Elektrisierender Studienbeginn an der FH Kiel

startIng! geht in die zwölfte Runde, 252 „Erstis“ sind dabei

Prof. Dr.-Ing. Jochen Hasenpath steht den Studierenden für fachliche Fragen zur Verfügung. Foto: Christian Lendl.

Erneut konnte die Fachhochschule (FH) Kiel eine attraktive Projektpartnerin für ihr Erstsemesterprojekt startIng! gewinnen. In diesem Jahr stellt die Toshiba Railway Europe GmbH aus Kiel den Studienanfänger*innen eine anspruchsvolle Aufgabe: die Entwicklung eines Stromabnehmers für Hybrid-Mittelführerhaus-Lokomotiven.„Auch bei den meist im Rangier- und Kurzstreckenverkehr eingesetzten Mittelführerhaus-Loks erschließt die Ausrüstung mit Stromabnehmern in Verbindung mit der Hybrid-Technologie ein signifikantes Potential zur Energiekosten- und Kraftstoffeinsparung. Eine der technischen Herausforderungen ist dabei die Anordnung des Stromabnehmers innerhalb des eng begrenzten nutzbaren Raumes rund um die Lokomotive. Toshiba freut sich auf viele neue Ideen der Studierenden zu dieser Aufgabenstellung“, erklärt Dr. Andreas Singer, Head of Vehicle Systems bei Toshiba.

Seit Projektstart am Montag (5. November 2018) sind die 252 Teilnehmenden aus neun ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen in 21 interdisziplinäre Teams eingeteilt und tüfteln an einer Lösung. Studierende höherer Semester beraten bei fachlichen Fragen; Team-Coaches aus dem Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit unterstützen beim Teambuilding.

„Ich gratuliere startIng! zu diesem international aufgestellten Projektpaten und der spannenden Aufgabe für die Studierenden. StartIng vermittelt seit Jahren wichtige Impulse aus der Praxis für angehende Ingenieurinnen und Ingenieure. Das schafft hohe Motivation und deshalb ist startIng! als Startrampe in ein anwendungsorientiertes Studium nicht mehr wegzudenken“, sagte Wissenschafts-Staatssekretär Dr. Oliver Grundei. Neben dem Wissenschaftsministerium unterstützt der Arbeitgeberverband Nordmetall das Erstsemesterprojekt, das in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal stattfindet. „Bei startIng! bearbeiten die Studienanfängerinnen und  Studienanfänger direkt zu Beginn ihres Studiums ein Projekt aus dem echten Ingenieurleben. Das macht nicht nur viel Spaß, sondern ist für die jungen Leute ideal, um zu prüfen, ob sie wirklich Ingenieure werden wollen. Gleichzeitig sinkt dadurch die Quote an Studienabbrüchen in späteren Semestern. Eine echte Win-win-win-Situation für die Studierenden, die Fachhochschule und die Unternehmen“, erläutert Peter Golinski, Geschäftsführer Bildung und Arbeitsmarkt bei Nordmetall.

Auf der Abschlussveranstaltung im Mehrzweckgebäude (Sokratesplatz 3) am Montag, 12. November 2018, von 14:00 bis 17:30 Uhr stellen sechs ausgewählte Teams ihre Ergebnisse vor, die besten Ideen werden prämiert. Außerdem präsentieren sich frühere Projektpatinnen im Foyer, unter den Firmenvertreter*innen sind auch ehemalige Teilnehmer*innen des Erstsemesterprojekts. Interessierte und Pressevertreter*innen sind herzlich eingeladen, die Teams bei der Arbeit zu beobachten oder die Abschlussveranstaltung zu besuchen. Hier können Sie den Veranstaltungsflyer einsehen.

Ansprechpartner
Prof. Dr.-Ing. Jan Henrik Weychardt (Fachbereich Maschinenwesen), jan.henrik.weychardt(at)fh-kiel.de
Prof. Dr. Harald Jacobsen (Fachbereich Informatik und Elektrotechnik), harald.jacobsen(at)fh-kiel.de

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