Studienrende an einem Tisch in einer Bibliothek© H. Boerm
In der Bib ist Gruppenzwang endlich mal zu etwas gut. Foto: Hanna Börm

So holt ihr das Beste aus euch raus: Konzentrationstipps für den Studienalltag

von Mariesa Brahms

Gerade während der Klausurenphase merkt man’s: Der Prüfungsstress steigt ins Unermessliche, und man versucht, die verbliebene Konzentration noch einmal zu bündeln. Das Gefühl, das dem eines Marathon-Endspurts nahekommt, lässt sich zwar nicht vollkommen aus der Welt schaffen, aber zumindest entschärfen. Hier sind Tipps, wie ihr mit eurer Konzentration haushalten könnt.

 

ein junger Mann mit Handy in der Hand
Um sich nicht für alle fünf Minuten Lernzeit mit zehn Minuten Instagram zu belohnen, hilft es, das Handy während des Lernens auszuschalten. (Foto: pixabay.com/Foundry)

Mach mal dein Handy aus

Wer kennt’s nicht: Nach dem Aufstehen verliert man sich gern im Instagram-Algorithmus. Diesem zu entkommen, wird im Laufe des Tages nicht unbedingt einfacher, schließlich bietet das Smartphone willkommene Ablenkung zum Studien- und Alltagsstress. Deshalb ist es ratsam, das Handy für eine bestimmte Zeit einfach auszuschalten oder bewusst in einen anderen Raum zu legen. Das Ergebnis sind weniger ablenkende Reize und die Erkenntnis, dass man vielleicht Opfer einer Abhängigkeit im Anfangsstadium ist.

 

Schokolade hilft bekanntlich in allen Lebenslagen. (Foto: Pexels.com/ Nataliya Vaitkevich)
Schokolade hilft bekanntlich in allen Lebenslagen. (Foto: Pexels.com/ Nataliya Vaitkevich)

Iss genug

Konzentration ist Arbeit und Arbeit macht hungrig. Gönnt euch deshalb immer wieder mal Zwischenmahlzeiten. Die müssen auch nicht immer dem Nutriscore A entsprechen. Schließlich werden Süßigkeiten oder sonstiger Knabberkram nicht zu Unrecht „Nervennahrung“ genannt. Vitamine sind natürlich trotzdem wichtig - aber wer die ganze Zeit von Schokolade träumt, kann sich nicht auf das Studieren konzentrieren! Wieso also nicht seine Träume einfach Wirklichkeit werden lassen?

 

eine Frau, die auf der rechten Seite schläft
Auch, oder gerade in der Klausurenphase ist genügend Schlaf wichtig. (Foto: Pexels.com/ Craig Adderley)

8 Stunden Minimum

Schlaf ist immens wichtig, um die Denkleistung auf lange Sicht aufrecht erhalten zu können. Kaffee und Energy-Drinks sind zwar gerade in der heißen Phase des Semesters ein Quick-Fix, aber keine Alternative zu einer guten Mütze Schlaf. Wenn ihr also merkt, dass eure Konzentration für den Tag nachlässt, dann gebt euch die Freiheit, einfach mal ein Schläfchen zu halten. Das sollte dann allerdings auch nicht ausarten – Power Naps machen nur dann Sinn, wenn man vor der Tiefschlafphase wieder aufwacht.

 

Studienrende an einem Tisch in einer Bibliothek
In der Bib ist Gruppenzwang endlich mal zu etwas gut. Foto: Hanna Börm

In der Bib lernt es sich am besten

Natürlich gilt das nicht für alle. Aber in der Bibliothek ist man meist umgeben von mehr oder weniger tüchtig lernenden Studierenden. Und weil man da aus Gründen der sozialen Erwünschtheit nicht unangenehm auffallenwill, passt man sich eben an. Vielleicht steckt ja in dir ein*e mindestens genauso fleißige*r Student*in, wie deine Sitznachbar*innen im Lesesaal?

 

zwei Hände auf einem aufgeklappten Notizbuch
Hört sich vielleicht nicht immer so motivierend an, aber morgen dürft ihr weiterlernen. Vorteil: Wenn's heute nicht klappt, ist das nicht der Untergang. (Foto: Pexels.com)

Morgen ist ein neuer Tag

Wenn das alles nicht hilft, heißt das nicht, dass ihr ein hoffnungsloser Fall seid. Es gibt Tage, an denen kann man sich einfach schlechter konzentrieren kann als an anderen. Dann nützt es auch nichts, sich dafür fertigzumachen. Mach das, was du kannst und lass danach fünfe gerade sein. Ungesunder Ehrgeiz führt auf Dauer nur zu einer negativen Einstellung zum Lernen!

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