Raus auf die Piste

Roll-out des T-Kiel A 11

Kiel, 15. 04. 2011

Am Samstag, 7. Mai 2011 ist es wieder soweit. Das Formula Student Team Raceyard stellt seine neueste Rennwagenentwicklung vor.

Begonnen hatte die Saison bereits im Oktober vergangenen Jahres. Nachdem nahezu alle Mitglieder das Team nach zweijähriger Zusammenarbeit verlassen hatten, musste ein neues Team gebildet werden. Durch Vorlesungsbesuche und einen „Recruiting Day“ konnten fast 60 Studierende für das Team gewonnen werden. Diese kamen dabei nicht nur aus dem Fachbereich Maschinenwesen, sondern auch aus den Studiengängen BWL, Informatik, Mechatronik und Elektrotechnik. Die hohe Anzahl von Studierenden anderer Fachbereiche zeigt, dass sich Raceyard zu einem hochschulweiten Projekt entwickelt. Es zeigt auch, dass ein hochentwickeltes Rennfahrzeug eine so komplexe Herausforderung ist, dass ohne die vielen verschiedenen Fachrichtungen kein Fortschritt mehr zu erzielen wäre.

Zu Beginn der Saison mussten zunächst einmal die Aufgaben verteilt und die vielen neuen Teammitglieder an die Rennwagenentwicklung herangeführt werden. Hierfür nutzten wir die Dritten Interdisziplinären Wochen, um Grundlagen zu erarbeiten und das letztjährige Fahrzeug, den T-Kiel A 10, zu begreifen. In den Folgemonaten analysierten wir dann die Schwächen des Fahrzeuges genau, ermittelten sein Potential und setzen dieses durch verbesserte Konstruktionen um.

Einiges wurde grundlegend neu, anderes „evolutionär“ weiterentwickelt. Aufgrund deutlich verbesserter Daten über die Eigenschaften der Reifen, wurde das Fahrwerk komplett überarbeitet und so gestaltet, dass es perfekt mit den Reifen zusammenarbeitet. Da der Reifen das wichtigste Bauteil eines Rennwagens ist, erhoffen wir uns eine deutliche Performancesteigerung. Eine weitere Neuentwicklung ist die Airbox. Aufgrund des Reglements muss das Team mit einer Restriktion der Ansaugluft leben. Dadurch fehlt dem Motor quasi die Luft zum Atmen und seine  Leistung sinkt drastisch. Dies versuchen wir durch die Airbox auszugleichen, die sich jeder Drehzahl individuell anpassen kann und deutlich strömungsgünstiger gestaltet ist. So wird ein höheres Drehmoment erreicht, was die Beschleunigung verbessert und nicht zuletzt auch hilft, Kraftstoff zu sparen. Auch in den Bereichen Rahmen, Motortechnik, Elektrotechnik und Sensorik gab es große Fortschritte.

Nachdem der T-Kiel A 10 im Vorjahr den neunten Platz beim Event in Silverstone erreichte, will Raceyard in diesem Jahr die Top 5 knacken und ganz nach vorn fahren. Das Team ist nach dem bisherigen Saisonverlauf sehr optimistisch, dieses Ziel auch erreichen zu können.

Der Roll-Out am 7. Mai ist für das Team der erste Höhepunkt der Saison. Anders als in den vergangenen Jahren möchten wir dem interessierten Zuhörer beim diesjährigen Roll-Out auch die Technik des Fahrzeuges und näherbringen. Auch der Event, bei dem das Team gegen die besten Hochschulen der Welt antritt, soll vorgestellt werden. In diesem Jahr findet der Roll-Out erstmalig im Mehrzweckgebäude statt. Einlass ist ab 18 Uhr. Die Besucherinnen und Besucher können mit dem Team in Kontakt treten und Fragen stellen. Außerdem präsentieren wir alle fünf bisher gebauten Fahrzeuge. Um 19 Uhr beginnt das offizielle Roll-Out Programm, an dessen Ende wir den neuen T-Kiel A 11 enthüllen.

Das Team Raceyard lädt alle Interessierten sehr herzlich ein, dabei zu sein.

Text: Thorben Kerkenberg