Wir rennen rein, wo andere raus rennen

von Katja Jantz

(Foto: Tyll Riedel)

(Foto: Tyll Riedel)

Wenn Kinder Andreas Lach in seiner Uniform sehen, sind sie oft ganz aufgeregt – für sie ist er ein Held. Mehrmals im Monat ist der FH-Mitarbeiter aus dem Fachbereich Wirtschaft als ehrenamtlicher Feuerwehrmann in Eckernförde im Einsatz und das seit 29 Jahren. Er selbst hat die Aufregung mit der Zeit weitgehend hinter sich gelassen, Gelassenheit hilft in brenzligen Situationen viel mehr.

Den berühmten inneren Schweinehund kennt Feuerwehrmann Andreas Lach gut. Er meldet sich gerne mal, wenn der Alarm mitten in der Nacht losgeht. „Meistens gegen zwei Uhr, wenn ich am tiefsten schlafe“, schmunzelt er. „Da frage ich mich im ersten Moment schon, ob ich mir das nun antun muss.“ Vor allem, weil er weiß, dass er nach einem Einsatz nicht mehr schlafen kann. Trotzdem, aufgestanden ist er bisher immer.

Ein Blick auf seinen Pieper verrät ihm, was ihn ungefähr erwarten wird: eine Türöffnung oder Unterstützung beim Krankentransport; besonders heikel sind Großbrände und Verkehrsunfälle. „Dann denke ich nicht mehr viel, sondern sehe zu, dass ich in meine Hosen komme.“ Sein „Einsatzstuhl“ ist immer bepackt: mit Jogginghose, Pulli, Socken und zwar so ordentlich, dass „ich sofort reinkomme“. Die Lichtschalter hat der 52-Jährige so angebracht, dass er nicht lange suchen muss, der Autoschlüssel hängt immer an der derselben Stelle. „Und dann rein ins Auto und ab zur Wache.“

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