Agrarexpert*innen verabschiedet

Von: Prof. Dr. Rainer Wulfes

Am 7. Februar 2020 beendeten 53 Absolvent*innen erfolgreich ihr Studium am Fachbereich Agrarwirtschaft mit dem Bachelor- oder Masterabschluss. Im feierlichen Rahmen in der Schlepperhalle 28 der Deula erhielten 47 Bachelor und 6 Master vor ca. 240 Gästen ihre Zeugnisse und Urkunden.

„Heute ist Erntedankfest für den Fachbereich“ freute sich der Dekan des Fachbereichs Agrarwirtschaft Prof. Dr. Martin Braatz in seiner Begrüßungsrede über eine quantitativ und qualitativ gute Ernte, was die „Produkte“ des Fachbereichs betrifft. „Wir sind stolz auf Sie und ihre Leistungen während ihres Studiums! Sie werden gute Repräsentantinnen du Repräsentanten unseres Fachbereichs sein. Mit ihrem erfolgreichen Abschluss gehen Sie aber auch eine Verpflichtung ein: Ab jetzt sind sie die Visitenkarte unseres Fachbereiches. Machen Sie einen guten Job, dann werden Ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger auch gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt finden“, forderte Prof. Braatz die Absolvent*innen auf. Sein Dank dafür ging sowohl an die Absolvent*innen als auch an das ganze Team des Fachbereichs, dass insbesondere in den letzten Prüfungswochen große Anstrengungen auf sich genommen hatte, um die Zeugnisse und Urkunden rechtzeitig fertig stellen zu können.

Den Festvortrag hielt der Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein Jan Philipp Albrecht. Er gratulierte den Absolvent*innen ganz herzlich zu ihrem erfolgreichen Studienabschluss und zu dem beruflichen Weg, den sie eingeschlagen haben. „Der Berufszweig, den Sie gewählt haben ist einer der Ältesten auf der Welt und zugleich einer der innovativsten. Viele neue Wege und Ideen sind in der Landwirtschaft möglich und auch nötig, um in der gesamten Wertschöpfungskette vom landwirtschaftlichen Betrieb bis zum Verbraucher neue Impulse zu setzen. Dafür brauchen wir Sie als neue, junge Expertinnen und Experten auf diesem Gebiet. Durch ihre Ausbildung am Fachbereich Agrarwirtschaft sind sie in der Lage, die Herausforderungen der Zukunft im Bereich der landwirtschaftlichen Produktion, Technik und Digitalisierung anzunehmen.“ Sein Dank galt auch dem gesamten Team, das den erfolgreichen Abschluss der Absolvent*innen ermöglicht hat.

Prof. Dr. Udo Beer, der Präsident der Fachhochschule Kiel, überbrachte die Glückwünsche des Präsidiums aus Kiel. In seinem Grußwort brachte er seine Freude über die guten Abschlüsse der Absolvent*innen zum Ausdruck, nicht ohne auch auf die gute Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Agrarwirtschaft hinzuweisen. „Das Wir-Gefühl ist hier besonders ausgeprägt“, lobte er. „Hier werden Absolvent*innen entlassen, die auch gebraucht werden. Die Marke ‚Fachbereich Agrarwirtschaft‘ in Osterrönfeld ist gut, es gibt keine bessere in Deutschland. Seien Sie ein guter Markenbotschafter ihres Fachbereichs“ gab er den Absolvent*innen mit auf den Weg.

Die Übergabe der Urkunden und Zeugnisse durch den Dekan, Prof. Dr. Martin Braatz, und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Prof. Dr. Albrecht Mährlein leitete Prof. Mährlein mit einem aufrichtigen Dank an Antje Goetzien aus dem Studentensekretariat ein. Frau Goetzien habe in unermüdlichen Einsatz Birgit Albrodt aus dem Prüfungsamt ersetzt, die für einige Zeit ausfällt. Ihr sei es zu verdanken, dass die Absolvent*innen ihre Zeugnisse und Urkunden rechtzeitig zur Exmatrikulation bekommen.

Als Überleitung zur Übergabe der Urkunden und Zeugnisse erfreute Prof. Mährlein die Anwesenden mit einigen Zitaten und humorvollen Beispielen sprachlicher und grafischer Irritationen, die einem im täglichen Leben begegnen können und die die Notwendigkeit einer korrekten Schreibweise in Seminar- und Abschlussarbeiten herausstellten. „Treffen Sie rationale Entscheidungen nicht ohne vorher darüber nachzudenken! Das macht Arbeit, aber es lohnt sich, und Sie haben es in Ihrem Studium gelernt“, war seine Empfehlung für den weiteren Lebensweg. Mit der Aufforderung, auch den „Sponsoren“ zu danken, die das Studium unterstützt haben, wünschte er ihnen alles Gute für die Zukunft. Anschließend empfingen die Absolvent*innen ihre Zeugnisse und Urkunden.

Für die Absolvent*innen reflektierten Franziska Otte und Muke Kilian ihren Weg durch das Studium. Von der ersten Stundenplanbesprechung am Studienanfang über die interdisziplinären Wochen, die große Exkursion nach Rumänien, das Praxissemester im Ausland bis zur Thesis am Ende des Studiums präsentierten beide abwechselnd den Gästen einen Eindruck vom anstrengenden Studienalltag in Osterrönfeld. Zur Vielseitigkeit der Eindrücke in die Landwirtschaft zählte dabei auch immer die ständige Verkostung regionaler Destillate auf engstem Raum, wobei sie sich auf ein Zitat von Prof. Mißfeldt beriefen, nach dem der Kern der Pädagogik in der Wiederholung läge. Abschließend wurde den Mitarbeiter*innen aus dem Sekretariat und der Bibliothek mit Blumensträußenfür die Motivation, die Unterstützung und den Rückhalt während des Studiums gedankt. Auch das Ehepaar Höppner konnte sich über den Dank für die ständige gute Versorgung mit belegten Brötchen und Kaffee ad libitum freuen. „Wir verlassen den Fachbereich mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ schlossen sie ihren Beitrag.

Auch der Vorsitzende der Vereinigung der Agraringenieure, Herr Dipl.-Ing (FH) Stefan Heins, überbrachte als scheidender Vorsitzender letztmals seine Glückwünsche an die Absolvent*innen. „Jetzt haben sie es geschafft, sie können durchstarten, sie sind jetzt die Expert*innen für die Landwirtschaft. Vergessen sie aber nicht, dass Fachwissen zwar gut, aber auch nur ein Baustein für den Erfolg des weiteren Berufsweges ist.“ Viele weitere Eigenschaften wie soziale Kompetenz, Ziel- und Ergebnisorientierung sowie Empathie seien genauso wichtig, um erfolgreich im Beruf zu sein! „Worin unterscheiden sie sich von ihren Konkurrenten? Schaffen Sie sich Ihr eigenes Profil, Ihre eigene Marke und bauen Sie Ihre Stärken aus, dann werden Sie erfolgreich sein“, gab er den Absolvent*innen mit auf den Weg. „Der Fachbereich hat Ihnen ein großes Netzwerk mitgegeben, pflegen Sie es real, nicht nur virtuell, auch mit Hilfe des Ehemaligenvereins“, warb er für die Mitgliedschaft im Alumniverein. Abschließend lud er die Festgesellschaft zu Sekt, Saft und Selters im neuen Claus-Heller-Haus des Fachbereichs ein.

Wir gratulieren allen Absolvent*innen ganz herzlich und wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft.

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