​​​​​​​FH Kiel ist Gründungsmitglied der internationalen Initiative der Linux Foundation für den öffentlichen Gesundheitssektor

Erstellt von Frauke Schäfer

Die Initiative möchte den öffentlichen Gesundheitssektor im Kampf gegen die Pandemie unterstützen

Die Fachhochschule (FH) Kiel ist einziges deutsches Gründungsmitglied der am 20. Juli gegründeten Linux Foundation Public Health (LFPH) Initiative. Mit ihrer weltweiten Initiative möchte die gemeinnützige Organisation den öffentlichen Gesundheitssektor mit effizienter Open-Source-Software im Kampf gegen Covid-19 und zukünftige Epidemien unterstützen. Nach dem Start mit zwei Corona-Warn-Apps will die Organisation Dutzende von Projekten beherbergen, um alle Phasen der Aktivitäten örtlicher Gesundheitsämter zu unterstützen – vom Testen über das Rückverfolgen der Ausbreitung bis hin zu Isolierungsaktivitäten. Der Kontakt zur Linux Foundation entstand über das Hochschulprojekt OHIOH.

Im März 2020 rief der Wirtschaftsinformatikstudent Tjark Ziehm die studentische Initiative OHIOH (Our Health In Our Hand) ins Leben. Ziel der Initiative: Die Entwicklung einer Corona-App auf Basis einer Open-Source-Software. Um die Initiative zu unterstützen, erklärte das Präsidium der FH Kiel OHIOH zum Hochschulprojekt. Durch die Teilnahme an nationalen und EU-weiten Hackathons entstanden Kontakte zu internationalen Arbeitsgruppen und letztendlich zur Linux Foundation. „Die FH Kiel und OHIOH haben frühzeitig an Open-Source-Lösungen gearbeitet, um die Gesundheitsbehörden und die breite Öffentlichkeit bei der Bewältigung der Herausforderungen der aktuellen Pandemie zu unterstützen und zukünftige Ingenieure auszubilden, die ähnliche Herausforderungen in der Zukunft meistern können. Sie sind Teil der globalen Gemeinschaft von LFPH“, lobt Dan Kohn, General Manager von LF Public Health, das Engagement der Fachhochschule Kiel.

„Die Mitgliedschaft in der Linux Foundation als akademischer Partner eröffnet uns ganz neue Chancen für internationale Kooperationen, nicht nur im multidisziplinären Forschungsfeld des Gesundheitssektors“, freut sich Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Klaus Lebert. Auch Präsident Prof. Dr. Björn Christensen sieht in der neuen Mitgliedschaft einen wichtigen Baustein für die internationale Strategie der Hochschule. „Von dem direkten Zugang zu weltweit führenden Institutionen des Technologiesektors können wir alle profitieren. Und darüber hinaus haben wir über die Linux Foundation mit ihrem Hauptsitz in San Francisco eine weitere Brücke in unsere Partnerstadt und das Silicon Valley geschlagen“, so Christensen.

Prof. Dr. Michael Prange hatte im Frühjahr gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Krauss die wissenschaftliche Leitung des Hochschulprojekts OHIOH übernommen. Der Professor für Data Science möchte gerne noch mehr Studierende auch anderer Disziplinen in die fachbereichsübergreifenden Forschungsthemen einbinden: „Vielfältige Anknüpfungspunkte ergeben sich nicht nur mit unserem interdisziplinären Masterstudiengang Data Science. Ich denke da an Themen wie Datenethik, IT-Sicherheit, Cloud Computing, Big Data und Data Analytics. Wir planen bereits konkrete Forschungsprojekte mit unseren internationalen Kooperationspartnern. OHIOH steht allen offen, wir freuen uns über jegliche Form der Mitarbeit“, betont Prange.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung der Linux Foundation:

https://www.lfph.io/2020/07/20/tech-leaders-and-health-authorities-from-around-the-globe-collaborate-to-combat-covid-19/

Gründungsmitglieder von LF Public Health: https://www.lfph.io/join/members/

Portfolio der weltweiten Softwarelösungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie: https://landscape.lfph.io/

Original-Zitat von Dan Kohn, General Manager LF Public Health: „FH Kiel and OHIOH have been working from the very beginning on open source solutions to support public health authorities and the general public in addressing the challenges presented by the current pandemic as well as educating future engineers to address similar challenges in the future. They are part of LFPH's global community. “

 

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