Der perfekte Semesterstart

Wie heißt es so schön? Neues Semester, neues Glück, die Karten neu mischen und am besten diejenige auswählen, die erfolgreich durch ein erstes oder ein weiteres Studienhalbjahr führt. Wo die Motivationskurve am Anfang noch ungeahnte Höhen erreicht und die Semestervorsätze noch richtig gut klingen, lässt die Energie mit jeder Woche nach, die ins Studium investierte Zeit wird knapp, so gut wie alle Kommilitonen und Kommilitoninnen sind angestrengt, einige überfordert. Vorbei mit der Struktur, der Planung und Ordnung.

Damit euch dieses Schicksal in diesem Semester nicht ereilt, haben wir Tipps für euch gesammelt, damit ihr den perfekten Semesterstart hinlegen könnt – und alle Hochs und Tiefs der Motivationskurve meistert.

Struktur ist das A und O: Listen, Pläne, Termine

Gute Ergebnisse sind oft kein Zufall, sondern entstehen durch strukturierte Arbeitsweisen und eine umfassende Planung aller Aufgaben, Termine und sonstigen Verpflichtungen.

Für euch heißt das, dass ihr auch für ein erfolgreiches Studium unbedingt strukturiert sein solltet. Wie das geht?

Optimiert euren Semesterplan, indem ihr eure Zeit zwischen Vorbereitungs-, Vorlesungs- und Nachbereitungszeit beachtet. Effektiv arbeiten könnt ihr, wenn ihr wisst, wie viel Zeit ihr zwischen euren Abgaben habt, welche Wahl- und Pflichtveranstaltungen ihr belegen müsst, welche Fristen ihr zu beachten habt. Legt euch Listen an, um euch zu organisieren. Schafft euch einen Terminkalender an, in dem ihr die wichtigsten Eckdaten notiert:

Das Sommersemester 2019 an der FH startet offiziell am 1. März 2019 und endet am 31. August 2019. Die Vorlesungszeit aller Fachbereiche läuft vom 18. März 2019 bis zum 28. Juni 2019, nur für den Fachbereich Agrarwirtschaft gelten die Zeiten vom 25. März 2019 bis zum 12. Juli 2019. Die Prüfungsphasen finden offiziell in den zwei Wochen vor Beginn oder Ende der Vorlesungszeit statt und sind bei eurem Fachbereich einzusehen.

Notiert euch unbedingt, welche Prüfungen ihr wann abzulegen habt (und erstellt darauf aufbauend einen Klausur- und Lernplan), wann der An- und Abmeldezeitraum beginnt und wann ihr euch für das nächste Semester mit dem Semesterbeitrag zurückmeldet müsst (für das Wintersemester 2019/2020: 1. Juni bis 30. Juni). Wer dieses Semester eine Thesis abgeben möchte, sollte sich ebenfalls die fristgerechten Einreichungen aufschreiben.

Und nicht vergessen: Die Interdisziplinären Wochen der FH Kiel finden dieses Semester vom 6. Mai bis 17. Mai 2019 statt.

Diese und mehr Hinweise findet ihr auch hier auf der Webseite der FH unter der Rubrik Studienorganisation.

Zu einer gelungenen Strukturierung gehört auf jeden Fall auch, dass ihr die Prüfungsordnung lest, die euch betrifft. Sie ist ein wichtiges Dokument und legt den rechtlichen Rahmen eures ganzen Studiums fest. Hier werden die Spielregeln festgehalten, nach denen ihr zu handeln habt. Wer die Studienordnung gut kennt, kann seinen Erfolg wesentlich beeinflussen, wenn es darauf ankommt.

Ausgefeilte Planung: Details machen den Unterschied

Habt ihr eine Struktur erarbeitet, könnt ihr im Detail planen: Stehen Pflichtpraktika an? Wollt ihr ein freiwilliges Praktikum absolvieren? Wann ist der beste Zeitraum? Wie viele Tage bleiben euch in der Woche, um einem Nebenjob nachzugehen? Wie steht es mit einem Auslandssemester? Oder einem Ehrenamt? Wollt ihr weitere Qualifikationen neben eurem regulären Curriculum erwerben? Viele dieser Angebote variieren je nach Semester und sollten im Vorfeld gründlich geplant werden.

Wenn ihr euch beispielsweise mit eurem individuellen Zeitmanagement auseinandersetzen wollt, bietet das Zentrum für Lernen und Lehrentwicklung sehr gute Kurse an.

Noch nicht genug? Unsere Must Haves für den Semesterstart helfen euch sicher weiter.

Wer hilft wann?

Wenn ihr Fragen habt, solltet ihr wissen, wer die richtigen Ansprechpersonen sind. Informiert euch über die Beratungsleistungen der Zentralen Studienberatung, besucht Semester-Auftakt-Veranstaltungen oder eure Erstsemesterbegrüßung, nehmt Kontakt zu interdisziplinären Projektgruppen auf, seht euch die Sprechstundenzeiten eurer Lehrenden und des Sekretariats und Prüfungsamts eures Fachbereichs an. So habt ihr einen Kontaktkatalog zusammengestellt, der euch durch das Semester trägt.

Kontakte knüpfen

Nicht zu kurz kommen darf auch eure Kontaktpflege: Lernt eure Kommilitonen und Kommilitoninnen kennen. So könnt ihr euch in schweren Phasen unterstützen, Informationen austauschen, zum Beispiel wenn jemand krank war, euch nach getaner Arbeit in der Lieblingskneipe treffen und Freundschaften schließen.

Sucht euch auch gleich zu Semesterstart eine Lerngruppe mit Menschen, mit denen ihr gut arbeiten könnt und trefft euch regelmäßig. Gemeinsam lernt es sich oft leichter.

Balance: Studieren, Freizeit und Energie

Vergesst bei all der Planung nicht, dass ihr nur dann gesund und leistungsfähig bleibt, wenn ihr eure ganz eigene Balance findet. Überfordert euch nicht, nehmt euch nicht zu viel auf einmal vor und bleibt bei all euren Terminen unbedingt realistisch. Trefft euch neben dem Studium mit Freunden, geht aus, treibt Sport, genießt eure Studierendenzeit.

Der Schlaf spielt dabei eine entscheidende Rolle. In den Semesterferien habt ihr es sicher genossen, den Wecker auch mal Wecker sein zu lassen, auszuschlafen und spät ins Bett zu fallen. Vor Semesterbeginn ist es daher ratsam, den Körper langsam wieder an einen regelmäßigen sechs- bis achtstündigen Schlafrhythmus zu gewöhnen – und daran, den Wecker nicht zu überhören.

Vielleicht hilft euch auch eine Studien-MindMap: Auf einem großen Blatt Papier (oder digital) könnt ihr hier Ideen und Wünsche für euer Semester sammeln, ordnen und zum Schluss so zusammenfügen, dass ihr klare Ziele für euer Semester formulieren könnt.

Julia Königs

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