„Raus aus dem Alltag, rein in die frische Luft“

Kiel, 17.05.2010

„Raus aus dem Alltag, rein in die frische Luft“, so lautet das Motto von Katja Jantz nach einem arbeitsreichen Tag an der FH Kiel. Seit Beginn 2010 ist die 31-jährige in der Pressestelle tätig, zunächst als Praktikantin und seit dem 1. Mai als Volontärin. Im Interview mit Vera Nick sprach die studierte Philologin über ihre erste Zeit an der FH, ihren bisherigen Werdegang, die Besonderheiten Kiels und ihre Freizeitgestaltung.

VN (Vera Nick): Mittlerweile sind Sie schon über drei Monate an der Fachhochschule Kiel. Was hat Sie hierher verschlagen?

KJ (Katja Jantz): Die Suche nach einem Praktikum, das mich voranbringt. Ich hatte schon einen Platz in einer anderen Pressestelle sicher – allerdings ohne Aussicht auf anschließende Weiterbeschäftigung. Also habe ich weiter gesucht. Das Vorstellungsgespräch mit Klaus Heinze und Frauke Schäfer hier an der FH Kiel klang für mich sehr interessant und vielversprechend. Und das hat sich ja nun auch bewahrheitet: Seit Anfang Mai mache ich ein zweijähriges Volontariat in der Pressestelle.

VN: Was haben Sie in Ihrer ersten Zeit an der FH erlebt?

KJ: Durch mein dreimonatiges Praktikum habe ich viele sehr nette Menschen getroffen und auch fachlich schon einiges dazugelernt. Manche Dinge, die ich vorher z. B. beim Rundfunk oder im Verlag schon gemacht hatte, konnte ich hier wieder aufgreifen und ausbauen: Themen recherchieren, Interviews führen oder Texte unterschiedlichster Art korrigieren, redigieren und auch selbst schreiben.

VN: Haben sich Ihre Erwartungen an den Arbeitsplatz erfüllt?

KJ: Ich habe hier tatsächlich die Themenvielfalt vorgefunden, die ich mir erhofft hatte. So lerne ich täglich viel dazu. Ich wurde im Praktikum von Anfang an von Frauke Schäfer mit eingebunden und konnte viele Aufgaben selbstständig erledigen, was mir sehr wichtig ist.

VN: Sie haben Anglistik, Romanistik und neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Christian- Albrechts Universität zu Kiel studiert. War Ihnen damals schon bewusst, dass Sie einmal in die Öffentlichkeitsarbeit gehen werden?

KJ: Nein, überhaupt nicht. Ich habe mich damals bewusst gegen ein Lehramtsstudium entschieden und stattdessen das etwas „schwammigere“ Magisterstudium gewählt, um im Anschluss mehr Möglichkeiten zu haben. Ursprünglich wollte ich in den Verlagsbereich, vorzugsweise ins Lektorat. Aber Verlage haben auch Presseabteilungen, also bin ich bisher nicht so weit abgedriftet. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Non-Profit-Organisationen im Bereich Tier- oder Umweltschutz könnte ich mir ebenfalls sehr gut vorstellen. Wer weiß, was sich im Anschluss an das Volontariat so ergibt. Ich halte meine Augen offen…

VN: Wie sieht bei Ihnen ein ganz normaler Arbeitstag aus?

KJ: Zunächst lese ich meine E-Mails und aktualisiere unseren Pressespiegel. Was ich den Rest des Tages mache, hängt davon ab, was gerade ansteht: Ich arbeite z. B. mit am Corporate Design unserer neuen Flyer und Plakate oder bereite Pressemitteilungen, Nachrichten und auch Reportagen vor, um diese anschließend mit dem Content-Management-System Typo 3 auf unserer Homepage zu veröffentlichen. Manchmal ergeben sich sehr kurzfristig Interview- oder Fototermine, und dann spurte ich los. Jeder Tag kann anders sein.

VN: Was haben Sie gemacht, bevor Sie an die FH Kiel kamen?

KJ: Nach Abschluss meines Studiums lief es leider nicht so, wie ich geplant hatte. Man kann eben nicht immer, wie man will. Aber ich bin eine Kämpfernatur und habe mich mit verschiedenen Jobs über Wasser gehalten, bevor ich im Rahmen eines Verlagspraktikums für ein halbes Jahr nach Hamburg gegangen bin. Zurück in Kiel habe ich vier Jahre als Buchhändlerin gearbeitet und zuletzt eine betriebswirtschaftliche Fortbildung mit dem Schwerpunkt Marketing und Öffentlichkeitsarbeit abgeschlossen.

 

VN: Sie wohnen schon mehrere Jahre in Kiel. Was schätzen Sie an der Stadt?

KJ: Hauptsächlich nun mal das Meer, auch wenn es abgedroschen klingt. Seit unserer Rückkehr aus Hamburg leben mein Mann und ich in Holtenau, und ich gewöhne mich glücklicherweise nicht an den maritimen Blick aus dem Fenster, sondern freue mich jedes einzelne Mal über die kleinen Segelboote, großen Kreuzfahrer und bunten Traditionssegler, das mal graue und mal blaue Wasser und auch über die kreischenden Möwen. Holtenau ist toll - man gehört zur Stadt und hat alles Nötige in der Nähe, lebt aber gleichzeitig in dörflicher Idylle.

 

VN: Wie gestalten Sie Ihre Freizeit?

KJ: Raus aus dem Alltag, rein in die frische Luft! Ich bin sehr gerne unterwegs und kann jeder Wetterlage irgendetwas abgewinnen. Nicht umsonst heißt es: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Seit kurzem haben mein Mann und ich ein fahrbares „Zuhause“ und können so die Wochenenden noch viel besser nutzen. Ich muss nicht weit weg fahren, um mich weit weg zu fühlen. Außerdem mag ich Literatur und die skurrile Art skandinavischer Filme und höre sehr gerne Musik und Hörspiele - am liebsten „die drei ???“, über die ich auch meine Magisterarbeit geschrieben habe.

 

VN: Haben Sie Wünsche und Träume für die Zukunft?

KJ: Es ist mir sehr wichtig, dass meine liebe Familie glücklich, gesund und rundum zufrieden ist. Ansonsten ist ja noch vieles offen, und hoffentlich passiert auch noch einiges. Ich wünsche mir, dass ich mich selbst verwirklichen kann. Eine erfüllende Arbeit, kein Stillstand, keine Langeweile und viel Zeit für Spaß und die schönen, kleinen Dinge des Lebens. Und ich träume von einem kleinen Schwedenhaus am Meer, von vielen weiteren spannenden Reisen mit meinem Mann und - ganz wichtig - von einem Hund! Mal sehen, ob Träume Schäume sind…