Tag der Lehre 2020

In diesem Jahr steht der Tag der Lehre unter dem Motto Gut Erklärt ist halb verstanden - komplexe Lerninhalte verständlich erklären.

Er findet am Dienstag, dem 1. Dezember 2020 statt. 

An diesem Tag haben Sie die Gelegenheit, sich mit Kolleginnen und Kollegen sowie mit Studierenden über Ihre Lehre auszutauschen und Beispiele guter Lehrpraxis mit Bezug zum Thema „Erklären in der Lehre“ kennenzulernen. Die Teilnahme von Studierenden bietet Ihnen die Chance, dieses Thema über einen kollegialen Austausch hinaus zu beleuchten. Außerdem erhalten Sie theoretisch fundierte und praktisch erprobte Impulse.

Call for Posters

Vorlage für die Erstellung von Posterbeiträgen

Call for Science-Slam-Beiträge

Für Fragen und Anmeldungen melden Sie sich bitte bei Inga Mähl (inga.maehl(at)fh-kiel.de, 0431 210 1240).

Programm

09:00-09:15  Begrüßung und Verleihung der hochschuldidaktischen Zertifikate

09:15-10:15  Keynote von Prof. em. Dr. Gabriele Strobel-Eisele: Die Erklärung im Kontext von Wissenschaftstheorie, Didaktik und empirischer Forschung

10:15-10:30  Kaffeepause

10:30-11:30  Postersession mit themenbezogenen Lehrpraxisbeispielen

11:30-12:30  Mittagessen

12:30-15:30  Parallele Workshops zum Erklären in der Lehre (angefragt):

15:30-16:15  Abschluss mit Science Slam

Anmeldungen zum Tag der Lehre mit Workshopwunsch senden Sie bitte per Mail an inga.maehl(at)fh-kiel.de.

Die Erklärung im Kontext von Wissenschaftstheorie, Didaktik und empirischer Forschung

Über einen Rückblick auf wissenschaftstheoretische und kulturgeschichtliche Hintergründe  lassen sich erste Hinweise auf die Frage gewinnen, was eine Erklärung ausmacht bzw. welche Merkmale und Prinzipien sie kennzeichnen. Als pädagogisch-didaktische Handlungsform macht sie auf die prinzipielle Differenz von Erklären, Verstehen und Lernen aufmerksam und eröffnet die Diskussion um die Frage, was man wissen muss, um jemandem etwas erklären zu können bzw. wie man einfache und komplexe Sachverhalte einem Lernenden vermittelt. An einigen Beispielen werden die  Herausforderungen einer guten Erklärung illustriert und auch  Grenzen des Erklärens thematisiert, weil manche Phänomene praktisch erfahren und in der Situation erlebt werden müssen. Auch auf das Erzählen als Modus des erklärenden Vermittelns wird dabei eingegangen. Die empirischen Befunde der Bildungs- und Unterrichtsforschung zum Erklären als Form effektiven Unterrichtens bieten weitere Einsichten, wie man die Lernprozesse der Lernenden effektiv anleiten kann. Dafür liegen zwar inzwischen einige Studien vor, die sich mit punktuellen Fragestellungen wie z. B. mündlichem oder schriftlichem Erklären sowie systematischem Erklären anhand von Lösungsbeispielen befassen. Allerdings ist der aktuelle Forschungsstand noch nicht zufriedenstellend, vor allem was fachbezogene Themen und Inhalte betrifft.

Referentin:  Prof. em. Dr.Gabriele Strobel-Eisele, Institut für Erziehungswissenschaft der PH Ludwigsburg

Erklären in der Lehre

Die verständliche Vermittlung von komplexen Sachinhalten und die Reduktion von Wissen auf das Wesentliche sind zwei wichtige Lehrkompetenzen, die maßgeblich zur Erreichung der Lernziele einer Lehrveranstaltung seitens der Studierenden beitragen. Wo aber liegt die Grenze zwischen „zu viel vorausgesetzt“ und „zu wenig gesagt“? Und wie steuert man als Lehrende diesen Prozess erfolgreich?

Referentin: Giovanna Putortì, PerLe, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Storytelling - Geschichten für die Lehre

Eine gute Rede ist keine Schreibe – sie ist eine „Sage“. Wer Geschichten zu berichten weiß, überzeugt durch Bilderreichtum, Prägnanz und Nachhaltigkeit. Im Rahmen dieses Workshops werfen wir einen Blick auf das Instrument „Storytelling“, mit dem Sie in Ihren Veranstaltungen kreativ arbeiten können, um z.B. Aufmerksamkeit zu erzeugen und zu binden, in neue Themen einzuführen und/oder Beispiele zur Verdeutlichung anzuführen.
Storytelling bedeutet einen Bruch im Muster des Vortragens und schafft einen anderen Zugang zu dem präsentierten Wissen – denn: Geschichten sind seit jeher Teil unserer kulturellen Tradierung von Wissen. Die Methode des Storytellings bedient sich dieser Tradition und setzt Geschichten bewusst ein, um Aufmerksamkeit zu generieren, Wissen zu verankern und Abwechslung zu schaffen.

Referent: Nils Beckmann, Unternehmen Reflaction

Fachliche Lernhürden erkennen

Erklärungen gehören zum Alltag in der Hochschullehre: Erfahrene Lehrende sind sehr geübt im Erklären von fachlichen Zusammenhängen, Methoden, Theorien und Modellen. Aber doch kommt es immer wieder dazu, dass Studierende das Erklärte nicht verstehen. Woran kann das liegen? Was sind die „Hürden“, die das Lernen erschweren? Decoding the Disciplines (Pace & Middendorf, 2004) ist eine Methode, die diesen Fragen nachgeht. Im Workshop werden Sie diese Methode kennenlernen, die vom Erkennen solcher „Hürden“ bis zur Weiterentwicklung der Lehre reicht, um das Hindernis auszuräumen oder zu minimieren, und dann zu prüfen, ob dies wirklich gelungen ist. Insbesondere stellen wir Verfahren vor, mit denen Sie „Hürden“ in Ihrer Lehre identifizieren können.

Referierende: Prof. Dr. Peter Riegler, Ostfalia Hochschule und Dr. Christiane Metzger, ZLL