„Schöne Pause“ von Friederike Rückert

Vom 14. Januar bis zum 17. Februar 2010 stellte Friederike Rückert in der Galerie des Bunker-D Arbeiten aus, die sich mit den Folgen der Wirtschaftskrise beschäftigen. Inspiriert dazu wurde die Künstlerin durch einen Nachbarn, der in Kurzarbeit war. Da er sich anfangs über die zusätzliche Freizeit freute, fragte sich die Künstlerin, ob dies also eine „Schöne Pause“ sein kann.

Mit dieser Ausstellung widmete sich die Künstlerin erstmals einem gesellschaftlichen Thema. Sie empfindet die Gegenwart als eine Zeit, in der wir uns mit unseren technischen Errungenschaften die Arbeitsplätze kaputt machen.

Dieses Empfinden drückte sie in der Ausstellung in sieben Videosequenzen mit klaren, reduzierten Bildern aus, die auf skurrile und gleichzeitig poetische Weise zum Schmunzeln anregten. So tanzten beispielsweise wie von Geisterhand leere Einkaufswagen über ein verlassenes Parkdeck und ein Rasensprenger bewässerte einen zubetonierten Garagenhof. Ein anderes Video zeigte eine leere Rolltreppe, die zu melancholischen Saxofonklängen auf und ab fuhr.