eHighway.SH

Analyse der Netzrückwirkungen der eHighway-Unterwerke und Bewertung derer Netzinfrastrukturkosten

Forschung im Rahmen des Feldversuchs eHighway in Schleswig-Holstein, gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Ab 2019 sollen auf drei Strecken in Schleswig-Holstein, Hessen und Baden-Württemberg, Oberleitungs-LKW im Praxiseinsatz untersucht werden. Im „Feldversuch eHighway an der Bundesautobahn (BAB) A1 in Schleswig-Holstein (FESH)“ erfolgt die Erprobung der Oberleitungs-Infrastruktur sowie deren Zusammenspiel mit elektrisch angetriebenen LKW. Ziel des Gesamtvorhabens ist es, einen Beitrag zu einem emissionsärmeren Gütertransport auf der Straße zu leisten. Neben den Analyseschwerpunkten Funktionalität und Zuverlässigkeit des neuen Fahrzeug- und Infrastruktursystems im Realbetrieb wird eine Systemevaluierung unter ökologischen und ökonomischen Aspekten durchgeführt.

Das Teilvorhaben hat das Ziel die „Netzseitigen Messungen“ mit Bestimmung der wesentlichen Netzeigenschaften wie Netzimpedanz oder Oberschwingungsvorbelastung durchzuführen und darauf aufbauend eine Bewertung der ausgehenden Netzrückwirkungen von den Gleichstromunterwerken (GUw)“ abzugeben. Es soll ein Vergleich der Gleichrichter- und Umrichtertechnik gemacht werden, um die elektrischen Emissionen der beiden Systeme gegenüberzustellen. Weiterhin werden einzelne Energiebilanzen für bestimmte Belastungsszenarien erstellt und der Anteil der erneuerbaren Energieeinspeisung im Energienetz bestimmt. Für die Elektrifizierung einer Modellstrecke wird diese auf die Netzeigenschaften wie Kurzschlussleistung untersucht und daraus mögliche Netzanschlusspunkte bestimmt. Darauf aufbauend werden die Netzausbaukosten errechnet und gegenübergestellt. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse wird eine Handlungsempfehlung zur Planung und Auslegung in Bezug auf die elektrischen Eigenschaften von eHighway-Unterwerken erstellt.