Zeit zum kreativen Müßiggang

von Katja Jantz

Katharina Pausch, Dennis Strohbach, Tim Schauder, Daniel Molkentin und Morten Bidzinski erkundeten im November 2014 gemeinsam den Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf. (Foto: Katharina Pausch)

Katharina Pausch, Dennis Strohbach, Tim Schauder, Daniel Molkentin und Morten Bidzinski erkundeten im November 2014 gemeinsam den Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf. (Foto: Katharina Pausch)

Für eine Pause, beispielsweise am Teich im Park am Ivensring oder am Probsteier Platz, war das Wetter zu ungemütlich. (Foto: Tim Schauder)

Für eine Pause, beispielsweise am Teich im Park
am Ivensring oder am Probsteier Platz, war das
Wetter zu ungemütlich. (Foto: Tim Schauder)

Stattdessen tobten sich die vier Studenten auf dem nahegelegenen Spielplatz aus, während Katharina Pausch ihre Aufwärmübungen für die anschließende Dokumentation fotografisch festhielt. (Foto: Katharina Pausch)

Stattdessen tobten sich die vier Studenten auf
dem nahegelegenen Spielplatz aus, während
Katharina Pausch ihre Aufwärmübungen für
die anschließende Dokumentation fotografisch
festhielt. (Foto: Katharina Pausch)

Entspannt durch die Gegend schlendern, sich abseits von gewohnten Wegen treiben lassen, den Gedanken nachgehen, neben der Umgebung vielleicht auch kreative Züge an sich entdecken und das ohne jeglichen Druck, ohne Hintergedanken – wo gibt es dafür im oftmals hektischen Alltag noch Gelegenheiten? Zum Beispiel an der Fachhochschule Kiel.

(Foto: Hartmut Ohm)

(Foto: Hartmut Ohm)

Studierende sehen selten einen Anlass, sich länger als nötig an ihrer Hochschule aufzuhalten, und lernen den Campus und seine Umgebung daher kaum kennen, so die Erfahrung von Pädagogin Regina Schaller. „Sie kommen zu den Vorlesungen – und anschließend gehen sie wieder. Ihre Freizeit verbringen sie meist woanders.“ Das passiere ganz automatisch, denn sie empfänden ihre Hochschule häufig nur als eine Art „Durchgangsraum“, als relativ sterilen, standardisierten Ort, an dem sie sich nur zu einem bestimmten Zweck aufhielten: nämlich zum Studieren. Auch an der FH Kiel zeigt sich – nicht zuletzt bedingt durch ihre Lage am Stadtrand – dieses Phänomen. „Fakt ist, dass bis heute nur eine Minderheit unserer Studierenden im Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf wohnt“, so FH-Präsident Prof. Udo Beer. Daher wüssten sie wenig über diese Gegend, ihre Geschichte, ihre Anwohnerinnen und Anwohner.

Um dem entgegenzuwirken und den Studierenden ihren Campus und sein Umfeld näherzubringen sowie gleichzeitig ihre Kreativität anzuregen, bietet die FH Kiel seit Herbst 2013 ganz offiziell zweimal im Jahr ein Forum: Im Rahmen der Interdisziplinären Wochen (IdW) veranstaltet Regina Schaller, Mitglied der FH-Arbeitsgruppe Kreative FreiRäume, einen gleichnamigen Workshop mit dem Untertitel: Entdecke die Möglichkeiten. Den Ansatz, die Bereitschaft von Studierenden zum Verweilen auf dem Campus und zur kreativen Erkundung seiner Umgebung, gezielt zu fördern, verfolgte die heutige FH-Mitarbeiterin bereits in ihrer Masterthesis zum Thema „Universitäre Nichtorte“. Hauptsächlich beschäftigte sie sich dafür mit zwei wissenschaftlichen Methoden, die sie nun – in leicht abgewandelter Form – auch an der FH Kiel einsetzt.

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