Hungrige Schweinswale, die Geschichte der Hanse und ein digitaler Escape Room

Von: Frauke Schäfer

Medienstudierende der FH Kiel präsentieren am 14. Januar 2020 Projektarbeiten in der Kieler Innenstadt

Ein Lernspiel führt in einem „Escape Game“ durch die Geschichte der Digitaltechnik. Grafik: FH Kiel.

Medien-Student*innen der Fachhochschule (FH) Kiel präsentieren morgen (Dienstag, 14. Januar 2020) im KOSMOS (Gründerzentrum Open Campus) in der Holstenstr. 76 ihre Projektarbeiten. Interessierte sind von 16 bis 19.30 Uhr eingeladen, die Projektschau zu besuchen.

Die Apps, Spiele und Software-Anwendungen sind im fünften Semester im Rahmen des Bachelorstudiengangs Multimedia Production entstanden. Gefragt waren Ideen mit gesellschaftlichem Nutzen, erklärt Professorin Franziska Uhing: „Im Studium bietet sich die Chance, frei von ökonomischen Zwängen an Beiträgen für die Gesellschaft zu arbeiten. Besonders freuen mich Social Start-ups, die manchmal daraus entstehen. Vielleicht kann das Gründerzentrum als Inspiration dienen.“

So nutzen einige Studierende z.B. die Möglichkeiten der Virtual Reality (VR) für ganz unterschiedliche Lernspiele: Eine Art „Escape Game“ macht die Entwicklung der Digitaltechnik erlebbar; eine VR-Simulation, die in Zusammenarbeit mit dem Hansemuseum Lübeck entstand, führt in die Geschichte der Hanse ein und bietet die Option, eine Kogge zu beladen bzw. deren Fracht zu löschen. In einem anderen Spiel können Nutzer*innen ihre individuelle Work-Life-Balance durch einen belebten Planeten simulieren. Das Spiel zeichnet die Tätigkeiten der Nutzer*innen auf. Stimmt das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit, blüht der Planet auf, bei zu viel Arbeit und Zappen auf dem Sofa verwandeln sich grüne Wälder in öde Wüstenlandschaften. Student Leonard Kuhlmann: „Im Rahmen unseres Studiums an der Fachhochschule haben wir nicht nur ein einfaches Projekt erarbeitet, sondern ein Ergebnis geschaffen, das die Menschen außerhalb unseres Studentenkreises bereichern kann. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass man etwas Handfestes erschaffen hat, das anderen Freude bereitet und einen Nutzen für das Gemeinwohl darstellt.“

Im Mittelpunkt mehrerer Projektarbeiten stehen die Themen Erderwärmung, Meeresverschmutzung und Energiegewinnung. So können Schüler*innen mit ihren Smartphones als Controller die Erderwärmung auf einem externen Bildschirm beeinflussen. Oder in der Simulation einer Stadt die Stromversorgung gewährleisten: Bauen sie zu wenige Windkraftanlagen, reicht der Strom nicht aus; setzen sie den Bewohner*innen zu viele vor die Nase, hagelt es Proteste, ganz wie im richtigen Leben. Realitätsnah ist auch ein 3D-Survival-Game. Es zeigt einen Schweinswal in der Förde, der Futter finden und Gefahren durch Müll überwinden muss.

Die Student*innen sind während der Projektschau vor Ort und können Auskunft über ihre Arbeit geben.

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