10 Dinge, die sich zu lernen lohnen

Das Lernen ist vorbei, die Prüfungsphase überstanden – nun geht es für ein paar Wochen in die wohlverdiente Zeit ohne Vorlesungen und Stress.

Sicher, faule Tage mit nichts als Ausschlafen, leckerem Essen, Kneipen-Besuchen oder Filmabenden sind wunderbar, um sich zu erholen und die Lebensgeister wieder aufzuwecken. Wer aber der Meinung ist, dass die freie Zeit zwischen den Semestern ohne Lernen auskommen muss, sollte sich das noch einmal genau überlegen.

„Das Wichtigste ist, dass man nicht aufhört zu fragen“, sagt Albert Einstein. Wenn der wohl berühmteste Wissenschaftler der Neuzeit meint, dass wir stets weiter fragen und lernen sollten, dann muss daran sicher etwas dran sein. Denn es kommt auf die Definition des Lernens an.

Der theoretische Physiker mit den langen Haaren und der gestreckten Zunge möchte darauf hinweisen, dass Lernen nicht gleichbedeutend ist mit „Büffeln für die Prüfung“. Lernen heißt: Neugierig sein, den eigenen Horizont erweitern, Fähigkeiten, Hobbys und Talente ausprobieren, ausleben, sich weiterentwickeln.

Was aber soll man nur lernen? Diese zehn Inspirationsquellen helfen weiter.

1. Kalligrafie und Lettering

Ein großer Trend in der kreativen Szene: Mit Buchstaben echte Kunstwerke erschaffen. Wer sich schon immer gefragt hat, was es mit dem Handlettering auf sich hat, die eigene Handschrift wieder auf Vordermann bringen möchte und wie man aus simplen Worten schöne Schriftzüge machen kann, kann zum Beispiel einen Kurs besuchen, sich Online inspirieren lassen oder aus einem Lehrbuch üben.

2. Richtig schlafen lernen

Um sich wirklich zu erholen und am nächsten Tag wieder produktiv zu sein, ist guter Schlaf unerlässlich. Was macht aber guten Schlaf aus? Wie lange sollte man schlafen? Welche Matratze und welches Kissen helfen dabei? Es lohnt sich, der Wissenschaft des Schlafes ein wenig Zeit zu widmen.

3. Reparier-Profi werden

Der Stuhl wackelt, die Glühbirne ist durchgebrannt und der Kühlschrank macht merkwürdige Geräusche? Wie schön wäre es, in solchen Fällen nicht auf Handwerker oder die handwerklich begabten Familienmitglieder angewiesen zu sein. Lernen, wie man einfach Dinge im Haushalt reparieren kann, zahlt sich aus. Das Kieler Reparatur-Café ist eine erste Anlaufstelle.

4. Webseiten erstellen

Egal ob ein digitaler Lebenslauf, ein Portfolio, eine Unternehmensseite oder einfach aus Spaß: Webseiten erstellen ist lange kein Hexenwerk mehr. Mit Systemen wie Wordpress oder Typo3 kann man mit etwas Übung überzeugende Online-Auftritte selbst erstellen. Eine Fähigkeit, die sicher auch dem persönlichen Lebenslauf ein i-Tüpfelchen aufsetzt.

5. Kochen lernen

Es müssen nicht immer Salate aus Tomaten und Gurken oder die klassischen Spaghetti Bolognese sein: Wie wäre es mit indischem Curry? Asiatischen Nudeln? Einem veganen Schokoladenkuchen oder einem ausgefeilten Drei-Gänge-Menü? Kochen lernen kann jede und jeder, ob bei einem Kurs, aus einem Buch, aus Blogs oder sogar über inspirierende Accounts bei Instagram.

6. Drehbücher schreiben

Der Traum vom großen Film – oder der Wunsch, einfach auf Papier zu bringen, was im Kopfkino abläuft. Ein Drehbuch zu schreiben ist eine tolle Möglichkeit für angehende Filmemacher*innen, sich weiterzubilden; für Filmbegeisterte ein Hobby, das Freude macht und sich vielleicht einmal nützlich erweist. Die Drehbuchwerkstatt der FH Kiel freut sich über neue Gesichter. Infos gibt es beim Fachbereich Medien oder dessen Facebook-Gruppe.

7. Digitale Fotos professionell bearbeiten

Die Urlaubsbilder sind schön, aber haben noch nicht diesen gewissen Pepp; die Fotos von der letzten Veranstaltung sind zu dunkel; und auch das Firmenevent könnte besser daherkommen? Wer Digitalfotos bearbeiten kann, lernt fürs ganze Leben dazu. Dabei muss es nicht sofort Photoshop sein. Schon mit den ersten Klicks im Bearbeitungsfenster des eigenen Computers oder Laptops lässt sich viel anstellen. Kurse gibt es nicht nur während der Interdisziplinären Wochen an der FH Kiel, sondern auch im Netz oder bei Plattformen.

8. PowerPoint endlich meistern

Tolle Präsentationen überzeugen nicht nur während des Studiums Prüfer*innen, sondern auch die Kolleg*innen im Job, die Vorgesetzten oder die Familie bei besonderen Anlässen. Mit wenig Aufwand kann man viel erreichen und die Funktionen der Präsentationsprogramme kennenlernen.

9. Bitcoin, XRP und Co.: Kryptowährungen verstehen

Digitale Zahlungsmittel, auch Kryptowährungen genannt, sind für viele ein Mysterium. Auch Begriffe wie Blockchain, digitale Signaturen oder P2P kommen eher schwammig daher. Zeit, sich endlich mit dieser Form des Geldverkehrs auseinanderzusetzen und zu lernen, was in Zukunft sicher an Bedeutung gewinnen wird.

10. Nachhaltigkeit verstehen

Vielleicht soll 2019 für die eine oder den anderen zum Jahr des nachhaltigen Lebens werden? Ein toller Vorsatz. Einstieg in das Thema bieten Stammtische in der Region, Bücher oder lehrreiche und nachdenklich stimmende Dokumentationen wie The True Cost.

Noch mehr Ideen, was sich zu lernen lohnt? Wir freuen uns über Inspirationen auf Facebook.


Julia Königs

Fotos: Pixabay

 

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