Labor

Kompetenzen und Ausstattung

Das landwirtschaftliche Untersuchungslabor der Fachhochschule Kiel am Standort Osterrönfeld hat 2018 einen Neubau bezogen. In den großzügigen Laborräumen werden vorlesungsbegleitende Projekte, Praktika, Untersuchungen für studentische Abschlussarbeiten und angewandte Forschungsprojekte durchgeführt. Die Ausstattung des Labors wird kontinuierlich erweitert und ergänzt. Neben den üblichen chemischen Methoden zur Untersuchung von Pflanzen- und Bodenmaterialien sowie Dünge- und Futtermitteln, verfügt das Labor über eine breite Palette an moderner Analysetechnik: u.a. Atomabsorptionsspektrometer, Nahinfrarotspektroskopiegeräte, Photometer, Kohlenstoffanalysator. Im bodenphysikalischen Labor können zudem ungestörte Bodenproben bei verschiedenen Unter- bzw. Überdrücken entwässert sowie Leitfähigkeits- und Bodenstabilitätsparameter erfasst werden. Angewandte Lehrmodule der Pflanzen-, Boden- und Futtermittelkunde werden im Mikroskopieraum, der über zahlreiche hochauflösende, auch digitale, Mikroskope verfügt, durchgeführt.

Verantwortlicher Professor

  • Prof. Dr. Conrad Wiermann - Kontakt
     

Laborleiter

  • Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Ott - Kontakt
     

Mitarbeiterinnen

Arbeitsschwerpunkte

Das landwirtschaftliche Labor arbeitet eng mit der Versuchsstation „Lindenhof“ am Standort Ostenfeld zusammen. Ernteproben von jährlich ca. 5000 Parzellen werden im Labor aufbereitet (u.a. getrocknet, vermahlen) und anschließend im Hinblick auf verschiedene Inhaltsstoffe (u.a. Rohprotein, Nährstoffe, Stärke) untersucht. Neben diesen klassischen pflanzenbaulichen Untersuchungen sind in jüngster Zeit zusätzliche Methoden zur Erfassung des Bodenfruchtbarkeitszustandes etabliert worden. Hier stehen besonders Methoden zur Beurteilung der Bodenstruktur, als eine wesentliche Säule der Bodenfruchtbarkeit, im Fokus der Untersuchungen. Anhand von morphologischen Methoden (u.a. Dünnschliffe) sowie Leitfähigkeits- und Stabilitätsparametern werden ungestörte Bodenproben analysiert, so dass eine Einschätzung der Funktionalität der Bodenstruktur ermöglicht wird. Insgesamt können somit die Auswirkungen verschiedener Bewirtschaftungsmaßnahmen (u.a. Pflanzenschutz, Düngung, Bodenbearbeitung) bewertet werden, um anschließend zukunftsorientierte, resiliente Landnutzungssysteme zu entwickeln. Gerade vor dem Hintergrund notwendiger Anpassungen pflanzenbaulicher Systeme an die Auswirkungen des Klimawandels (u.a. Trockenperioden, Starkregenereignisse) sowie deren Neuausrichtung zur Begrenzung des Klimawandels (u.a. Reduzierung THG-Emissionen) ist die gleichzeitige Betrachtung multifaktorieller Einflüsse sehr bedeutsam.

 

Studentische Arbeiten

Die Studierenden des Fachbereichs Agrarwirtschaft werden durch verschiedene vorlesungsbegleitende Projekte und Praktika an die Laborarbeiten herangeführt. In Gruppen werden zu Schwerpunktthemen Untersuchungen durchgeführt, ausgewertet, interpretiert und abschließend präsentiert. Die Untersuchungsmaterialien (u.a. Boden, Pflanzen, Düngemittel oder Futtermittel) stammen häufig aus eigenen oder bekannten landwirtschaftlichen Betrieben, so dass ein enger und angewandter Hintergrund für die Studierenden jederzeit gegeben ist. In höheren Semestern können einzelne Projekte oder Analysen für Abschlussarbeiten unter Anleitung selbstständig durchgeführt werden. Zur Unterstützung und Begleitung steht hierbei jederzeit ein kompetentes Laborteam zur Verfügung. Für die Einordnung und Interpretation der gewonnenen Ergebnisse stehen die betreuenden Dozent*innen und Lehrbeauftragten gerne bereit.