himmelskörper erreicht: Vesta. Erst 1807 wurde dieser ca. 500 km große Asteroid vom deutschen Astronomen Heinrich Olbers entdeckt. An Bord von „Dawn“ sind zwei Kameras des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg. Die Form und die optischen Eigenschaften der Oberfläche dieses felsigen Himmelskörpers konnten nun erstmals genau vermessen werden.

Am 5. September 2012 verließ „Dawn“  die Umlaufbahn um Vesta und näherte sich dem zweiten Ziel: Ceres. Dieser Zwergplanet wurde am 1. Januar 1801 vom italienischen Astronomen Giuseppe Piazzi entdeckt. Ceres hat einen Durchmesser von 950 km, ist also viel kleiner als unser Mond. Die niedrige Oberflächentemperatur lässt kein flüssiges Wasser zu. Seine mittlere Dichte ist aber zu klein für mineralisches Gestein. Daher wird vermutet, dass er viel Wasser enthält. Ist es möglich, dass es in größeren Tiefen durch den Druck flüssig wird?

In der Raumsonde „Dawn“ wird für die Überwindung der riesigen Entfernungen erstmals ein neuartiges Raketentriebwerk verwendet, ein Ionen-Triebwerk. Dieses erzeugt zwar nur eine im Vergleich zu den chemischen Antrieben geringe Schubkraft, aber es geht mit dem Treibstoff sehr viel sparsamer um. Dadurch ließen sich die großen Entfernungen überwinden.

Im Anschluss an den Vortrag bei gutem Wetter:
Besuch der Sternwarte mit Blick durch das dortige Fernrohr.

Für den anschließenden Besuch der Sternwarte gilt:
Der Zugang zur Dachterrasse ist leider nicht barrierefrei, Teleskope können auf eigene Gefahr mitgebracht werden.
Sternwarte der Fachhochschule Kiel, Sokratesplatz 2 (Hochhaus, 7. Etage)

Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Ort: Mediendom-Kuppel
Eintritt: 7,00 € (5,00 €)

 

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