Willkommen am Institut für Weiterbildung

Aktuelles

Pilotprojekt NaturSpielpädagogik 2017 - 2018 in Peking

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH und das Feifeitu (Beijing) Educational Technology Research Institute kooperieren seit Juli 2017 im Projekt "Berufsbegleitende wissenschaftliche Weiterbildung NaturSpielpädagogik in China". Das Feifeitu Institut erhielt die Jahres-Lizenz "NaturSpielpädagogik in China“ um die o.a. Weiterbildung mit den Begründerinnen und Dozentinnen der NaturSpielpädagogik Ute Schulte Ostermann und Sylva Brit Jürgensen in China anzubieten. Begleitet und übersetzt wurden die Inhalte der Weiterbildung durch Herrn Di Wang.

Die am Institut für Weiterbildung/FuE der Fachhochschule Kiel seit 2001 durchgeführte und mehrfach als UN-Dekadeprojekt ausgezeichnete zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung NaturSpielpädagogik wurde von den Dozentinnen modifiziert und an die klimatischen Verhältnisse in China/Peking adaptiert. Die Weiterbildung umfasst insgesamt 256 Unterrichtsstunden sowie mindestens 144 Praxisstunden.

Seit Juli 2017 haben 4 praxisorientierte Seminarwochen mit 35 Kita-Leitungen aus unterschiedlichen Distrikten der Volksrepublik China stattgefunden.

Die Teilnehmerinnen haben jeweils sechs naturspielpädagogische Projekte in ihren Institutionen durchgeführt, dokumentiert und ihre best-practise im Plenum präsentiert. Zum Teil fanden autorisierte Mitarbeiterschulungen im Multiplikationsprinzip statt. Von Sonnabend 21. 07. – Freitag, 27.07. 2018 fand die Abschluss-Seminarwoche in Deutschland statt, die weiteren fachlichen Input, Hospitationen in Natur- und Waldkindergärten und die Zertifikatsübergabe beinhaltet.

Mit der Zertifikatsübergabe an die chinesischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Fachhochschule Kiel durch den Präsidenten Prof. Dr. Udo Beer am Donnerstag, 26.07. 2018 endete das Pilotprojekt.

6. Norddeutscher Einkaufstag „Digitalisierung im EINKAUF – Echter Nutzen oder hysterischer HYPE?“

FH Kiel, Institut für Supply Chain und Operations Management

Die hoch aktuelle Frage „Digitalisierung im EINKAUF – Echter Nutzen oder hysterischer HYPE?“ entfachte im Rahmen des 6. Norddeutschen Einkaufstages, den Prof. Klaus Dieter Lorenzen und Wilfried Krokowski vom Institut für Supply Chain und Operations Management der Fachhochschule Kiel am Donnerstag, 7. Juni 2018, im Haus der IHK zu Kiel veranstalteten, einen sehr lebhaften Gedankenaustausch. Die zahlreichen teilnehmenden Einkaufsexpertinnen und –experten waren sich einig: Die Digitalisierung „einfacher“ Standardprozesse, wie z.B. die Bestellprozesse, sind Stand der Technik und steigern die Effizienz des Einkaufs. Um aber das strategische Erfolgspotential einer modernen Einkaufsorganisation ausschöpfen zu können, muss „Digitalisierung“ weiter gedacht werden.

Dabei kommt der (digitalen) Integration von Lieferanten in Entwicklungsprozesse eine besondere Bedeutung zu, da, so Heinz Rohde von der Mittelstand 4.0 Agentur - Kommunikation, die Lieferanten auf diese Art zum wertvollen Innovationsturbo für Unternehmen werden. Wie dies praktisch funktioniert, zeigten nicht nur die Unternehmen Mercateo und Simple System, sondern auch aus Dänemark waren Vertreter der Unternehmen Klingspor AS und Unik Pine Tree angereist, um ihre Lösungen vorzustellen.

Damit aber die Digitalisierung des Einkaufs die nächsten, notwendigen Schritte gehen kann, müssen auch die Beschäftigten und die Einkaufsorganisation für die Veränderungsprozesse „fit“ gemacht werden. Ernüchternd war vor diesem Hintergrund die Einschätzung von Hanno Dettlof, Experte für Einkaufs-Planspiele und Lehrbeauftragter an der FH Kiel, dass wir heute einerseits von der „Digitalisierung der Qualifizierung“ sprechen, aber andererseits ein erhebliches Defizit bei der beruflichen Weiterbildung sehen müssen: „Neue Entwicklungsbedarfe im Einkauf zu erkennen und die Weiterbildungsangebote wesentlich effektiver zu nutzen, ist das Ziel. Im Vergleich zum Einkauf betreiben Unternehmen weiterhin quantitativ einen vielfachen Aufwand zur Schulung ihres Vertriebes. Passende Qualifizierungskonzepte im Einkauf werden vor diesem Hintergrund sträflich vernachlässigt.“

Ob und wann „Einkaufs-Roboter“ die Rolle von Menschen im Einkauf übernehmen können, betrachtete Prof. Lorenzen in seinem Vortrag: „Bereits heute existieren verschiedene Technologien, die die Automatisierung einiger eher operativer Einkaufsaufgaben ermöglichen. Langfristig ist es realistisch, dass auch kreative und komplexe Aufgaben von elektronischen Systemen mit Hilfe künstlicher Intelligenz erfüllt werden. Dies bietet auch für Beschäftigte Chancen, aber eine große Gefahr ist, dass sich kleine und mittlere Unternehmen von dieser Entwicklung ausschließen und Wettbewerbsfähigkeit einbüßen.“ Der Abschlussvortrag des Norddeutschen Einkaufstages betrachtete den Stellenwert des Einkaufs im Unternehmen und verdeutlichte, dass es aufgrund der großen wirtschaftlichen Bedeutung, die der moderne Einkauf haben kann, unerlässlich ist, permanent die Weiterentwicklung voran zu treiben.

Ein besonderer Höhepunkt der Fachkonferenz war die Vergabe des Horst-Hartmann-Preises, mit dem innovative Lösungen im Einkauf ausgezeichnet werden. In diesem Jahr konnte die Memminger-IRO GmbH die Jury mit der Umsetzung ihres Konzeptes zur Optimierung der Beschaffungsprozesse durch eProcurement und Lieferantenintegration überzeugen. Uwe Gutekunst nahm im Beisein des Namensgebers, Prof. Horst Hartmann, stellvertretend für das Einkaufsteam die Auszeichnung entgegen.

Der Norddeutsche Einkaufstag ist eingebettet in Reihe von weiteren Aktivitäten, mit denen das Institut für Supply Chain und Operations Management, vertreten durch Prof. Lorenzen, die Vernetzung zwischen der Einkaufspraxis und der Fachhochschule Kiel fördert. Neben Qualifizierungsangeboten („Weiterbildung mit Mehr(!)blick“) für den Einkauf, die gemeinsam mit einem Praxisbeirat entwickelt und in Kooperation mit dem Bildungszentrum Tannenfelde durchgeführt werden, existiert in Kiel seit einigen Jahren der treff.einkauf, in dem sich Beschäftigte aus regionalen Einkaufsabteilungen zum zwanglosen Erfahrungsaustausch treffen. Bei weitergehendem Interesse nehmen Sie bitte mit Prof. Dr. Klaus Dieter Lorenzen (klaus.lorenzen@fh-kiel.de) Kontakt auf.

Bundesverdienstkreuz für Frau Schulte Ostermann

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete am 4. Oktober 2017 im Schloss Bellevue 30 Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Die 16 Frauen und 14  Männer haben sich unter anderem im sozialen Bereich sowie in Wissenschaft und Kultur verdient gemacht, sich bei gesellschaftspolitischen Themen und im Umweltschutz in herausragender Weise engagiert.

Unter diesen war auch Frau Schulte Ostermann, eine der beiden Dozentinnen der Weiterbildung "NaturSpielpädagogik", die das Institut für Weiterbildung der Fachhochschule Kiel mittlerweile seit Jahren erfolgreich durchführt.

Die Sozialpädagogin engagiert sich seit vielen Jahren bei ökologischen Projekten für Kinder und Jugendliche. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 unterstützt Ute Schulte-Ostermann tatkräftig den Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten in Deutschland. Seit 2010 vertritt sie den Verband zudem in ihrer Funktion als ehrenamtliche Vorsitzende. Um Kindern die Vielfalt der Natur mit neuen Ansätzen vertraut zu machen, hat sie ein Konzept für die Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften entwickelt, bei dem künstlerische Methoden und Elemente der Theaterpädagogik angewandt werden. Die "NaturSpielpädagogik" wurde als offizielles UN-Dekadeprojekt "Bildung für nachhaltige Entwicklung" von der deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet. Auf Fachtagungen, Fortbildungsveranstaltungen und mit Publikationen setzt sich Ute Schulte-Ostermann im In- und Ausland mit großem Elan dafür ein, den Umweltschutz bereits in die frühkindliche Bildung einfließen zu lassen.

 

NDRINFO Redezeit: Verlernen wir das Spielen?

Am 21. 12. 2016 strahlte NDRInfo im Rahmen ihre Sendereihe Redezeit eine Diskussion zum Thema "Verlernen wir das Spielen?" aus. An dieser nahm neben dem anerkannten Hirnforscher Prof. Dr. Hüther auch Frau Jürgensen, eine der beiden Dozentinnen der Weiterbildung "NaturSpielpädagogik" teil. Hier können Sie sich diese Sendung nachhören.

 

Delegation aus China

Eine vierzehnköpfige Delegation aus Kitaträgern, Kitaleitungen und Institutsangestellten aus Peking hat sich in Deutschland über die wissenschaftliche Weiterbildung "NaturSpielpädagogik" des Instituts für Weiterbildung der Fachhochschule sowie über Natur- und Waldkindergärten informiert. Das Ziel der Reise war es zu prüfen, ob diese Form der Weiterbildung und Kinderbetreuung auch in China möglich sei. Dazu besuchte die Delegation  vom 14.- 19.06.2016 verschiedene Einrichtungen in Kiel, Flensburg und in Niedersachsen.

Am 16.06.2016 gaben die Dozentinnen Ute Schulte Ostermann und Sylva Brit Jürgensen mittels Vortrag einen Einblick in die Methoden der NaturSpielpädagogik.  Der praxisorientierte Workshop „Pflanzen bestimmen- Pflanzen eine Stimme geben“ fand am regulären Ort der Weiterbildung im Naturerlebniszentrum Kollhorst  statt.

Von der Delegation erhielten die Dozentinnen sowohl zum Konzept der NaturSpielpädagogik als auch zum Workshop sehr viele positive Rückmeldungen. Der ganzheitliche, kreativ-künstlerische Ansatz des "Entdeckenden Lernens" begeisterte die Teilnehmer. Erstaunt und beeindruckt äußerten sie in der Reflexionsrunde des Workshops, dass sie noch nie so umfassend und mit Freude Pflanzen kennengelernt und bestimmt haben.

Veranstalter der Reise ist die Firma CEAPTUS mit dem Feifeitu Institut für Technik, Bildung und Forschung, die eng mit den Hochschulen in Peking zusammen arbeitet. Die Delegation wurde von Herrn Di Wang vom Feifeitu Institut und von Ute Schulte Ostermann, Dozentin der NaturSpielpädagogik und Vorsitzende des Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten in Deutschland e.V. (BvNW) begleitet.

Herr Wang berichtet, dass in China Kindergärten teuer und rar sind, sie seien immer noch von der Leistungsschulung geprägt und die Ausbildung der Pädagogen ist nicht mehr zeitgemäß. Es findet zur Zeit ein Umbruch, eine Umstrukturierung statt. Neue Richtlinien der Regierung zielen darauf ab, nicht wie früher reines Wissen zu vermitteln, sondern das Kind mehr in den Vordergrund zu stellen und seine Fähigkeiten zu fördern. Entsprechend werden qualitativ bessere Ausbildungen der Pädagogen angestrebt.

Amy, eine junge Pädagogin leitet in Peking zwei Einrichtungen mit jeweils 250 und 278 Kindern. Sie sagte : „Ich bewundere, dass Kindern im Waldkindergarten Raum und Zeit gegeben wird, sinnlich wahrnehmend, selbstständig und selbstbestimmt durch kreative Aktivitäten im Freien zu lernen. Auch, dass die Kinder in der Lage sind, ein Problem zu diskutieren, es durch Kommunikation und Ausprobieren zu lösen.“ Weiter lobte sie das ausgeprägte Sozialverhalten, das sie bei den Kindern beobachten konnte. Auch wenn Einrichtungen wie ein Waldkindergarten in dieser Form in Peking (noch) nicht möglich seien, es geht um die Grundsätze. Da sei Deutschland pädagogisch betrachtet ein Vorbild: "Um etwas zu lernen, dafür sind wir hergekommen."

Das Feifeitu Institut für Technik, Bildung und Forschung ist sehr an der "Wissenschaftlichen Weiterbildung NaturSpielpädagogik" des Instituts für Weiterbildung der Fachhochschule Kiel und an Konzepten von Waldkindergärten interessiert. Damit sich in China etwas verändern kann, hat das Feifeitu Institut die beiden Dozentinnen nach China eingeladen. Frau Schulte Ostermann wird schon im Juli nach Peking reisen. Das Feifeitu Institut möchte ihr einen Einblick in die chinesische Frühpädagogik, in die Einrichtungen und die Ausbildung von Pädagogen ermöglichen. Im nächsten Schritt soll gemeinsam überlegt werden, welche naturpädagogischen Parameter aus Deutschland auf China übertragen werden können.

NaturSpielpädagogik auch auf Facebook

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Artikel zur Weiterbildung "NaturSpielpädagogik"

In einer Ausgabe des "viel", dem Campusmagazin der FH Kiel, 02/13 ist auf Seite 22 ein Artikel über die Weiterbildung "NaturSpielpädagogik" veröffentlicht worden: "Die Apfel kriegen die Ponys".Hier kommen Sie zu der PDF-Version dieser Ausgabe.

J-School Kiel

 

J-School Kiel ist das journalistische Aus- und Weiterbildungsangebot am Fachbereich Medien der Fachhochschule Kiel. Das Seminarangebot richtet sich an feste und „freie“ Journalisten aus ganz Deutschland. Die Seminare werden durch Lehrende des Fachbereichs Medien der FH Kiel sowie externe Dozenten durchgeführt.

Das Programm mit den feststehenden Veranstaltungen finden Sie hier.

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  Diese Seite wurde zuletzt am  13.06.2018  aktualisiert