Die Tempomacher

von Jörn Radtke

Im Twistflow-Windkanal werden Segel und Riggs auf ihre strömungsmechanischen Eigenschaften getestet. Die hier gewonnenen experimentellen Daten fließen in die Simulationen ein.

Im Twistflow-Windkanal werden Segel und Riggs auf ihre strömungsmechanischen Eigenschaften getestet. Die hier gewonnenen experimentellen Daten fließen in die Simulationen ein.

Prof. Kai Graf und sein Team sind die „Yacht Research Unit“ an der FH Kiel. Im Windkanal, im Wassertank und im Computermodell analysieren sie die Entwürfe und Designs von Segelyachten. Sogar beim America’s Cup ist ihr Wissen gefragt.

Auch wenn Prof. Kai Graf von Kindesbeinen an segelt, mag er nicht hören, dass er sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Für ihn ist der gewerbliche Segelsport eine professionelle und anstrengende Herausforderung.

Auch wenn Prof. Kai Graf von Kindesbeinen an
segelt, mag er nicht hören, dass er sein Hobby
zum Beruf gemacht hat. Für ihn ist der gewerbliche
Segelsport eine professionelle und anstrengende
Herausforderung.

Nein, beeindruckend ist sein Anblick nicht. Selbstgebaut wirkt er mit seinen rohen Spanplatten und der steilen Metalltreppe, an deren Ende man den Kopf einziehen muss, um in den Messstand zu gelangen. Auf einer Drehscheibe die Miniaturausführung einer Segelyacht, dahinter ein Vorhang aus Plastiklamellen. Klein, improvisiert und unspektakulär. High-Tech sieht anders aus. Könnte man meinen. Und doch ist der Windkanal in der Maschinenhalle der FH Kiel etwas ganz Besonderes. Nur vier bis fünf dieser „Twistflow-Windkanäle“ gibt es weltweit (1). Die experimentellen Daten, die er liefert, sind gefragt – und nicht selten streng vertraulich. Denn Prof. Kai Graf und sein Team erheben nicht nur Messdaten, sie werten sie auch mit speziellen, ständig weiterentwickelten Rechenmodellen aus.

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