23. Interdisziplinäre Wochen an der FH Kiel

Erstellt von Frauke Schäfer

Herbst-IDW bieten bei 180 Programmpunkten nur wenige Präsenzveranstaltungen

Christian Paulsen steht in seinem Büro neben Umzugskisten

Nicht nur bei der Programmgestaltung musste Christian Paulsen flexibel sein. Während der IDW bezieht er mit seinem Team ein Interimsbüro im Gebäude 22, mitten auf dem Campus. Gepackt hat er schon. Foto: Frauke Schäfer

Im Frühjahr mussten die Interdisziplinären Wochen (IDW) der Fachhochschule Kiel aufgrund der Corona-Pandemie pausieren, in diesem Herbst finden sie zum 23. Mal statt. Vom 23. November bis 4. Dezember 2020 können Studierende und Lehrende erneut zwei Wochen lang einen Blick über den fachlichen Tellerrand werfen und interdisziplinär forschen und lernen. Insgesamt stehen 180 Veranstaltungen zur Wahl, die überwiegend online, aber auch teilweise in Präsenz stattfinden.

„Wir mussten tatsächlich einiges umdisponieren“, erklärt Christian Paulsen, der die Organisation dieses Mal verantwortet. „In den vergangenen IDW hatten wir zwei Webinare, jetzt ist fast alles online. Insgesamt bieten wir weniger Veranstaltungen an als gewöhnlich, Exkursionen zum Beispiel sind ganz weggefallen. Dennoch konnten wir ein attraktives Programm zusammenstellen.“ Das meinen offenbar auch die Studierenden, die Anmeldezahlen sind gestiegen, um mehr als 25 Prozent, ein Rekord für die IDW.

Seit 2017 hat das Thema „Gender und Diversity“ seinen festen Platz in den Herbst-IDW. Mit aktuell 13 Veranstaltungen soll der interdisziplinäre Austausch über Gleichberechtigung, Diskriminierung und Chancengerechtigkeit an der FH weiter gefördert werden. Gleich 20 Veranstaltungen widmen sich dem Thema Nachhaltigkeit, insbesondere einer klimafreundlicheren Lebensweise, auch an der Hochschule selbst. In dem von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH geförderten Kursus „Credits for Future“ zum Beispiel. Student*innen sollen einen Sensorknoten entwickeln, der geöffnete Fenster, Temperaturschwankungen, Licht und Bewegung erfasst und diese Informationen an einen Clouddienst überträgt. Darüber hinaus soll eine App entstehen, die die Daten übersichtlich für die Nutzer*innen darstellt. Langfristig könnten diese Technologien helfen, den Energieverbrauch an der Hochschule zu reduzieren.

Aufgrund der vielen Online-Formate haben mehr Teilnehmer*innen die Chance, an besonders nachgefragten Veranstaltungen teilzunehmen. So haben sich über 200 Studierende zum Workshop „Coronakrise – und plötzlich hat der Staat Geld?!“ von Prof. Dr. Roswitha Pioch, Maurice Höfgen und Jascha Jaworski angemeldet. Sehr gefragt sind auch Angebote der Kategorie „Sprache und Interkulturelles“, hier gibt es 26 Angebote. Die Möglichkeit, Sprachkenntnisse im „Grundkurs Spanisch“ zu erwerben, wollen beispielsweise 60 Studierende nutzen. Und der Online-Kursus „Steuererklärung für Studierende leicht gemacht“ ist schon lange ausgebucht.

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