Tipps für die Wohnungssuche

WG, 1-Zimmer-Wohnung oder doch Hotel Mama?

Es ist wieder soweit: Im Wintersemester 2018/2019 startet ein neues Studienhalbjahr und mit ihm auch die Suche nach gutem, bezahlbarem Wohnraum in Kiel. Welche Tipps euch dabei helfen können, wenn ihr euch für die richtige Bleibe entscheiden müsst, hat euch die viel.-Redaktion zusammengestellt.

Ein Umzug zum Studium muss meistens sehr schnell gehen. Viele Zusagen erreichen die Studierenden kurzfristig, sodass sie in der neuen Stadt kaum genug Zeit für die Wohnungssuche haben. Wer schon in Kiel lebt, aber noch bei Mama und Papa einquartiert ist, die WG wechseln möchte oder einfach eine neue Unterkunft sucht, trifft auf ähnliche Herausforderungen wie alle Zugezogenen: Welcher Stadtteil ist nah genug an der Hochschule? Wo gefällt es mir persönlich? Soll ich alleine oder mit mehreren Mitbewohnern leben? Kann ich mir das überhaupt leisten? Worauf sollte ich achten?

Wohnheim

Die einfachste Lösung: Ein Zimmer in einem Studentenwohnheim. Auf dem Campus der FH Kiel in Dietrichsdorf gibt es zum Beispiel die neue Wohnanlage im Eichenbergskamp 10. Hier gibt es 97 Wohneinheiten, die entweder mit oder ohne Möbel vermietet werden. Alle Wohnräume haben eine Dusche und eine eigene Einbauküche, Internet wird sogar über die Hochschule abgerechnet. Eine Waschmaschine und einen Trockner gibt es ebenfalls im Gebäude. Hier könnt ihr gemeinsam mit sechs, fünf, vier, drei oder zwei Mitbewohnern leben und zahlt zwischen 200 und 240 Euro im Monat. Der Weg zu den Vorlesungen war nie kürzer! Mehr Informationen gibt es hier.

WG-Zimmer

Manchmal sind Wohnheimplätze schnell weg. Daher sind WGs die beliebteste Wohnform von Studierenden. Entweder ihr gründet selbst eine Wohngemeinschaft oder ihr sucht euch ein freies Zimmer in einer bestehenden Gruppe. Da auch diese Zimmer sehr beliebt sind, solltet ihr darauf achten, dass ihr pünktlich zu den Besichtigungen erscheint, euch höflich verhaltet und darauf achtet, dass ihr charakterlich gut zu den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern passt. Das steigert eure Chancen enorm. Habt ihr einmal die richtige WG gefunden, warten nicht nur neue Freunde auf euch, sondern auch echter Zusammenhalt.

Oft findet ihr WG-Zimmer auch sehr kurzfristig, denn viele Studierende vermieten ihr Zimmer für die Zeit, in der sie ein Auslandssemester absolvieren. Zwar heißt das, dass ihr in sechs Monaten erneut umziehen müsst, doch als schnelle Lösung ist dies eine gute Option.

1-Zimmer-Wohnung

Schwer zu finden, aber nicht weniger beliebt sind eigene Wohnungen. Für viele Menschen ist das Leben in einer WG einfach nicht das Richtige. Sucht ihr also nach den ganz eigenen vier Wänden, gilt es, Wohnungsangebote zu durchforsten und Kontakte zu nutzen. Habt ihr eine Besichtigung gefunden, erscheint pünktlich, gebt freiwillig Auskunft über euer Einkommen, habt gegebenenfalls die Bürgschaft eurer Eltern dabei, seid freundlich und versucht, eure neuen Vermieterinnen und Vermieter von euch zu überzeugen. Wird die Wohnung über eine Hausverwaltung vermietet, solltet ihr auch hier bereitwillig alle nötigen Unterlagen schnell vorlegen, um klarzumachen, dass euer Interesse ernstgemeint ist und ihr vertrauenswürdig seid.

Bei den Eltern

Wer ein Studium beginnt, möchte endlich auf eigenen Beinen stehen, sich nicht mehr anhören, dass die Wäsche aufgeräumt und das Geschirr gespült werden muss und braucht eigentlich auch kein Zimmer mehr neben den kleinen Geschwistern. Trotzdem ist Hotel Mama für viele Studierenden gerade zu Beginn eine gute Lösung, wenn das Geld noch nicht reicht und die Suche auf dem Wohnungsmarkt keine neue Bleibe aufgetrieben hat.

Seht das Arrangement positiv: Wenn ihr ein Auslandssemester machen wollt, müsst ihr kein Zimmer untervermieten. Ihr müsst euch vielleicht keine Gedanken darüber machen, ob die Wäsche gewaschen und der Kühlschrank gefüllt ist. Und in stressigen Prüfungszeiten sind eure Eltern ganz bestimmt mit dem Notfallvorrat an Schokolade zur Stelle… Findet am besten geeignete Regelungen mit euren Eltern, wie ihr das zukünftige Zusammenleben gestalten könnt. Wollt ihr einen Teil zur Miete beisteuern? Wollt ihr die Räume neu aufteilen? Gibt es Aufgaben im Haushalt, die ihr übernehmen könnt?

Wohnen gegen Hilfe

Ein immer beliebteres Wohnmodell heißt „Wohnen gegen Hilfe“. Hier geht es darum, dass Senioren, Familien mit Kindern, Alleinerziehende oder andere hilfsbedürftige Menschen, die ausreichend Wohnraum zur Verfügung haben, ein Zimmer gegen eine geringe oder gar keine Miete an Studierende abgeben. Im Gegenzug verpflichten sich die neuen studentischen Mieterinnen und Mieter dazu, die Hilfesuchenden zu unterstützen: Sei es im Haushalt, bei der Gartenarbeit, im Alltag, bei der Kinderbetreuung, beim Einkauf. Auch gemeinsame Ausflüge, das Spielen am Abend, beim Fernsehen oder das Kochen für die Person können solche Hilfen sein. So lernt ihr nicht nur neue Menschen kennen und tut jeden Tag etwas Gutes, sondern übernehmt Verantwortung, spart eine Menge Geld und seid sicher, dass jeden Abend jemand auf euch wartet, wenn ihr nach Hause kommt.

Angebote findet ihr Online oder an der FH.

Genossenschaften

In Kiel werden aktuell viele neue Bauvorhaben von Wohnungsbaugenossenschaften realisiert. Wenn ihr euch schon jetzt rechtzeitig bei Genossenschaften als Suchende anmeldet und euch auf die Warteliste setzt, winkt euch vielleicht in ein paar Monaten mit ein wenig Geduld eine tolle Bleibe. Die Mietpreise in Genossenschaftswohnungen sind bekanntermaßen günstig, ihr zahlt keine Kaution, sondern erwerbt Genossenschaftsanteile und bekommt jedes Jahr noch einen Teil der Anteile ausgezahlt. Besonders praktisch: Einmal in der Genossenschaft aufgenommen, habt ihr lebenslanges Wohnrecht!

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